Fuhrmann, Manfred: Bildung. Europas kulturelle Identität
111 S.ISBN: 978-3-15-018182-9
EUR (D): 2,60 *
EUR (A) 2,70 / CHF 3,90
Pressestimmen
Manfred Fuhrmanns kleinen Traktat über Bildung hat man schneller gelesen als einen Videorecorder programmiert. Das kurze, glasklare und vorwiegend pathosfreie Reclam-Heft belohnt eine so geringfügige Mühe mit der Übersicht über eine anderthalb Jahrtausende währende Geschichte des Lernens, Lesens und des Kunstgenusses in Europa. ... zugänglich und human ist Fuhrmanns kleines großes Buch. Es ist, was Gebildete im Idealfall sind: vernünftig.Gustav Seibt in der "Süddeutschen Zeitung"
Welche Schule brauchen wir? Was ist Bildung? Es ist vielleicht das größte Verdienst dieser kleinen Schrift von Manfred Fuhrmann, dass sie auf solche Fragen ebenso entschieden wie klar antwortet, und es mag sein, dass die Klarheit mit Fuhrmanns Profession zu tun hat: Er ist Altphilologe und ein hervorragender Interpret jener Antike, die als das Muster klaren Denkens galt und lange Zeit die Bildungsidee des deutschen Gymnasiums bestimmt hat.
Ulrich Greiner in der "Zeit"
Der Reclam-Bestseller – klein, gelb und phantastisch – ist derzeit heimliche Pflichtlektüre bei Lehrern und Beamten der Kultusministerien.
Focus
Der emeritierte Konstanzer Altphilologe spürt in dem Reclam-Bändchen Bildung. Europas kulturelle Identität vergangenen humanistische Bildungsidealen nach, die als gemeinsame geistige Grundlage Europa zusammenhielten. Ein wehmütiges, ungemein nachdenkliches Buch.....
Rheinpfalz
Der Rezensent gesteht gern, dass ihm bei der Lektüre des Buches vor Freude das Herz im Leibe hüpfte wie einst das Kind im Bauche der Elisabeth. Ja, verlieren wir nicht den Mut zum Anachronismus, der bekanntlich das produktivste Element der Geistesgeschichte ist! Also doch "Bildung für die Zukunft"? Natürlich; denn es pflegt, wie es Fuhrmann einschärft, derjenige, der keine Vergangenheit hat, auch keine Zukunft zu haben.
Forschung und Lehre
So viel Besserwisserei war in Sachen Bildung nie. Kaum hatte die Pisa-Studie die mangelhaften Leistungen des deutschen Schulwesens publik gemacht, schnellten die Zeigefinger der Experten in die Höhe. Plötzlich meinte jeder zu wissen, wo es im Unterricht haperte und welche Nachhilfe den Lehrern Not tat. In dem schon fast hysterischen Stimmen- und Meinungsgewirr fällt die ruhige Tonlage des Latinisten Manfred Fuhrmann angenehm auf. Produzierte Pisa eine Vielzahl methodischer Schnellschüsse, so betonte Fuhrmann die "longue durée" von Bildung und gibt der aktuellen Debatte eine historische Grundlage. Bildung ist nichts weniger als "Europas kulturelle Identität". ... Der emeritierte Konstanzer Altphilologe ist zu sehr Stoiker, als dass er über den Untergang des Abendlandes lamentieren würde. Lieber wirbt er für die Geisteswissenschaften als "unentbehrliches Element unserer Zivilisation", wobei er nicht zuletzt die Wirkungsgeschichte der Bibel in Literatur und Bildender Kunst als "eines der Fundamente der kulturellen Einheit Europas" zu rehabilitieren versucht. Fuhrmann gelingt es in einem schmalen Reclam-Bändchen das lebendig zu machen, was einst Glanz und Größe Europas ausmachte: eine gewisse Idee von Bildung.
Rheinischer Merkur
Manfred Fuhrmann scheut keine Polarisierungen, um das zu retten, was in seinen Augen für immer zu versinken droht: das kulturelle Erbe der Antike, also nicht weniger als der "Goldgrund von Europas kultureller Identität". Und Fuhrmann hat in dieser Tiefe wie kaum ein anderer geschürft und Schätze zu Tage gefördert: Generationen von Studenten haben Latein, Griechisch und Rhetorik bei ihm gehört und seine Cicero-Übersetzungen memoriert. Aber vor allem verkörpert Fuhrmann eine Spezies, die nach seinen eigenen Thesen vom Aussterben bedroht ist: den Gelehrten.
Als Gelehrter meldet er sich auch in der aktuellen Bildungsdiskussion zu Wort: Mit einem Buch, das einem Pamphlet gleicht; einer brillanten Kampfschrift für die Rückbesinnung auf Tradition und Kulturerbe: Viel sei von Bildung die Rede, aber wenig von ihren Inhalten, meint Fuhrmann. Die Bildung braucht Inhalte. Und Fuhrmann benennt sie: die humanistischen und christlichen Traditionen; kein Europa ohne Rom, Athen und Jerusalem. Und wer diese Bildung vermitteln will, muss sich auch zu einem Bildungskanon bekennen.
Nürnberger Zeitung
Erfreulich und ein großer Gewinn ist es, daß Manfred Fuhrmanns kleine Schrift dank der Veröffentlichung in Reclams Universal-Bibliothek noch leichter zugänglich ist, als es vor einem Menschenalter die an Rang vergleichbare Analyse war, die Karl Jaspers in der Sammlung Göschen unter dem Titel "Die geistige Situation der Zeit" vorlegte.
Lutherische Beiträge
*)
Die Bezahlung bei Buchbestellungen erfolgt per Rechnung. Bei Erstbestellungen aus dem Ausland behält sich die Stein'sche Buchhandlung Vorauskasse vor.
Versandkosten:
Die Portokosten an alle Postanschriften in der Bundesrepublik Deutschland belaufen sich auf 2,50 €. Ab einem Bestellwert über 25,00 € erfolgt die Lieferung an Postanschriften in der Bundesrepublik Deutschland versandkostenfrei.
Bei Lieferung in alle anderen EU-Länder berechnet die A. Stein'sche Buchhandlung die anfallenden Versandkosten: Bis 2 kg = € 6,50; darüber gemäß den Staffelpreisen der Deutschen Post/DHL. In alle anderen Länder außerhalb der EU betragen die Versandkosten: Bis 2 kg = € 12,50; darüber hinaus gemäß den Staffelpreisen der Deutschen Post/DHL. Bei Lieferung in die Schweiz sowie das übrige Ausland übernimmt der Käufer eventuell anfallende Steuern und Zölle.
Bei unterschiedlicher Lieferungs- und Rechnungsadresse berechnet die A. Stein'sche Buchhandlung € 2,50 Bearbeitungsgebühr.
