Horaz: Sermones / Satiren

Horaz: Sermones / Satiren

Lat./Dt. Hrsg. u. Übers.: Büchner, Karl. 232 S.
ISBN: 978-3-15-000431-9
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Horaz ( Quintus Horatius Flaccus, 8. Dezember 65 v. Chr. Venusia – 27. November v. Chr.) ist mit Dichtern wie Vergil, Lucius Varius Rufus und Properz maßgeblicher Protagonist der Augusteischen Literatur. Sein Vater, der ein Freigelassener war, lässt den jungen Horaz eine für seinen gesellschaftlichen Stand außerordentliche Bildung genießen – erst lehrt er ihn zuhause, dann schickt er ihn nach Rom, später geht Horaz nach Athen. Unter dem Republikaner Brutus, der eine Streitmacht aufbaut, schafft es Horaz zum Militärtribun, die Beamtenlaufbahn findet jedoch mit dem Triumph Octavians, dem späteren Kaiser Augustus, über die Cäsarenmörder ein jähes Ende. Vergil und Lucius Varius Rufus erkennen das Talent Horaz’ und führen ihn in den Dichterkreis um den Kunstförderer Maecenas ein. Hatte Horaz in seinen Epoden politische Geschehnisse scharf kommentiert, nimmt er in seinen Satiren – eine von Gaius Lucilius erfundene Literaturgattung, die er poetisch ausbaut – das gesellschaftliche Leben in Rom aufs Korn. Ars poetica (Die Dichtkunst) ist sein Versuch eines kanonischen Regelwerks gegen die ihn unzufriedenstellende zeitgenössische Literatur. Das von Augustus persönlich in Auftrag gegebene Carmen saeculare (Jahrhundertlied) diente zur Eröffnung der Jahrhundertfeier und gilt als das wirkmächtigste lyrische Werk des Alten Europa.