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Roth, Joseph: Radetzkymarsch

Roth, Joseph: Radetzkymarsch. Roman

Hrsg.: Bellmann, Werner
Reclam Bibliothek. Leinen mit Schutzumschlag, Fadenheftung, Kapital- und Leseband. Format 12 x 19 cm. 538 S.

ISBN: 978-3-15-010752-2
EUR (D): 24,95 *
EUR (A) 25,70 / CHF 35,50

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»Aufstieg und Niedergang einer altösterreichischen Familie durch drei Generationen, die wunderbar verbunden sind mit Regierungsdauer, Glück und Ende Kaiser Franz Joseph des Ersten. Von der Schlacht von Solferino bis zum Weltkrieg schildert der Roman Glanz und Untergang des alten Österreich«, sohieß es auf dem Umschlag der Erstausgabe von 1932. Roths großer Roman begründete quasi über Nacht seinen weltliterarischen Ruf: In unnachahmlicher Weise zeichnet er ein behutsames Porträt jener vergangenen Epoche, das selbst den Schwächen und Fehlern der untergehenden Monarchie liebenswürdige Züge abgewinnt, dabei aber ebenso die Sinnlosigkeit und Erstarrtheit der nahezu vollständig am Militär ausgerichteten Gesellschaft aufzeigt. Endlich wird dieser Roman nun ohne die Entstellungen der späteren Drucke in seiner ursprünglichen Gestalt wieder zugänglich: Zusätzlich und ebenso zum ersten Mal hilft ein Kommentar dem Leser, historische Details und Hintergründe genauer zu verstehen.



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Inhaltsverzeichnis

Radetzkymarsch

Anhang
Zu dieser Ausgabe
     Der Erstdruck
     »Vorwort zu meinem Roman: ›Der Radetzky-Marsch‹« von Joseph Roth
     Die Edition des Romans innerhalb der Werkausgabe von 1989/91
     Zur vorliegenden Ausgabe
Anmerkungen
Literaturhinweise
Nachwort

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Autorinformation

Der Herausgeber:
Werner Bellmann ist Professor em. für Germanistik an der Universität Wuppertal.

Der Autor:
Joseph Roth, 2. 9. 1894 Brody (Galizien) – 27. 5. 1939 Paris.
Nach dem Besuch der jüdischen Gemeindeschule und des dt. Gymnasiums in Brody (1905–13) studierte der Sohn eines chassidischen Juden Germanistik und Philosophie in Lemberg und Wien. 1916–18 war er Soldat in Galizien und kehrte Ende 1918 nach Wien zurück. Er schrieb für Zeitungen in Wien, Berlin, Prag und Frankfurt; für das Feuilleton der Frankfurter Zeitung unternahm er verschiedene Reisen (Frankreich, Sowjetunion, Albanien, Italien, Polen). 1933 emigrierte er nach Paris, hielt sich aber auch längere Zeit in Amsterdam und Ostende auf. Nach einer Reihe von Zeitromanen im Umkreis der Neuen Sachlichkeit, beginnend mit dem 1923 nur als Zeitungsroman erschienenen Spinnennetz und mit Hotel Savoy, erzielte R. seinen literarischen Durchbruch mit Hiob, einem Roman der Heimatlosigkeit und der Glaubenskrise. R. erzählt vom Leben und von den Prüfungen Mendel Singers und von der sich allmählich auflösenden Welt des galizischen Judentums. Den Blick zurück teilt dieses Werk mit den folgenden Romanen Radetzkymarsch und Die Kapuzinergruft, die die Abwendung von der unmittelbaren Zeitgeschichte fortsetzen: Die Geschichte der Familie von Trotta von der Schlacht von Solferino (1859) bis zum »Anschluss« Österreichs an das Deutsche Reich wird zu einem von Melancholie geprägten Abgesang auf die Donaumonarchie. Zugleich stilisiert R. hier wie in späteren Erzählungen die alte Ordnung zu einem Gegenbild der herrschenden Barbarei.

In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (UB 17664.) – © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.

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Pressestimmen

Joseph Roth mischt alt-österreichische Familiensaga und Epochenporträt der sterbenden Donaumonarchie zur farbig funkelnden Verfallsgeschichte, grosser Lesestoff, unverzichtbar im europäischen Literaturkanon. Joseph Roth zu lesen, das heisst: zurück ins Habsburgerreich sinken, um im Vielvölkerstaat des alten Europas zu verstehen, was das neue Europa mentalitätsgeschichtlich eint – weit über den leidigen Euro hinaus.
Basler Zeitung

Diese Neuausgabe von Joseph Roths 'Radetzkymarsch' ist sehr zu loben, denn sie hat einen sorgfältigen Stellenkommentar, der längst Vergessenes aus der habsburgischen Sphäre erklärt, und vor allem basiert sie auf der Erstausgabe.
Mitteilungen der Theodor Fontane Gesellschaft

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