Shakespeare, William: Macbeth

Shakespeare, William: Macbeth

Übers.: Tieck, Dorothea. Hrsg.: Klose, Dietrich
112 S.
ISBN: 978-3-15-000017-5
3,00 €

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»Macbeth« ist das kürzeste Stück Shakespeares und durch seine Figuren und Handlung besonders zugänglich: Macbeth ist ein tapferer Held, der durch eigenen Ehrgeiz und die Manipulationen seiner Frau dem Verbrechen verfällt, sich zum mehrfachen Mörder wandelt und schließlich von einer Allianz der Rechtschaffenen zum gerechten Fall gebracht wird. Das Stück macht die Versuchungen der Macht und ihre unentrinnbare Logik nachvollziehbar und zeigt drastisch ihre fatalen Folgen.

Die sogenannte Schlegel-Tieck-Übersetzung, zu der August Wilhelm Schlegel und - unter Mitübersetzer- und Herausgeberschaft von Ludwig Tieck - auch Dorothea Tieck und Wolf Heinrich Graf Baudissin beigetragen haben, ist im Laufe des 19. Jahrhunderts zu einem eigenständigen deutschen Klassiker geworden. Indem sich die Übersetzer der Literatursprache der deutschen Klassik im Gefolge Goethes und Schillers bedienten, schufen sie ein poetisches Übersetzungswerk von großer sprachlicher Geschlossenheit und weitreichender Wirkung. – Text in neuer Rechtschreibung.

König Duncan von Schottland verleiht seinem Heerführer Macbeth - gemäß der Prophezeiung dreier Hexen - nach dem erfolgreichen Kampf gegen Aufständische den Titel ›Thane of Cawdor‹. Dem zweiten Teil der Prophezeiung, nämlich dass Macbeth König werde, glaubt Macbeth, zusätzlich überredet von seiner Frau, nachhelfen zu müssen, indem er König Duncan ermordet. Macbeth trachtet nun allen (vermeintlichen) Mitwissern, Konkurrenten und Gegnern nach dem Leben und schreckt auch vor Mord an deren Familien nicht zurück. Schließlich setzen König Duncans geflohener Sohn Malcolm und der Edelmann Macduff dem mörderischen Treiben Macbeths in einer Schlacht ein Ende.

»Selbst auf den einfachsten Nenner gebracht, war Shakespeares Problem in Macbeth ein gewaltiges: Da ist ein ›edler‹ Mann, voller Gewissensskrupel und ›Milch der Menschenliebe‹, der zu einem ›toten Bluthund‹ wird, der aber gleichzeitig die dominierende Rolle des tragischen Helden, welcher unser Mitgefühl beansprucht, bis zum Ende spielen muss. Ist es schon schwierig genug, moralische Entartung glaubhaft zu schildern, so ist es fast unmöglich, dies in einer Weise zu tun, die uneingeschränktes Mitleid erfordert.« Wayne Booth