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Geßner, Salomon: IdyllenISBN: 978-3-15-009431-0 |
Autorinformation
Salomon Gessner, 1. 4. 1730 Zürich – 2. 3. 1788 ebd.
Der einzige Sohn einer wohlhabenden Verlegerfamilie begann 1749 eine Lehre in einer Berliner Verlagsbuchhandlung, kehrte jedoch bereits 1750 nach Zürich zurück, arbeitete im väterlichen Verlag mit und verfolgte zugleich seine malerischen und literarischen Interessen. Er fand Anschluss an J. J. Bodmer und J. J. Breitinger und war mit E. v. Kleist und C. M. Wieland befreundet. 1761 heiratete er die Verlegertochter Judith Heidegger und wurde Teilhaber im Verlag Orell, Gessner u. Comp.; daneben war er seit 1763 Teilhaber einer Porzellanfabrik und seit 1765 in verschiedenen Funktionen Mitglied der Züricher Stadtregierung (1765 Mitglied des Großen Rats, 1767 des Kleinen Rats u. a.). Sein literarisches Werk, im eigenen Verlag erschienen, entstand im Wesentlichen in dem Jahrzehnt nach seiner Rückkehr aus Berlin. Europäische Berühmtheit erlangte er durch seine Idyllen, das sind kurze dialogische, beschreibende oder erzählende Genreszenen aus einer als Gegenbild zur zeitgenössischen Wirklichkeit konzipierten Schäferwelt, deren sanft bewegte, lyrische Prosa der beschworenen Harmonie zwischen Natur und Mensch entspricht. Neben den idyllischen Dichtungen, zu denen auch der kleine Roman Daphnis und Schäferspiele zählen, stehen ein biblisches Prosaepos und Erzählungen. Zu den herausragenden Produktionen seines Verlags gehören die gemeinsam mit Wieland herausgegebenen Theatralischen Werke Shakespeares (1762–66). Am 12. 1. 1768 erschien hier auch die erste Nummer der Zürcher Zeitung, heute Neue Zürcher Zeitung.
In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (UB 17664.) – © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.
Salomon Gessner, 1. 4. 1730 Zürich – 2. 3. 1788 ebd.
Der einzige Sohn einer wohlhabenden Verlegerfamilie begann 1749 eine Lehre in einer Berliner Verlagsbuchhandlung, kehrte jedoch bereits 1750 nach Zürich zurück, arbeitete im väterlichen Verlag mit und verfolgte zugleich seine malerischen und literarischen Interessen. Er fand Anschluss an J. J. Bodmer und J. J. Breitinger und war mit E. v. Kleist und C. M. Wieland befreundet. 1761 heiratete er die Verlegertochter Judith Heidegger und wurde Teilhaber im Verlag Orell, Gessner u. Comp.; daneben war er seit 1763 Teilhaber einer Porzellanfabrik und seit 1765 in verschiedenen Funktionen Mitglied der Züricher Stadtregierung (1765 Mitglied des Großen Rats, 1767 des Kleinen Rats u. a.). Sein literarisches Werk, im eigenen Verlag erschienen, entstand im Wesentlichen in dem Jahrzehnt nach seiner Rückkehr aus Berlin. Europäische Berühmtheit erlangte er durch seine Idyllen, das sind kurze dialogische, beschreibende oder erzählende Genreszenen aus einer als Gegenbild zur zeitgenössischen Wirklichkeit konzipierten Schäferwelt, deren sanft bewegte, lyrische Prosa der beschworenen Harmonie zwischen Natur und Mensch entspricht. Neben den idyllischen Dichtungen, zu denen auch der kleine Roman Daphnis und Schäferspiele zählen, stehen ein biblisches Prosaepos und Erzählungen. Zu den herausragenden Produktionen seines Verlags gehören die gemeinsam mit Wieland herausgegebenen Theatralischen Werke Shakespeares (1762–66). Am 12. 1. 1768 erschien hier auch die erste Nummer der Zürcher Zeitung, heute Neue Zürcher Zeitung.
In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (UB 17664.) – © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.
Pressestimmen
Voss hat sich mit Erfolg erheblich Mühe gemacht, einen sinnvollen und lesbaren Variantenapparat zu den Idyllen zusammenzustellen, der ein sehr plastisches Bild von Geßners Bemühungen gibt, bei jeder neuen Auflage seine Prosa noch intensiver, noch schwingender zu rhythmisieren.
Die Zeit
Dieses bequem in die Tasche zu steckende Reclamheft (...) kann sich stolz "Kritische Ausgabe" nennen, und der Herausgeber E. Theodor Voss liefert in einem Anhang, der rund ein Drittel des Ganzen füllt, gewissenhaft einen Editionsbericht, Zeittafel, Bibliographie - kurz, alles, was man braucht, wenn man sich nicht bloß genießend, sondern studierend und forschend in Salomon Geßners Idyllen-Welt begibt.
Süddeutsche Zeitung
Voss hat sich mit Erfolg erheblich Mühe gemacht, einen sinnvollen und lesbaren Variantenapparat zu den Idyllen zusammenzustellen, der ein sehr plastisches Bild von Geßners Bemühungen gibt, bei jeder neuen Auflage seine Prosa noch intensiver, noch schwingender zu rhythmisieren.
Die Zeit
Dieses bequem in die Tasche zu steckende Reclamheft (...) kann sich stolz "Kritische Ausgabe" nennen, und der Herausgeber E. Theodor Voss liefert in einem Anhang, der rund ein Drittel des Ganzen füllt, gewissenhaft einen Editionsbericht, Zeittafel, Bibliographie - kurz, alles, was man braucht, wenn man sich nicht bloß genießend, sondern studierend und forschend in Salomon Geßners Idyllen-Welt begibt.
Süddeutsche Zeitung
