Ovid: Heroides / Briefe der Heroinen

Ovid: Heroides / Briefe der Heroinen

Lat./Dt. Hrsg. u. Übers.: Hoffmann, Detlev; Schliebitz, Christoph; Stocker, Hermann. 430 S.
ISBN: 978-3-15-001359-5
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In diesen fiktiven Briefen beklagen 18 berühmte Heroinen des antiken Mythos die Treulosigkeit ihrer Ehemänner/ Liebhaber und versuchen sie zur Rückkehr zu bewegen (in drei Fällen gibt es auch »Antworten«). Die Heroides zeigen einmal mehr Ovids tiefes Verständnis für die weibliche Psyche und seinen spielerischen Umgang mit dem unerschöpflichen Thema Liebe. Groß war die Wirkung dieser Gedichte auf Literatur und Kunst über die Jahrhunderte hinweg.
Ovid (Publius Ovidius Naso, 20. März 43. v. Chr. Sulmona – um 17 n. Chr.) prägt mit seinen Metamorphosen das Bild der Nachwelt auf die griechische Mythologie. Nach einem Studium der Rhetorik in Rom reist Ovid zu Studienzwecken nach Kleinasien und Griechenland. Eine Laufbahn als Beamter bricht er ab und beginnt eine außerordentlich erfolgreiche Dichterlaufbahn in Rom. Aus ungeklärten Gründen wird er 8 v. Chr. auf Geheiß des Kaisers Augustus an den Rand des Imperiums nach Tomi, dem heutigen rumänischen Konstanza, verbannt. Seine literarische Frühphase ist geprägt von erotischen Dichtungen wie Amores (Liebesgedichte) und Ars amatoria (Liebeskunst). In der darauffolgenden Phase nimmt er sich großen Sagenzyklen an: Er ergründet mit Fasti das römische religiöse Brauchtum und beginnt mit seinen Verwandlungsgeschichten – den Metamorphosen, die er im Exil beendet. In Tomi entstehen Tristia (Klagelieder), in denen er sein Leben Revue passieren lässt und sein Schicksal beklagt. Manche dieser Dichtungen, daneben auch ein Lobgedicht auf Augustus und Tiberius, sollen eine Begnadigung erzielen – ohne Erfolg. Ovid stirbt acht Jahre nach seiner Verbannung im Exil.