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Hoffmann-Axthelm, Dagmar: Robert Schumann. Eine musikalisch-psychologische Studie
2010Nachw.: Moser, Tilmann
Mit 9 Abb. und 5 Notenbeispielen
197 S.
ISBN: 978-3-15-020201-2
EUR (D): 9,95 *
EUR (A) 10,30 / CHF 14,90
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Inhaltsverzeichnis
Zeuge in eigener SacheAmbivalenz als Ausdruck früher Prägung
Kaufmann und Künstler: Der Vater
Bedürftigkeit und Dominanz: Die Mutter
Abschied und Willkommen: Die Papillons
Das Paar
»Suchen Sie sich eine Frau, die curirt sie gleich«
Clara und Friedrich Wieck
Idealisierungen und Abbrüche
Angst und Geborgenheit
Abhängigkeit und Selbstbehauptung
Machtkämpfe und Anpassung
Vereinzelung und Vereinsamung
Trennung im Geiste: Die alten, bösen Lieder
Musik und »Wahres Selbst«
Das Komponieren als Spiegel innerer Wahrheit
Musikalischer Selbstausdruck und »Wahres Selbst«
Die Integration des Divergierenden
Zwielicht
Die Polarisierung des Divergierenden
Im Schatten
Engel oder Dämon
Zum ersten Satz des Violinkonzerts d-Moll
Epilog: Das Thema in Es-Dur
Anmerkungen
Siglenverzeichnis
Literaturhinweise
Verzeichnis der Abbildungen und Notenbeispiele
Nachwort von Tilmann Moser:
Mit Kompetenz und Andacht
Pressestimmen
Mit liebevoller Behutsamkeit, aber auch mit wachem analytischem Blick der Musik zuhörend und den Texten nachfragend, hebt Dagmar Hoffmann-Axthelm die charakterlichen Prägungen hervor, die Schumanns Seelenleben seit seiner Kindheit beherrschten. (...) Hoffmann-Axthelm, und das macht ihren Essay noch immer zu einer der lesenswertesten Arbeiten über Schumann, zieht aber nicht nur Rückschlüsse vom Leben auf die Musik, sondern, umgekehrt, in einlässlichen Annäherungen etwa an das umstrittene späte Violinkonzert oder die an der Schwelle des Selbstzerfalls komponierten "Geistervariationen", auch von der Musik aufs Leben.opernwelt
Ein gewissenhaft, einfühlsam und gründlich aus vielen Quellen recherchiertes, aber auch – jenseits von fachwissenschaftlichem Psychologendeutsch – gut lesbares Buch für jeden Musikliebhaber. Dagmar Hoffmann-Axthelms Schumann-Buch ist vielleicht das wichtigste von den vielen Schumann-Büchern, die aus Anlass seines 200sten Geburtstages veröffentlich wurden. (...) Es ist nicht nur eine der differenziertesten Beschreibungen des Innenlebens des Komponisten, die man bisher lesen konnte, es liefert aus Sicht der Psychologie auch einen Schlüssel zum besseren Verständnis der Musik Schumanns. Wer dieses Buch gelesen hat, und es geht unter die Haut – hört die Musik Schumanns mit anderen Ohren als vorher.
SWR2, Sendung Musik Aktuell
Dagmar Hoffmann-Axthelms musikalisch-psychologische Studie denkt über Schumann einerseits nach wie über einen Künstler, andererseits immer auch wie über einen Patienten. Sie trennt beide Aspekte nie genau, sondern macht beide für ihre spezifische und überaus kenntnisreiche Reflexion fruchtbar.
Frankfurter Rundschau
(...) ein äußerst anregender Beitrag zum Schumann-Jahr.
Wiener Zeitung
Dagmar Hoffmann-Axthelm, die in der Schweiz lebende Autorin, vereinigt in sich zwei Ausbildungen, die Musikwissenschaftlerin und die Psychologin, und diese haben sich zusammen geschlossen, die "musikalisch-psychologische Studie" über Schumann liefern, die nun (als vermutlich erweiterte Neuauflage von 1994) als Reclam Taschenbuch vorliegt und für jeden Leser, der nur das geringste Interesse an Psychoanalyse hat, die denkbar spannendste Lektüre darstellt. ... Selbst wenn dies manchem Leser an Interpretation des Werks zu weit gehen sollte – die Analyse der Autorin, ein Leben aus den Erkenntnissen der Psychoanalyse zu beleuchten, ist faszinierend. Parallel dazu gibt es bei Reclam noch eines der "gelben Heftchen", in denen Artikel zur Musik gesammelt sind – er war ja auch ein großer Musikschriftsteller, der in der "Neuen Zeitschrift für Musik" sein Forum fand.
Der neue Merkur
Ein Kapitel „Das Paar“ hat die Ehe von Robert und Clara Schumann zum Inhalt. Hier gelingen der Autorin einfühlsame Porträts der Eltern, der Eheleute Robert und Clara wie auch von Claras Vater Friedrich Wieck. (...) Detailliert und nachvollziehbar schildert sie Schumanns Weg in die zunehmende Isolation, der für ihn in der Katastrophe des Selbstmordversuchs mündet. (...) Diese kenntnisreiche und einfühlsame psychoanalytische Studie basiert auf einem 1994 erstmals erschienenen Artikel, den die Autorin für diese Buchausgabe (197 Seiten) vollständig neu überarbeitet und auf den neuesten Stand der Forschung gebracht hat.
Das Liebhaberorchester
Auch wenn man manche Folgerung von Hoffmann-Axthelm, die Schumann in die Kategorie des von der Mutter „emotional missbrauchten Kindes“ einreiht und seine selbstzerstörerische Melancholie daraus ableiten will, für zu weit gehend und spekulativ hält, ist ihr Buch besonders durch die Verbindung von psychoanalytischen Erkenntnissen und musikwissenschaftlichen Ansätzen, wie sie z. B. bei den Geistesvariationen zum Tragen kommen, lesenswert.
das Orchester
Ein ungemein fesselndes Buch über die Relation des Künstlers zu seinem eigenen Körper, in dem der Konflikt zwischen Genie, Schöpfung und Normalität die Krise auslöst.
pizzicato
Ein anregend-origineller, vorzüglich dokumentierter Essay über die ambivalenten Beziehungen zwischen Robert Schumanns seelischer Verfassung und seinem Werk.
Musikhaus Doblinger – Musik zum Schenken
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