Göttert, Karl-Heinz: Die Ritter

Göttert, Karl-Heinz: Die Ritter

2011
298 S. 85 Abb.

ISBN: 978-3-15-010807-9
EUR (D): 22,95 *
EUR (A) 23,60 / CHF 32,90

300 dpi Cover




Das weitaus populärste Relikt aus dem Mittelalter ist und bleibt der Ritter. Jeder Junge wollte mal Ritter werden und hat dann Ritter gespielt, jedes Mädchen hat sich gefragt, ob Ritterin zu sein nicht attraktiver wäre als Burgfräulein. Aber hat es die Ritter wirklich gegeben? War das Mittelalter so, wie wir es in Kindertagen träumten? Ritter zu werden, Ritter zu sein, das war immer, auch im hohen und späten Mittelalter, eine schöne Phantasie, ein Spiel. Gespielt haben es zuerst adelige Krieger, die es sich leisten konnten und die aus diesem Spiel die Demonstration ihres Anspruchs auf Selbstbestimmung, Macht und gesellschaftlichen Rang entwickelten: Pferde, Waffen, Burgen und all das als Statussymbole einer aufstrebenden Männergruppe. Das Spiel behielt seine unschönen Seiten in der rauhen Wirklichkeit, aber es entwickelte auch eine verfeinerte Kultur: Freiheit, Großzügigkeit, Vornehmheit, Maß und Eleganz kamen durch sie in Mode. Diesen phantastischen, fiktiven und manchmal ideologischen Charakter des mittelalterlichen Rittertums nimmt Karl-Heinz Göttert in seiner farbenreichen und unterhaltsamen Gesamtdarstellung aus historischer Perspektive erstmals in den Blick.


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Inhaltsverzeichnis

Vorbemerkung

1 Erste Orientierung
2 Das Wort Ritter
3 Der Reitersoldat
4 Gottesfrieden und Kreuzzüge
5 Tempelritter
6 Kämpfe in Übersee
7 Kreuzzugsdichtung
8 Schwertleite bei den Chronisten
9 Schwertleite in der Literatur
10 Die Ritterlehre der Frau vom See
11 Turniere bei den Chronisten
12 Buhurt und Tafelrundenturnier
13 Turniere in der Literatur
14 Fahrende Ritter
15 Minneritter
16 Rittertum in der Stauferzeit
17 Die Ritterschlacht bei Worringen
18 Krieg und Fehde in der Literatur
19 Das Problem der Gewalt in der Literatur
20 Der komische Ritter
21 Antike Wurzeln höfischen Benehmens
22 Hofkritik in der lateinischen Didaktik
23 Hofkritik in der deutschen Didaktik
24 Höfische Freude in der Literatur
25 Höfische Krisen in der Literatur
26 Der ideale Hofmann Tristan
27 Die große Wende im 14. Jahrhundert
28 Kritik am Rittertum in der Literatur
29 Wappen, Herolde, Heroldsdichtung
30 Johannes Rothe
31 Weltliche Ritterorden
32 Adelsgesellschaften
33 Maximilian, der »letzte Ritter«
34 Raubrittertum und Reichsritterschaft
35 Fortleben in der Literatur
36 Epilog


Literaturverzeichnis
Abbildungsnachweis



Autorinformation

Karl-Heinz Göttert ist Germanistikprofessor an der Universität Köln. Der Schwerpunkt seiner Forschungen liegt im Bereich der Kulturgeschichte.

Pressestimmen

Göttert schreibt anschaulich, unterhaltsam und detailfreudig.
Deutschlandradio Kultur

Lebendig.
Buchkultur

Der Band liest sich unterhaltsam und ist auch für Laien gut verständlich.
EKZ Service für Bibliotheken

Ein lehrreiches Buch, das noch dazu auch unterhaltsam geschrieben ist.
Landeszeitung für die Lüneburger Heide

Eine packende, perspektivenreiche Korrektur!
BuchSzene

Flüssig [zu] lesen.
Sonic Seducer

Detailreich und kundig.
Westdeutsche Allgemeine

Lesenswert!
Lions International

Für ein breites Publikum ist es sehr gut geeignet.
H-Soz-u-Kult

Lebendige Gesamtdarstellung.
Der Neue Tag, Oberpfälzischer Kurier Weiden

Seine Arbeit [besticht] durch sprachliche Brillanz, fachliche Kompetenz und v.a. eine elegante Werk-Tektonik.
Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur


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