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Wolfram von Eschenbach: Parzival
Mit Bildern von Asmus, DieterÜbers.: Knecht, Peter. Nachw.: Mertens, Volker
427 S. 18 Ill. Geb. in Feincanvas, eingeklebtes Bild auf Umschlagvorder- und Rückseite, Banderolenschuber mit Fensterausschnitt
ISBN: 978-3-15-010708-9
EUR (D): 118,00 *
EUR (A) 121,40 / CHF 159,00
In dieser prächtigen, mit 18 Bildern von Dieter Asmus geschmückten Ausgabe, die Wolframs Text in der besonders gut lesbaren Übersetzung von Peter Knecht darbietet, erscheint dieses Stück der Weltliteratur wieder in der Buchform, die ihm angemessen ist: nicht als Studienausgabe (für eine eingeschränkte Leserschaft von Fachleuten), sondern als ein Angebot an alle Liebhaber schöner Bucher zum Lesen, Schauen und Schmökern – zum Entdecken und Wiederentdecken eines der besten deutschsprachigen Erzähler aller Zeiten.
Dieter Asmus hat für diese großformatige Ausgabe 18 (ganzseitig wiedergegebene) Gemälde geschaffen, die Glanz und Elend der in Wolframs Epos geschilderten ritterlichen Welt phantastisch-phantasievoll in Szene setzen.
Die Ausgabe bietet den Text in der Prosaübersetzung von Peter Knecht, die berühmt ist für ihren Schwung und die Fähigkeit, Wolframs manchmal bis zur Skurrilität kühne Sprache adäquat zu vermitteln.
Zu einer buchkünstlerischen Einheit zusammengefasst wurden diese ganz besonderen Elemente von Friedrich Forssman, der die Ausgabe von der Typografie bis zum Banderolenschuber gestaltet hat.
Die Kombination so unterschiedlicher künstlerischer Temperamente ergibt eine kreative Reaktion von mitreißender Kraft. Wolframs mitunter bestürzend unmittelbare Sprache wird mit Bildern konfrontiert, die ganz wie das Epos selbst Sinnsuche und Unterhaltungskunst verbinden: filmisch dynamisch mitunter, dabei sensibel für Zwischentöne und Ironien, spektakulär.
Die book2look-Leseprobe gibt Ihnen außerdem die Möglichkeit, das Buch per Mail zu empfehlen, in Ihre Seite bei Facebook, MySpace, Twitter, StudiVZ und SchülerVZ einzubinden und vieles mehr.
Autorinformation
Dieter Asmus, geboren 1939, lebt und arbeitet als Maler und Grafiker in Hamburg. 1964 hat er die Gruppe ZEBRA mit begründet, die als erste einen »Neuen Realismus« nach der Moderne ohne Rückgriff auf die vorabstrakte Kunst forderte. Asmus ist mit seinen Bildern regelmäßig auf internationalen Ausstellungen vertreten, viele seiner Bilder hängen in öffentlichen Sammlungen nationaler und internationaler Museen. Erstmals in seiner langen Karriere beschäftigt sich Dieter Asmus mit einem historischen Gegenstand, begreift ihn aber keineswegs historisierend, sondern wirft einen heutigen, Mittelalterrevivals und Ritterfilme nicht verschmähenden Blick auf die alte Geschichte.Der Autor:
Wolfram von Eschenbach, um 1200.
Der Epiker und Lyriker bezeichnet sich selbst als Ritter, die Herkunft aus Eschenbach (heute Wolframs-Eschenbach) südöstlich von Ansbach in Franken gilt als wahrscheinlich. In seinen Werken nimmt er u. a. Bezug auf die Herren von Dürne (Sitz: Burg Wildenberg bei Amorbach), auf die Grafen von Wertheim und v. a. Landgraf Hermann I. v. Thüringen, die zu seinen Mäzenen gehörten. W. war in erster Linie Epiker, wenn ihn auch seine Tagelieder als Lyriker von Rang ausweisen. Von seinen drei epischen Dichtungen wurde nur die erste, Parzival, vollendet. Dieser Versroman (24 810 Reimpaarverse) entstand etwa zwischen 1200 und 1210 und wurde zum einflussreichsten Roman des dt. Mittelalters. Hauptquelle ist Chrétiens de Troyes unvollendetes Spätwerk Le conte du Graal oder Perceval. Erweiterungen – u. a. Vorgeschichte – und Modifikationen der Handlung, dazu ein charakteristisches Geflecht von räumlichen, zeitlichen und verwandtschaftlichen Beziehungen sowie Erzählerkommentare und poetologische Reflexionen geben dem Parzival jedoch einen eigenen Charakter. Es handelt sich um einen Doppelroman, d. h. W. modifiziert das Strukturschema des Artusromans durch die Kontrastierung zweier Heldenfiguren und damit von höfischem Artusrittertum und religiösem Gralsrittertum. Eingerahmt werden die beiden Abenteuerfolgen um Parzival und Gawan durch die den Orient einbeziehende Geschichte von Parzivals Vater Gahmuret (Buch 1–2), die W. am Schluss (Buch 15–16) mit der Einführung von Parzivals Halbbruder Feirefiz wieder aufnimmt bzw. fortführt. W.s zweites Epos, Willehalm (um 1210–20), ist eine Adaption des frz. Heldenepos (»Chanson de geste«) La Bataille d’Aliscans (um 1180) im Auftrag Hermanns v. Thüringen, der auch die Vorlage beschaffte. Das Werk bricht nach knapp 14 000 Reimpaarversen unvollendet ab. Im Mittelpunkt stehen Willehalm, Markgraf von Orange, und seine Frau Gyburg, eine getaufte Heidin, die von einem riesigen heidnischen Heer bedroht werden, das sich an Willehalm rächen und Gyburg, eine Königstochter, zurückholen soll. Die Kreuzzugsideologie wird durch die Problematisierung des christlich-heidnischen Gegensatzes, durch die von Gyburg in der so genannten Toleranzrede angesprochene gemeinsame Gotteskindschaft und durch die über die Religionszugehörigkeit hinwegreichenden verwandtschaftlichen Beziehungen in Frage gestellt. Von W.s drittem Epos, nach dem ersten Eigennamen im Text Titurel genannt, sind nur zwei Fragmente von 131 bzw. 39 Strophen (bestehend aus vier Langzeilen) erhalten. Personen und Inhalt setzen den Parzival voraus, stilistisch steht der Titurel dem Willehalm näher. Gegenstand der Dichtung ist die Geschichte der Liebe zwischen Sigune und Schionatulander, aus deren tragischem Verlauf – das Ende ist aus dem Parzival bekannt – zwei Episoden erzählt werden. Die beiden Fragmente und die Andeutungen im Parzival bilden die Grundlage des weit ausholenden und erfolgreichen Jüngeren Titurel (um 1260–75) eines gewissen Albrecht, der unter der Maske W.s dichtete.
In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (UB 17664.) – © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.
Pressestimmen
Ein Prachtband.Süddeutsche Zeitung – Buch des Jahres 2011 von Brigitte Kronauer
Prächtige Neuausgabe. (...) Prachtvoll aufgemachter Band.(...) Eine der berühmtesten deutschen Dichtungen des Mittelalters. (...) Die jetzt vorliegende Neuausgabe ist in der Übersetzung Peter Knechts gut lesbar.
dpa
Dieter Asmus ist es gelungen, in dieser langen Parzival-Schaffensphase eine atemberaubend harte, sogar im kleinsten Detail sich bekennende, allzeit inhaltlich Position beziehende Bildsprache zu entwickeln, die zwangsläufig sofort an die Wiedergeburt der Historienmalerei denken lässt. ... Dank der bildenden Kunst derart viel Gegenwart in eine 800 Jahre alte Prosa zu bringen, das Mittelalter so lebendig zu kommunizieren, verdient höchsten Respekt und reichlich Erfolg. Zugegeben: Dass Text und Bild am Ende eine großartige Symbiose darstellen würden, konnte zum Produktionsbeginn niemand wissen. Auch der Künstler nicht. Jetzt kann's jeder mit größtem Vergnügen sehen.
Kunstzeitung
Der großformatige Band aus dem Hause Reclam bietet neben seinen achtzehn Illustrationen die Prosaübersetzung aus dem Mittelhochdeutschen von Peter Knecht und ein Nachwort von Volker Mertens. Eine Lese- und Augenlust.
Stuttgarter Zeitung
Der im Reclam Verlag erschienenen Prunkausgabe gelingt die Übersetzung auf exemplarische Weise. (...) Eindrucksvolle Illustrationen von Dieter Asmus. (...) Hervorragende sprachliche Modernisierung. (...) Dank Peter Knecht liest sich die Geschichte spannender als jeder Krimi. (...) Eine fesselnde Lektüre.
Wiener Zeitung
Asmus‘ Bilder (...) sind Wegweiser und Verstärker, die das mythische, märchenhafte der Erzählung Wolfram von Eschenbachs unterstreichen. (...) Der Reclam-Verlag hat sich für die Erzählung des Eschenbach-Epos für die zu Recht viel gerühmte Prosaübersetzung von Peter Knecht entschieden, die das mittelalterliche Deutsch meisterhaft in die heutige Zeit holt, ohne dass Stil und Atmosphäre der Vorlage verloren gehen. Zusammen mit den 18 Abbildungen von Dieter Asmus ist nicht nur ein bildschönes Buch entstanden, sondern eines, das dem Parzival-Epos wieder ein wenig von dem Glanz verleiht, den er bereits vor 800 Jahren ebenfalls auf seine Leser ausgeübt haben muss.“
www.ndr.de – NDR Kultur
Das Werk erscheint jetzt in einer prächtigen großformatigen Ausgabe bei Reclam: Buchkunst pur (...). Friedrich Forssman hat den Band gestaltet mit einer nobel anmutenden Typografie. In 18 ganzseitig wiedergegebenen Bildern vermittelt Dieter Asmus fantasievoll Glanz und Elend der ritterlichen Welt. Er vermeidet die gängigen Motive. Im kühnen Nebeneinander von Hell und Dunkel, im spielerischen Wechsel der Proportionen versinnbildlicht er Stärke, Schönheit, Kampf.
Sächsische Zeitung
"… Es fiel hinunter und zerschellte."
Den Sturz und die Wucht, von denen hier die Rede ist, hat Dieter Asmus in nahezu filmischer Rasanz im Bild aufgefangen. Der Künstler schuf 18 bestürzend schöne Bilder im Grenzgebiet von Fantasy und Malerei für die Parzival-Prachtausgabe des Reclams-Verlags.
Stuttgarter Nachrichten
Die neue Reclam-Ausgabe des Parzival lässt die Herzen bibliophiler Mittelalterfreunde höher schlagen. … Eine besondere Bereicherung ist die Bebilderung der neuen Parzival-Ausgabe durch Dieter Asmus. So fühlt man sich ein wenig erinnert an die wunderbaren mittelalterlichen Handschriften, die ja auch reichlich illustriert waren.
Oberösterreichische Nachrichten
Jenseits von Minne, maze, muoze, handfesten Duellen und lehrreichen Läuterungen gibt es eine sehr lebendige Figur zu entdecken: den Dichter, der selbstbewusst wie keiner zuvor in dieser Sprache mit den Worten jongliert, und lässt man sich auf sein Spiel ein, liest sich seine Dichtung passagenweise so phantastisch, als hätte ein Wortakrobat vom Schlage Jean Pauls ein Märchen der Grimms auserzählt.
Spiegel Online Kultur
Ausgerechnet jener Verlag, der für die kleinen, gelben, billigen Klassikerausgaben berühmt (bzw. lebensnotwendig) ist, heimst das Lob ein, den tumben und dann weisen Parzival in den wohlverdienten Prachtband gesteckt zu haben. Wolfram von Eschenbachs Roman, vor 900 Jahren in mittelhochdeutschen Verse geschrieben, wurde in leicht lesbare Prosa übertragen; und der Hamburger Künstler Dieter Asmus wirft in 14 Bildern neues, kräftiges Licht auf den Ritter.
Kurier
Die abenteuerliche Geschichte von Parzival, dem dummen Jungen und Gralssucher, hat Wolfram von Eschenbach im frühen 13. Jahrhundert aufgeschrieben und damit einen der wichtigsten Texte der deutschen Literatur hinterlassen. Jetzt liegt das literarische Meisterwerk in einer Prachtausgabe vor: Die hinreißende Übersetzung von Peter Knecht erschien erstmals 1993 in der "Anderen Bibliothek". Der Grafiker Dieter Asmus hat für die neue Ausgabe 18 prächtige Illustrationen geschaffen, die das Ritter-Epos fantastisch in Szene setzen.
Nürnberger Nachrichten
Das zeitlose Epos, übersetzt von Peter Knecht, neu zur Geltung gebracht in diesem großformatigen Band von Dieter Asmus‘ wunderschönen Illustrationen.
Stuttgarter Zeitung, Lieblingsbücher unserer Literaturkritiker
Eine Augenweide (...) Der ZEBRA-Künstler Dieter Asmus hat 18 ganzseitige Bilder geschaffen, die vor Dynamik und Aussagekraft nur so strotzen und wunderbar mit dem Schwung der Prosaübersetzung von Peter Knecht korrespondieren. Knechts Übersetzung lässt Wolframs Werk auch unabhängig vom mittelhochdeutschen Original lebendig werden und gibt dennoch die sprachlichen Eigenheiten Wolframs akkurat wieder.
Passauer Neue Presse
Es gehört zu den schönsten Büchern des Jahres: Wolfram von Eschenbachs Parzival – in der behutsamen Neuübersetzung von Peter Knecht, wunderbar illustriert von Dieter Asmus und mit viel Feingefühl zu einer buchkünstlerischen Einheit zusammengefasst von Friedrich Forssman. Ein Blick in die längst vergangene Welt von Rittern und Gralssuchern – ein Prachtband wie geschaffen für einen langen Winterabend zum Schauen und Schmökern.
Pforzheimer Zeitung
Gerade diese Herangehensweise macht dieses Buch zu einem Leckerbissen deutschsprachiger Literatur.
Graphische Kunst
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