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Hinck, Walter: Gesang der Verbannten. Deutschsprachige Exillyrik von Ulrich von Hutten bis Bertolt Brecht
200 S. Geb. mit Schutzumschlag. Format 12,2 x 19,5 cmISBN: 978-3-15-010835-2
EUR (D): 26,95 *
EUR (A) 27,80 / CHF 36,90
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Inhaltsverzeichnis
VorwortI Der streitbare Humanist der Zeitenwende. Ulrich von Hutten im Exil
II Exillyrik im 19. Jahrhundert. Demokratische Opposition
1. Deutschland als Exilland für Verjagte
2. Der politische Proteus: Ferdinand Freiligrath
3. Der aus dem »Enthusiasmusdunst« heraustretende Revolutionär: Georg Herwegh
4. Der gespaltene Republikaner: Johann Gottfried Kinkel
5. Exkurs: Exilparabel? Das Antimärchen in Georg Büchners Woyzeck
III Weckrufe aus Paris. Heinrich Heine
1. Emigration oder Exil?
2. Paris und Deutschland-Nostalgie
3. Deutschland-Satire. Siegfrieds neue ›Mission‹
4. Das Zeitgedicht als Weckruf
5. Deutschland, die fromme Kinderstube
6. Schwarz-Rot-Gold
7. Wider die Geschichtsschreibung der Sieger
8. Das »Elend« des Exils
9. Das Pariser Exil als ›Glücksfall‹
10. Große Verskunst
IV Vom Hitler-Regime vertrieben
1. Exil oder Emigration?
2. Aufbruch ins Exil
3. Der Sonderfall »literarisches Ghetto«
4. Orte des Exils
5. Gebrochenes Heimweh
6. Deutschland-Gedichte
7. Leidensgeschichte und lyrisches Epitaph
8. »Das Wort gebricht« – »im Worte wohnen«
V »Öfter als die Schuhe die Länder wechselnd«. Bertolt Brecht
1. Verjagt mit gutem Grund?
2. Atemholen auf der Flucht
3. Der echolose Exilautor
4. Im kalifornischen Garten und in den
Produktionsstätten des Hollywood-Films
5. Deutschland-Gedichte und Heimkehr – Brechts Kontroverse mit Thomas Mann
6. Poetik und Exillyrik
7. Appell an unser Geschichtsbewusstsein: An die Nachgeborenen
VI Nachwort: Exilerfahrung als schöpferischer Antrieb
VII Bibliographische Hinweise und Anmerkungen
Pressestimmen
Sorgsam notiert der Interpret die bitteren Seiten, aber eben auch die Genugtuung, 'dass gerade der gewalttätige Versuch, unliebsame Autoren und Künstler zum Schweigen zu bringen, die Verbannten umso beredter machte'.Frankfurter Allgemeine Zeitung
In Gesang der Verbannten. Deutschsprachige Exillyrik von Ulrich von Hutten bis Bertolt Brecht greift er Themen und Motive auf, die ihn seit langem beschäftigen, und führt sie zusammen in einer kompakten, stoffreichen Untersuchung. Das Buch hat, damit den Gang der deutschen Geschichte exakt abbildend, zwei Schwerpunkte: die politische Lyrik der aus dem vor- und nachmärzlichen Deutschland vertriebenen Autoren (mit Heinrich Heine im Zentrum) und die der Emigranten aus dem Dritten Reich. Glanzpunkte sind immer wieder die knappen Gedichtinterpretationen, die die spezifische "Poetizität" dieser Exillyrik genauso wie die von Autor zu Autor verschiedenen Erfahrungen zeigen, die hier literarische Gestalt annahmen. Die Einzelanalysen sind aber stets auf eine reflektierende Gesamtschau bezogen, so dass das Buch letztlich zu einer Studie über die Existenzform "Exil" und "Emigration" schlechthin wird.
Kölner Stadt-Anzeiger
Ein zweifellos interessanter Band, den Walter Hinck herausgegeben hat: Sozusagen eine Geschichte der deutschsprachigen Exillyrik, von Ulrich von Hutten bis Bert Brecht.
Buchkultur
Vielschichtig. (...) Mit analytischer Schärfe. (...) Der Gesang der Verbannten bleibt eine spannungsgeladene Lektüre.
Matrix – Zeitschrift für Literatur und Kunst
*)
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