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Dante Alighieri: La Commedia / Die Göttliche Komödie. I. Inferno / Hölle
Ital./Dt. Übers.: Köhler, HartmutReclam Bibliothek. Leinen mit Schutzumschlag, Fadenheftung, Kapital- und Leseband. Format 12 x 19 cm. 562 S.
ISBN: 978-3-15-010750-8
EUR (D): 27,95 *
EUR (A) 28,80 / CHF 38,50
SWR Bestenliste März 2010 – Buch des Monats März 2010 (Darmstädter Jury "Buch des Monats e. V.") – ORF Bestenliste Mai 2010 (Platz 8) und August 2010 (Platz 2) – Sachbuchbestenliste der Süddeutschen Zeitung und des NDR: Besondere Empfehlung des Monats Juli 2010
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Inhaltsverzeichnis
Inferno • HölleAnhang
Die Anlage von Dantes »Inferno«
Abkürzungen und Siglen
Zum Kommentar
Zur Übersetzung
Autorinformation
Der Übersetzer:Hartmut Köhler, 1940 in Kleinmachnow geboren, Professor i. R. für Romanische Literaturwissenschaft an der Universität Trier, hat bedeutende Übersetzungen aus dem Französischen, Italienischen und Spanischen verfasst. Für die Cahiers/Hefte von Paul Valéry erhielt er 1990 zusammen mit dem Übersetzerteam den Paul-Celan-Übersetzerpreis des Deutschen Literaturfonds. Seine Übersetzung des monumentalen Barockromans El Criticón von Baltasar Gracián wurde 2009 mit dem Johann-Friedrich-von-Cotta-Übersetzerpreis der Stadt Stuttgart ausgezeichnet. Hartmut Köhler ist Mitglied des Vorstandes der Deutschen Dante-Gesellschaft.
Pressestimmen
Seit einiger Zeit gibt es bei Reclam eine schöne zweisprachige und kommentierte Übersetzung von Hartmut Köhler, der nur noch der Schlussstein fehlt.Frankfurter Allgemeine Zeitung
Die ungebrochene Bedeutung von Dantes Epos aus der Zeit der Frührenaissance unterstreichen zwei Neuauflagen, die – jede auf ihre Art – reizvoll sind. (...) Hartmut Köhlers Prosaübertragung (...) wird, textkritisch betrachtet, Dantes Botschaft bisweilen besser gerecht, weil sich der Übersetzer nicht an die formalen Zwänge der Versform halten muss. Dass die an der Gegenwartssprache orientierte Übertragung für heutige Leser etwas einfacher zu lesen ist, versteht sich von selbst. Philologisch interessierte Leser werden auch Köhlers informative Zusatzerklärungen zu schätzen wissen.
SWR2 Buchtipp
Im Jahr 2010 darf von einem regelrechten Dante-Boom die Rede sein. Gleich zwei neue "Commedia"-Ausgaben, darunter eine spektakuläre Übersetzung, (...) zeugen von der ungebrochenen Aktualität des Italieniers. (...) Köhlers Version, mutmaßlich erst die fünfte in deutscher Prosa, hegt gar nicht erst den Anspruch, sich mimetisch ans Original anzuschmiegen, sondern schöpft ihre frappierende Nähe zu Dantes Urtext vor allem aus atmosphäischer Dichte und rhetorischer Courage. Roher und direkter hat auch Dante die Qualen der Inferno-Internierten nicht beschrieben. (...) Gedoppelt werden diese eindringlichen Lektionen in der hohen Kunst der Folterns durch die Beistellung des italienischen Originaltextes. Wer auch ihn zu lesen versteht, spürt nach anfänglichem Zweifel, wie sehr Köhlers Übertragung den raffiniert kruden Geist der Vorlage atmet.
Die Welt
Überaus geglückte, einfallsreiche Prosaübertragung von Hartmut Köhler.
Welt Online, Berliner Morgenpost Online
Immer wählt Köhler die sinnenvollere, gleichsam Leib und Seele umfassendere Übersetzungsvariante; er lässt den Versen ihre innere Dramatik, eine Kopf und Herz erfassende Aufgewühltheit, die einem gleichzeitig sehr nahegeht und doch Distanz schafft. Sein Umgang mit dem Text ist von einer spielerischen Natur, die darum weiß, dass sich der historische Abstand nicht einholen lässt, ohne fürchten zu müssen, dass Dichtung damit an Vielstimmigkeit verlieren würde.
Berliner Zeitung, Frankfurter Rundschau
Die jetzt vorliegenden Bände I und II der Dante-Ausgabe von Prof. Köhler in der Reclam Bibliothek sind zunächst einmal schöne, hochwertige, sehr sorgfältig gestaltete Bücher, die man mit Vergnügen in die Hand nimmt.
Deutsche Dante-Gesellschaft
Man kann kaum genug bekommen von den Nöten des Liebespaares Paolo und Francesca oder den Plagen Farinatas, die Dante mit einer heimlichen Lust zu schildern scheint. In Hartmut Köhlers neuer Übersetzung, der jetzt den ersten Teil der "Komödie" in Prosa vorlegt, gewinnt das Werk auch auf Deutsch seine fesselnde Kraft zurück. (...) Durch den Verzicht auf Reim und Versform versetzt Köhler der "Komödie" einen erfrischenden Modernisierungsschub. Sein "Inferno" ist wunderbar lesbar. Dennoch nimmt er Dante nichts von seiner Plastizität (...); er ist einfallsreich und präzise, gleichzeitig versorgt er uns in den Fußnoten mit Zitaten aus früheren Übersetzungen und erklärt, wie Dante an manchen Stellen eine fast comicartige Direktheit gewinnt, sodass man eigentlich mit Wörtern wie "Knall" und "Peng" operieren müsste. (...)
Der neue Kommentar von Hartmut Köhler ist ein Glücksfall, denn er bietet dem Leser nicht nur eine Fülle von Details zu Dantes gesamtem Kosmos, sondern liefert zugleich ein grandioses kulturgeschichtliches Lesebuch, das bis in die Gegenwart reicht. (...) Köhler macht uns auf danteskes Erbe im Alltag aufmerksam: Dass sich ein internationales Fondsmanagement ausgerechnet "Zerberus" nennt, wäre ohne Dantes Schilderung des mythologischen Höllenhundes nicht denkbar. Wer der Strahlkraft Dantes auf die Schliche kommen will, sollte zu Köhlers großartiger Neuausgabe greifen.
Deutschlandradio Kultur, Sendung Radiofeuilleton Kritik
Was man wissen muss, um dieser Geschichte zu folgen, fragt der Leser bald von selbst, und so wird er dankbar für eine Ausgabe sein, die den Kommentar (...) dort hinsetzt, wo er gebraucht wird: unten an den Seitenrand. Damit ist schon der erste gewaltige Vorzug der insgesamt vorzüglichen Neuübersetzung im Reclam Verlag genannt. (...)
Dass Dantes Sprache (...) eine ungezwungene, frische, jugendliche Sprache ist, war in den meisten deutschen Übersetzungen kaum wahrzunehmen. (...) Hartmut Köhler hat sich für eine Prosafassung entschieden, die (...) vor allem auf die Abfolge der Wörter und Vorstellungsinhalte Rücksicht nimmt, also auf jene Umstellungen verzichtet, die Versmaß und Reimzwang so oft nahe legen. Und siehe: Dantes Text fließt. (...)
Köhler macht uns den großen Spaß, seinen Kommentar nicht nur für Sacherläuterungen – wo stehen wir gerade im Höllenraum? – oder für historisches Wissen – welcher Papst war es, der aus Feigheit seine große Aufgabe nicht erledigte? – zu nutzen, nein dieser Übersetzer führt auch das Gespräch mit früheren Dante-Lesern und er zitiert zuweilen ältere Übertragungen, die zu anderen Lösungen kommen.
Süddeutsche Zeitung
Weltliteratur - aber wer traut sich noch an diesen heavy stuff? Wir meinen: Mit der neuen Übersetzung von Hartmut Köhler sollte man's wagen. (...) Wir müssen ihm recht geben: Auch die ungebundene Rede hat eine Würde. Großes Plus: Zum Verständnis dieser komplexen Literatur liefert der Band ausführliche Kommentare. Also: wieder einen Versuch wert.
Deutschlandradio Kultur, Sendung Kurz und Kritisch
(...) eine sehr gut lesbare Übersetzung (...) auf deren noch verbleibende 9463 Verse wir unbändig gespannt sind. Mögen die beiden weiteren Teile rasch erscheinen.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Das Ergebnis von Hartmut Köhlers Neuübersetzung darf bravourös genannt werden. Endlich wird dadurch auch dem deutschen Leser ein frischer unverstellter Zugang zu Dante erlaubt. Bei Köhler wird die Sprache sinnlich und anschaulich. Wo Sinn und Sprache in den deutschen Übersetzungen bisher oft im Dunkeln blieben, strahlt nun alles im hellen Licht, wenn man die theologisch scholastische wie auch allegorische Deutung einmal beiseite lässt, die uns heute so fremd wie fern ist.
RBB Kulturradio – Kulturtermin Literatur
Wenn der Teufel tatsächlich ein Verführer ist, der es den Menschen leicht macht, ihm zu folgen, dann hat Hartmut Köhler in seiner Neuübersetzung (…) in seinem Sinn gearbeitet. Er hat auf die Reime Dantes verzichtet, den Text in heutiges Deutsch übersetzt, und so gleitet man geradezu unmerklich hinein in den Schlund der Unterwelt. (…) Die vielen Fußnoten sind eine weitere Stärke dieser Neuausgabe - so ist der Leser nicht nur im Jenseits unterwegs, sondern in der gesamten Kulturgeschichte.
Spiegel-Online
Der emeritierte Romanistikprofessor und preisgekrönte Übersetzer Hartmut Köhler hat jetzt den ersten von drei Bänden der 'Komödie' souverän in deutsche Prosa übertragen – ein Gewinn für Dantefreunde und solche, die es durch diese Übersetzung werden können.
WDR 3
Es handelt sich um eine kommentierte zweisprachige Ausgabe in einem schön gestalteten Band, der italienische Text links, die Übersetzung zeilengleich auf der rechten Seite, der Kommentar unten auf der gleichen Seite, vor allem aber: um eine Prosaübersetzung. Das ist im Falle der >Commedia< natürlich eine weitreichende Entscheidung, die Köhler u.a. damit begründet, dass der Reimzwang heutzutage allzu häufig Gezwungenes hervorbringe. Er dagegen übersetzt möglichst wortgetreu in ein schnörkelloses, zeitgenössisches Deutsch. (...)
In verständlicher Sprache, begleitet von informativen und nie weitschweifigen Kommentaren, begibt sich der Leser bei Köhler zusammen mit Vergil und Dante auf die große Jenseitsreise. (...)
Ob und inwiefern seine Übersetzung kanonischen Status erlangen wird, beispielsweise im Unterricht, wie er selbst ausdrücklich anstrebt, bleibt abzuwarten. Das Zeug dazu hätte sie.
Tages-Anzeiger
Und was nach dem Inferno noch kommt, sei es auch noch so gut wie hier in dieser neuen Ausgabe von Reclam übersetzt und kommentiert, das ist nur noch Wellnessurlaub.
Der Freitag
Hartmut Köhler hat den ersten Teil von Dantes Hauptwerk in eine elegante Prosa übertragen: Seine Übersetzung übt sich weder in falscher Unterwürfigkeit vor dem Original noch biedert sie sich dem Zeitgeist an – sie liest sich über weite Strecken sehr flüssig, sehr unverkrampft, gerade weil sie ein freies Verhältnis zur Vorlage hat.
(...) Und dass die kundigen, immer aufschlussreich und vergnüglich zu lesenden Kommentare nicht in einen kleingedruckten Anhang gequetscht sind, sondern auf der jeweiligen Seite stehen, ist auch ein großer Vorteil dieser Ausgabe. Man freut sich jetzt schon auf die beiden folgenden Teile dieser ‚Göttlichen Komödie’.
Berliner Zeitung
Ein Leseerlebnis dieser Art ist nicht alle Tage zu haben. Die kommentierte Neuübersetzung von Dante Alighieris "Göttlicher Komödie", deren erster die Hölle erkundender Teil nun vorliegt, ist ein spektakuläres Vergnügen.(...)die erfreulichste Überraschung dieser Reclam-Ausgabe ist der Funken sprühende Kommentar des Romanisten aus Trier. (...) Da brilliert Köhler nicht nur mit einer profunden Kenntnis der Florentiner Verhältnisse zu Dantes Lebenszeit um 1300, zudem des antiken Fundaments dieser 34 Gesänge und nicht zuletzt der überbordenden Sekundärliteratur. Auch unterhält der Herausgeber vorzüglich mit seiner Lust, den mittelalterlichen Großtext in Bezug zu Ereignissen der Neuzeit, ja, der Gegenwart zu setzen.
Kölner Stadt-Anzeiger
Köhlers Übersetzung zeichnet sich durch eine hohe Genauigkeit und Geschmeidigkeit aus, so dass die inhaltliche Komplexität der Gesänge getreu vermittelt wird. Da die Ausgabe zweisprachig ist, wandert der Blick leicht von der Übersetzung zum Original und wieder zurück. Anstelle von Illustrationen weist diese Ausgabe einen sehr hilfreichen editorischen Anhang auf, der den Leser über die biographischen, historischen, biblischen und allegorischen Bedeutungen rasch in Kenntnis setzt und zugleich Positionen und Fragen der Forschung referiert.
Bayern 2 Radio
Der Berliner Literaturwissenschaftler Hartmut Köhler vermittelt mit einer neuen Übersetzung (...) – und mit einer Fülle an Kommentaren, die als Fußnoten fast in die "Göttliche Komödie" fließen. Großartig. Niemand muss sich mehr vor dieser Hölle drücken. Fürchten muss man sie aber mehr denn je.
Kurier
Endlich gibt es eine deutsche Version dieses größten christlichen Meisterwerks der Weltliteratur, die keine Wünsche offen lässt. (...) Das größte Plus dieser Ausgabe: Man kann sie lesen, fast wie einen Roman, ohne das Gefühl zu haben, bloß einen modernistischen Abklatsch vor sich zu haben. (...) Köhlers umfassende Anmerkungen sind eine wahre Freude, informativ und spannend, aber kein Fachchinesisch.
Rheinische Post
Eine Neuübersetzung und ein ausführlicher Seitenkommentar, der den Leser, wie Vergil den Erzähler, durch die Hölle leitet.
SWR Bestenliste
Köhlers wohldurchdachte Edition bietet den zweisprachigen Text mit fortlaufenden Kommentar auf der gleichen Seite, so dass alles vor Augen ist. Die Wiedergabe in Prosa ist typographisch abgesetzt, den Terzinen des Originals entsprechend. (...) Methodische Breite und Weite des Blickes zeichnen den Kommentar aus. Im Vordergrund stehen naturgemäß die zahlreichen und vielfältigen Anmerkungen historischer Art, aber Köhler erläutert auch Erscheinungen von Dantes Sprache, weist auf bestimmte Themen der Dante-Forschung hin, gibt bibliographische Hinweise, bespricht Übersetzungsprobleme und nennt abweichende Lesarten, die unmittelbaren Einfluss auf den Übersetzungstext haben. (...) Manche Bemerkung und mancher Hinweis erinnern an glückliche Augenblicke in Seminaren, wenn Deutungen eines literarischen Textes im Gespräch zu den Grundfragen menschlicher Existenz führen, oft vermittelt durch Beispiele neuerer oder neuester Zeit. Diese durchgehend spürbare Wirkkraft lockt wie ein Köder in Dantes Werk hinein. Die 700 Jahre zeitliche Entfernung werden spielerisch überbrückt und durch die parallel dargebotene historisch-philologische Genauigkeit gleichzeitig ins Bewusstsein gehoben.
Italienisch. Zeitschrift für italienische Sprache und Literatur
Es gibt 60 Gesamtübersetzungen von Dantes „Commedia“ ins Deutsche. Aber nur fünf in Prosa. Die jüngste stammt vom Romanisten Hartmut Köhler. Und es ist wohltuend, seine Übertragung des aus dem 14. Jahrhundert stammenden Textes zu lesen. Zumal der italienische Text mit abgedruckt ist und Köhler auch noch einen profunden Kommentar verfasst hat, der sich als Fußnote durch die Ausgabe zieht.
Märkische Allgemeine Zeitung
Hartmut Köhler hat dieses grandiose Weltgedicht in eine wunderbare, flüssige Prosa übersetzt: klug, phantasievoll, verständlich und äußerst unterhaltend. (...) Die "Commedia" war und ist so modern wie jetzt ihre Übersetzung.
Was besonders hervorzuheben ist: der brillante Kommentar. Auch hier wurde Großes von Hartmut Köhler geleistet. Nichts bleibt unerklärt oder unkommentiert. (...) Ein Jahr hat Hartmut Köhler für diese Übersetzung gebraucht. Jeweils ein weiteres Jahr müssen wir auf "Il Purgatorio" und "Il Paradiso" warten. Zeit genug, sich mit der "Hölle" zu beschäftigen. Es lohnt sich.
Glarean Magazin – Online Kulturjournal
...das Buch der Bücher überhaupt.
Fabio Luisi, Chefdirigent der Wiener Symphoniker, in der Presse
Hartmut Köhlers gelehrter Kommentar ist nicht in den Anhang verbannt und auf diese Weise noch mehr ein getreuer Führer für den Leser wie es Vergil für Dante auf dessen Höllenfahrt ist. Man darf sich auf die Bände zwei und drei freuen, dann liegt das Meisterwerk in einer großartigen Edition komplett vor. Aber die faszinierende Lektüre kann ja jetzt schon beginnen. (...) Herausragend.
Journal Frankfurt
Hartmut Köhler, preisgekrönter Übersetzer, bietet im ersten von drei Bänden neben dem Originaltext eine hilfreiche, uneitle Prosafassung. Dazu kommentiert der Dantekenner die oft rätselhaften Berichte aus dem Höllentrichter so fesselnd, mit häufigen Blicken auf die Wirkungsgeschichte, dass seine Edition schon jetzt als ideale Leseausgabe gelten kann – natürlich auch dank der vorbildlichen Buchgestaltung.
Boersenblatt
Die Neuübersetzung lädt zur Wiederentdeckung der Göttlichen Komödie ein.
Die Furche – booklet
Die ungebrochene Bedeutung von Dantes Epos aus der Zeit der Frührenaissance unterstreichen zwei Neuauflagen, die – jede auf ihre Art – reizvoll sind. (...)
Hartmut Köhlers Prosaübertragung (...) wird, textkritisch betrachtet, Dantes Botschaft bisweilen besser gerecht, weil sich der Übersetzer nicht an die formalen Zwänge der Versform halten muss. Dass die an der Gegenwartssprache orientierte Übertragung für heutige Leser etwas einfacher zu lesen ist, versteht sich von selbst. Philologisch interessierte Leser werden auch Köhlers informative Zusatzerklärungen zu schätzen wissen.
Oberösterreichische Nachrichten
Es gibt 60 Gesamtübersetzungen von Dantes "Commedia" ins Deutsche. Aber nur fünf in Prosa. Die jüngste stammt vom Romanisten Hartmut Köhler. Und es ist wohltuend, seine Übertragung des aus dem 14. Jahrhundert stammenden Textes zu lesen. Zumal es sich um eine zweisprachige Ausgabe handelt, der italienische Text auf der gegenüberliegenden Seite mit abgedruckt ist, und Köhler auch noch einen umfassenden und sehr profunden Kommentar dazu verfasst hat, der sich als Fußnote durch die Ausgabe zieht und so gut zu handhaben ist.
Schweriner Volkszeitung
Hartmut Köhlers bravouröse Neuübersetzung, die endlich auch dem deutschen Leser einen frischen unverstellten Zugang zu Dante erlaubt. Mit Köhler wird Dante im Deutschen zu dem, was er in Italien ist: einem Helden der Volkskultur. Köhler liefert zudem einen so ausgezeichnet wie unterhaltsamen Kommentar, der nicht nur erklärt, sondern auch das Nachleben Dantes in der Literatur bis heute zeigt. (...) Dank Köhler entdecken wir diese ironisch komischen Seitenhiebe, selbst gegen den verehrten Führer Vergil. Köhler lässt sich mit wahrer Freude auch noch zu Überbietungen der Dante’schen Worterfindungen hinreißen. (...) Die im Stuttgarter Reclam Verlag erschienene Übersetzung von Hartmut Köhler liegt trotz der 562 Seiten gut in der Hand, ist schön anzuschauen und in Leinen gebunden, links das italienische Original, rechts die Übersetzung, unten die Kommentare bequem zu lesen oder leicht zu überspringen.
Saarländischer Rundfunk
Dantes Göttliche Komödie in der Reihe Reclam Bibliothek
Stimmig: Die Bücher der Reclam Bibliothek haben sich seit ihrem ersten Erscheinen einen fixen Platz in den Herzen der Buchconnaisseure erobert. Das liegt nicht nur an den markanten Umschlägen, obschon die charakteristische Gestaltung wirklich ins Auge sticht. Hier stimmt alles, vom Papier bis zur Typografie und vor allem natürlich der Inhalt. (...) Es erscheinen in der Bibliothek auch aufwendige Neuproduktionen, wie die zweisprachige Ausgabe der "Göttlichen Komödie" von Dante Alighieri in neuer Übersetzung mit einem wirklich ausführlichen Kommentar. Der erste Teil der Ausgabe "Inferno/ Hölle" wurde jüngst zum Buch des Monats gewählt und hat es auch auf die Bestenliste geschafft.
buchmedia magazin
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