Deuser, Hermann: Die zehn Gebote
Kleine Einführung in die theologische Ethik. 179 S.ISBN: 978-3-15-018233-8
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Autorinformation
Hermann Deuser, Jahrgang 1946, studierte Evangelische Theologie, Germanistik und Philosophie in Frankfurt am Main, Marburg und Tübingen. Promotion zum Dr. theol. (1973) und Habilitation (1978) für Systematische Theologie an der Universität Tübingen. Professor für Evangelische Theologie an der Bergischen Universität Wuppertal (1981– 1993), Forschungssemester an der Boston University, School of Theology (1990/91); Universitätsprofessor für Systematische Theologie an der Universität Gießen (1993–1997), seit 1997 für Systematische Theologie und Religionsphilosophie an der Universität Frankfurt am Main. Mitherausgeber der Kierkegaard Studies. Yearbook und Monograph Series (1996 ff.), Mitbegründer des Instituts für Religionsphilosophische Forschung der Universität Frankfurt am Main. Buchveröffentlichungen: Sören Kierkegaard (1974), Dialektische Theologie (1980), Kierkegaard: Die Philosophie des religiösen Schriftstellers (1985), Gott: Geist und Natur (1993), Kleine Einführung in die Systematische Theologie (1999); Herausgeber von: Charles S. Peirce: Religionsphilosophische Schriften ([1995] 2000).Pressestimmen
Du sollst den Namen deines Gottes nicht unnützlich führen. Du sollst nicht ehebrechen. Du sollst nicht töten...Die Weisungen der Zehn Gebote klingen für moderne Menschen teils antiquiert, teils überholt, teils banal. Einerseits verstört die radikale Unbedingtheit dieser Sätze. Andererseits brauchen Normen wie das Tötungs- oder Diebstahlverbot ohnehin – und in säkularen Gesellschaften erst recht – keine göttliche Bekräftigung. Dennoch unternimmt Hermann Deuser den Versuch, die Bedeutung dieser uralten ethischen Regeln für aktuelle Debatten zu erhellen. Der Frankfurter Theologieprofessor tut dies mit dem Instrumentarium des Wissenschaftlers und auf dem hohen Abstraktionsniveau von Philosophen. Deuser will dabei nicht missionieren, sondern nüchtern argumentieren. Historisch-kritisch seziert er die Texte, trennt somit Älteres von Jüngerem und damit Ewiggültiges und nur Zeitbedingtes. Auf diese Weise gelingt dem Autor leicht der Brückenschlag zur Gegenwart. Das Elterngebot kann so zum Beitrag in der Debatte über die Generationengerechtigkeit werden oder das Feiertagsgebot etwas zur Kommerzialisierung der Gesellschaft sagen. Man findet in dem kleinen Buch zahlreiche Anregungen, sich mit unseren kulturellen Wurzeln auseinander zu setzten.Stuttgarter Zeitung
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