Kanitscheider, Bernulf: Kosmologie

Kanitscheider, Bernulf: Kosmologie

Geschichte und Systematik in philosophischer Perspektive. 519 S.
ISBN: 978-3-15-008025-2
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Dieses Buch möchte in die Wissenschaft von der Welt im Großen einführen, in die Geschichte und Systematik der Kosmologie. Diese ist als Teilbereich der Physik von großer Tragweite für zentrale philosophische Fragestellungen. Seit den Vorsokratikern interessiert die Menschen, welche Stellung sie im Universum einnehmen und welchen Grad an Verstehbarkeit die Natur besitzt. Die Naturwissenschaft Kosmologie hat es also auch immer mit Anthropologie und Erkenntnistheorie zu tun. Kanitscheiders Buch ist ein Beitrag zur Philosophie der Natur.
Vorwort
Abkürzungen
Zeichen

0. Methodische Vorbemerkung
1. Die begriffliche Vielfalt von »Kosmos«
2. Die Ursprünge
2.1. Die mythischen Kosmologien
2.1.1. Die Anfänge in China
2.1.2. Die babylonische Genesis
2.1.3. Die vorionischen Mythen
2.2. Erkenntnistheoretische Voraussetzungen des mythischen Weltbildes
3. Der Prozeß der Rationalisierung
3.1. Das Erwachen der Kritik
3.2. Protowissenschaftliche Modelle
3.2.1. Das babylonische Erbe
3.2.2. Die ersten Entwürfe
3.3. Theorie und Erfahrung
3.3.1. Das umstrittene Weltbild
3.3.2. Phänomene als Schein oder Erscheinung
3.3.3. Die Rettung der Phänomene
3.4. Physik und Himmelsgeometrie
3.5. Der heliozentrische Kosmos
3.5.1. Das Ungenügen der homozentrischen Sphären
3.5.2. Der vergessene Prophet
3.6. Kosmologie zwischen Physik und Astronomie
3.6.1. Die Vorläufer der Idee
3.6.2. Die mathematische Syntax
3.7. Gedanken, die zu spät kamen
4. Stagnation und neuer Aufbruch
5. Der neue Kosmos
5.1. Geschlossene Welt oder unendliches Universum
5.2. Die neue Astronomie
5.3. Der Begriff der Trägheit
5.4. Die große Synthese
5.5. Kosmologische und kosmogonische Spekulationen auf dem Boden klassischer Physik
5.6. Der weichende Horizont
6. Relativistische Kosmologie
6.1. Schwierigkeiten eines Newtonschen Universums
6.2. Der wiederentdeckte Finitismus
6.3. Die leere Welt
6.4. Das expandierende Universum
6.4.1. Einsteins Gravitationstheorie
6.4.2. Die kosmische Dynamik
6.4.3. Die Vielfalt der Welten
6.4.4. Die Operationalisierung der theoretischen Größen und der Test kosmologischer Aussagen
6.4.5. Das Rätsel der Anfangssingularität
6.4.6. Deskriptive und explanative Züge in der Friedman-Kosmologie
6.4.7. Das Rätsel des unendlichen Raumes
6.4.8. Rotierende Welten, geschlossene Zeit und Kausalitätsverletzung
6.5. Kosmogonie und das Entstehen der Strukturen
7. Alternative Theorien über das Universum
7.1. Kinematische Relativität
7.1.1. Die begriffliche Basis
7.1.2. Zeitmessung
7.1.3. Weltmodell und Substratum
7.1.4. Rationale Kosmologie und logischer Empirismus
7.2. Die Theorie vom stationären Zustand des expandierenden Universums (SST)
7.2.1. Der erkenntnistheoretische Hintergrund
7.2.2. Folgerungen aus dem Vollkommenen Kosmologischen Prinzip
7.2.3. Feld und kontinuierliche Entstehung
7.2.4. Die Einheit des Universums
8. Naturphilosophische Konsequenzen der Kosmologie
8.0. Die Aufgabenstellung der Naturphilosophie
8.1. Das Universum und die Grenzen der Erkenntnis
8.2. Die Einzigkeit der Welt
8.3. Kosmologische Theorien und ihr Erfahrungsbezug
8.3.1. Die semantische Funktion der Modelle
8.3.2. Kosmologische Prinzipien und Apriorismus
8.3.3. Wiederholbarkeit und Einfachheit
8.3.4. Lokale und globale Physik
8.4. Der Raum des Universums
8.4.1. Dynamische Geometrie
8.4.2. Die topologischen Qualitäten
8.4.3. Physikalische Unendlichkeit.
8.5. Entstehung und Alter der Welt
8.5.1. Der Anfang in der Zeit
8.5.2. Schöpfung und Entstehung

Glossar
Bibliographie
Namenregister
Stichwortregister
Bernulf Kanitscheider (5.9.1939 Hamburg – 21.6.2017) war ein Vordenker des philosophischen Naturalismus. Der ehemalige Student der Philosophie, Mathematik und Physik fundierte seine Naturphilosophie etwa in seiner Kosmologie mit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und Verfahrensweisen. So diente, wie er es in seiner Kleinen Philosophie der Mathematik darlegte, die Mathematik als Vorbild für eine scharfe logische Vorgehensweise. Daneben steht er in seinem Hedonistischen Manifest für einen aufgeklärten Hedonismus ein.