Artmann, H. C.:

Artmann, H. C.: "wer dichten kann ist dichtersmann"

Eine Auswahl aus dem Werk. Hrsg.: Weiss, Christina; Riha, Karl. 101 S.

ISBN: 978-3-15-008264-5
EUR (D): 3,00 *
EUR (A) 3,10 / CHF 4,90

300 dpi Cover





Inhaltsverzeichnis

Manifeste und Proklamationen - Biographie und Pose - Januskopf Prater usw. - Diarien und Itinarien - Maskeraden und Mythomanien - Verbarien und Inventionen

Autorinformation

H(ans) C(arl) Artmann, 12. 6. 1921 Wien – 4. 12. 2000 ebd.
Der Sohn eines Schuhmachermeisters aus dem Wiener Vorort Breitensee wurde nach Hauptschulabschluss und Schuhmacherlehre (begleitet vom autodidaktischen Studium exotischer Sprachen) 1940 zum Militär eingezogen und geriet 1945 in amerikanische Gefangenschaft. Ende des Jahres kehrte er nach Wien zurück und lebte von Gelegenheitsarbeiten und Arbeitslosenunterstützung. 1952 lernte er G. Rühm, K. Bayer und andere Autoren kennen, die die »Wiener Gruppe« bildeten. Nach 1958, dem Erscheinungsjahr seines erfolgreichen ersten Gedichtbandes, nahm A. nicht mehr an Gemeinschaftsarbeiten teil. 1961 zog er nach Stockholm; in den nächsten Jahren lebte er u. a. in Berlin, Malmö und Graz. 1972 ließ er sich in der Nähe von Salzburg nieder. 1997 erhielt er den Georg-Büchner-Preis. Die Sprachexperimente und Montagetechniken der »Wiener Gruppe« bilden den Hintergrund der frühen Lyrik A.s. Das gilt auch für die Dialektgedichte, bei denen sich die Entdeckung der sprachlichen Reize des Dialekts der Vorstadt mit Elementen des Surrealismus und der ›schwarzen Romantik‹ verbindet. Auch sein umfangreiches nicht dialektgebundenes Werk – Lyrik, Prosa, Theatertexte – hat seinen Ausgangspunkt in der Sprachphantasie des Autors, seiner Lust an Maskerade und Rollenspiel. Auf diese Weise gelingt ihm in höchst einfallsreicher und artifizieller Weise die Anverwandlung unterschiedlichster Genres von der Troubadourdichtung über den Schelmenroman und die Barockepigrammatik bis hin zu den verschiedenen Ausprägungen des Trivialromans und der Welt der Comics.

In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (UB 17664.) – © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.

Pressestimmen

Sozusagen eine Artmann-Essenz, The Essential H. C., und zugleich Reclam at its best: das Brevier eines (inzwischen) Klassikers, auch als hinreißender Dramatiker erst wieder zu entdecken, und das zu einem solchen Spottpreis, dass man sich nicht mehr achten könnte, griffe man da nicht zu...
Süddeutsche Zeitung

Eine rundum Vergnügen verheißende Auswahl aus Artmanns Werk (...)
Frankfurter Allgemeine Zeitung


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