Übersicht über aktuelle Veranstaltungen
26.10.2026 18:30 Uhr Kulturwerkstatt Auf AEG Nürnberg
NUEJAZZ Festival 2026
Man kann ein Instrument spielen, und man kann ein Instrument beherrschen. Oder man kann Miles Davis sein, der mit seiner Trompete nebenbei den Jazz mehrmals umbaute. Von der Eleganz des Cool Jazz zu den elektrischen Klangwelten von „Bitches Brew“ oder dem futuristischen „Tutu“: Stillstand war für ihn nie eine Option. Lieber riskierte Miles den nächsten Irrtum als die Wiederholung des letzten Erfolgs runterzuspulen. Doch so sehr er weltweit gefeiert wurde – rassistische Diskriminierung blieb lebenslang seine bestimmende Grunderfahrung. Die Wut darüber wurde Teil seiner Legende und prägte auch seine komplexe Persönlichkeit. So schilderte er es selbst. Aber wer war der Mensch hinter dem Mythos?
Der Hamburger Kulturjournalist Stefan Hentz versucht sich an einer Antwort und stellt mit „Miles Davis – Sound eines Lebens“ eine neue Biografie vor. Bei dieser besonderen Lesung erzählt er aber nicht einfach aus dem Leben einer Legende, er verbindet Geschichten, Hintergründe und überraschende Fundstücke mit Live-Musik. Begleitet von Marco Kühnl am Bass – feste Größe der Nürnberger Jazzszene und Mitbegründer des NUEJAZZ – sowie der jungen Saxofonistin Estelle Dupont, die als Mitglied des Bundesjazzorchesters zu den interessanten Nachwuchsstimmen des deutschen Jazz gehört. Gemeinsam spannen sie einen vielschichtigen musikalischen Bogen – ganz im Sinne eines Musikers, der nie lange dort blieb, wo ihn alle vermuteten.
Eintritt frei.
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.
29.10.2026 19:00 Uhr
Das neue Schweigen um alte Männerbilder
Destruktiver männlicher Zorn, Machtphantasien und Frauenhass scheinen die Welt zu bestimmen. Wütende autoritäre Politik wird nicht nur überproportional von Männern betrieben, sondern auch überproportional von Männern gewählt. Die Journalistin und Politikwissenschaftlerin Eva Ladipo analysiert in ihrem Buch “Not am Mann” was passiert, wenn Männer sich in den Narrativen von Popkultur, Politik und Medien nicht mehr wiederfinden. Es entsteht ein Vakuum für rechte Influencer, toxische Männerforen und autoritäre Vorbilder.Müssen Jungen und Männer - wieder? - das Gefühl bekommen, gesehen zu werden? Und wie könnte es gelingen?
Eintritt frei.
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04.11.2026 18:00 Uhr Stadtbibliothek Guben
Wie die Literatur der DDR verschwand
Als die DDR unterging, kam es fast über Nacht zur Demontage der gesamten ostdeutschen Literatur. Millionen Bücher wurden vernichtet, Verlage und Betriebe für wenige D-Mark veräußert, Bibliotheken geschlossen. Die Bewertung des schriftstellerischen Schaffens erfolgte nicht nach ästhetischen Maßstäben, sondern nach ideologischen. Autorinnen und Autoren wurden pauschal als »staatsnah« oder »-fern« eingeteilt und aus dem kollektiven Gedächtnis verbannt. Das hatte traumatische Folgen, nicht nur für die Diffamierten.
Carsten Gansel zeigt exemplarisch, warum der Westen im Osten bis heute als dominant und übergriffig empfunden wird. Er wirbt für einen anderen Blick auf die DDR-Literatur und die Ostdeutschen, inklusive einer Rehabilitierung.
06.11.2026 18:30 Uhr Stadthallte Hohen Neudorf
Wie die Literatur der DDR verschwand
Als die DDR unterging, kam es fast über Nacht zur Demontage der gesamten ostdeutschen Literatur. Millionen Bücher wurden vernichtet, Verlage und Betriebe für wenige D-Mark veräußert, Bibliotheken geschlossen. Die Bewertung des schriftstellerischen Schaffens erfolgte nicht nach ästhetischen Maßstäben, sondern nach ideologischen. Autorinnen und Autoren wurden pauschal als »staatsnah« oder »-fern« eingeteilt und aus dem kollektiven Gedächtnis verbannt. Das hatte traumatische Folgen, nicht nur für die Diffamierten.
Carsten Gansel zeigt exemplarisch, warum der Westen im Osten bis heute als dominant und übergriffig empfunden wird. Er wirbt für einen anderen Blick auf die DDR-Literatur und die Ostdeutschen, inklusive einer Rehabilitierung.
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07.11.2026 19:00 Uhr Kirchzartener Bücherstube
Wein und Sein
Von edlen Tropfen und billigem Fusel, der hohen Kunst der Kennerschaft und den Hindernissen zur Gaumenfreude: Mit feinem Witz und einem gewohnt sicheren Gespür für das Genussvolle feiert Peter Gaymann in seinen Weingedichten alles, was zwischen Rebstock und dem Duett der Gläser liegt. Ob Chardonnay oder Chianti, Weinseligkeit oder Katerstimmung – begleitet von seinen Cartoons wird jedes Gedicht zu einem liebevollen Augenzwinkern. Ein herrlich humorvoller Weinführer, der Kennern wie Genießern ein Lächeln auf die Lippen zaubern wird.
12.11.2026 19:30 Uhr Buchhandlung Kape Velbert-Langenberg
Die LGBTQIA*-Bewegung und ihren Kampf für Gleichberechtigung
Queer bedeutet Vielfalt: Queere Menschen haben unterschiedliche sexuelle Orientierungen und Geschlechtsidentitäten, queer ist alles, was Kategorien sprengt und Heteronormativität in Frage stellt.
Die Journalistin Norma Schneider führt ein in all things queer, erzählt von queerer Identität und Community, macht neugierig auf Queer Theory und Queer Culture und beschreibt den bis heute andauernden Kampf für Gleichstellung und gegen Queerfeindlichkeit.
Eintritt: € 18,-
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15.11.2026 11:00 Uhr VHS Essen
Das neue Schweigen um alte Männerbilder
Was passiert, wenn eine Gesellschaft aufhört, Männern Geschichten zu erzählen, in denen sie sich wiederfinden können? Not am Mann analysiert mit Schärfe und Empathie, wie Popkultur, Politik und Medien ein Vakuum hinterlassen haben, das rechte Influencer, toxische Männerforen und autoritäre Rollenvorbilder wie Trump oder Musk füllen. Zwischen Kinoleinwand und Kommentarspalten, zwischen #MeToo und der AfD wird deutlich: Wer über Männlichkeit nicht spricht, überlässt das Feld denen, die sie am liebsten in Machtfantasien und Frauenhass konservieren möchten.
Ein Buch über Männlichkeit im Umbruch, über gefährliche Sehnsüchte – und darüber, wie wir Jungen und Männern wieder das Gefühl geben können, gesehen zu werden.
Moderation: Nikolaos Georgakis
Eintritt kostenlos.
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18.11.2026 19:00 Uhr VHS Münster
400. Geburtstag der Königin Kristina von Schweden
Sie war Königstochter, Philosophin, Theatergründerin, Exilantin – und eine der eigenwilligsten Persönlichkeiten ihrer Epoche. Kristina von Schweden (1626–1689) regierte ein mächtiges Königreich, dankte freiwillig ab, konvertierte zum Katholizismus und begann ein neues Leben im Zentrum der römischen Barockwelt.
Vor dem 400. Geburtstag der „Königin ohne Land“ im Dezember 2026 erscheint Jutta Jacobis neue Biographie im Reclam-Verlag. Im Gespräch mit der Autorin ist die Geschichte einer Frau zu entdecken, die uns in ihrer Unruhe, ihrem Bedürfnis nach Aufmerksamkeit, ihrer Freiheitsliebe, Kreativität und Ich-Bezogenheit, vor allem aber in dem ständigen Bestreben, das Leben ausschließlich nach eigenen Maßstäben zu gestalten, einen Spiegel vorhält.
Eintritt: € 12,50 (Regulär) / € 10,- (Ermäßigt)
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19.11.2026 20:00 Uhr Mausoleum Offenbach Rumpenheim
Brillanter Trompeter, Boxer und Jazzlegende
Er ist eine der größten Musikerpersönlichkeiten, seine Silhouette eine Ikone: Miles Davis war eine Naturgewalt, ein Virtuose der Wandlungen, der den Jazz mehrfach neu erfand. Er verband künstlerische Integrität mit Sensibilität und verschob die Grenzen des Jazz – von Birth of the Cool bis Bitches Brew und weit darüber hinaus. Sein Album Kind of Blue gilt vielen als die beste Jazz-Platte aller Zeiten. Weltweit erfolgreich, blieben rassistische Diskriminierung und die daraus resultierende Wut prägend für seine Persönlichkeit.
Dem Wissen und dem Reichtum an Farben, den Stefan Hentz bei seinen Recherchen zu Tage gefördert hat, versucht er nun bei seinen Buchvorstellungen live im Zusammenklang mit Musikern, in einem flexiblen Gewebe aus gesprochenem Wort und live gespielter Musik auf der Bühne nachvollziehbar zu machen. Getreu der Maxime: wer Miles Davis ehren will, darf ihn nicht kopieren, hat der Autor ein exquisites Trio zusammengestellt, in dem der im Rodgau groß gewordene und nicht nur im Rhein-Main-Gebiet bestens bekannte Gitarrist Ali Neander auf zwei der aufregendsten Musiker der deutschen Jazzszene trifft, auf den Pianisten, Komponisten und Leiter der Jazzabteilung an der Universität Mainz, Sebastian Sternal, und den Kölner Schlagzeuger und Hochschulprofessor Jonas Burgwinkel.
Eintritt: € 22,- (Regulär) / € 20,- (Ermäßigt)
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27.11.2026 16:30 Uhr Messe Wien
Telmo Pievani auf der Buch Wien
Die Unvollkommenheit ist nicht unser Mangel, sondern unser größtes Geschenk. Der renommierte Philosoph und Evolutionsbiologe Telmo Pievani zeigt in seiner brillanten Naturgeschichte, wie viel auch wir ›Fehlern‹ verdanken. Er deutet dabei scheinbare Mängel in faszinierende Fenster zur Evolution um – von den ersten zufälligen Zusammenstößen von Atomen, dem kosmischen Billiard der Planeten, den Fehlern bei Mutationen oder der Reduplikation der DNA bis zur schlecht angelegten Computertastatur.
Ein Plädoyer für die Schönheit des Unvollendeten – wissenschaftlich erhellend und gleichzeitig zutiefst menschlich.