Wehrli, Max: Literatur im deutschen Mittelalter

Wehrli, Max: Literatur im deutschen Mittelalter

Eine poetologische Einführung. 358 S.
ISBN: 978-3-15-008038-2
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»Das vorliegende Büchlein unternimmt den Versuch, Eigenart und Reiz der mittelalterlichen Literatur zu umschreiben und damit zu ihrem grundsätzlichen Verständnis beizutragen.«
Zu diesem Zweck hat der Herausgeber die wichtigsten, poetologisch relevanten Gesichtspunkte der Produktion und Rezeption volkssprachlicher deutscher Literatur herausgegriffen und anhand konkreter Beispiele erläutert.
Vorwort
Vom Verstehen mittelalterlicher Literatur
Adäquates Verstehen? – Annäherungswege – Innere und äußere Verluste – Diskontinuität, Konstanz und Wandel

II
Latein und Deutsch
Bilinguität – Lateinische und volkssprachliche Literatur – Rollenverteilung zwischen Bildungssprache und Volkssprache – Bedeutung der Frauen, geistlich und weltlich – Zusammenfassung: Deutsche Literaturgeschichte im Mittelalter

III
Mündlichkeit und Schriftlichkeit
Litterati und Illitterati – Christliche Buchreligion – Buch als Geheimnis und als Gemeingut – Hören, Sprechen, Lesen – Zwischen Mündlichkeit und Schrift. Fragen der Oral poetry – Mündlichkeit und Schrift in der christlichen und höfischen Dichtung

IV
Dichter und Publikum
Dichter und Publikum – Zur Existenzform des Dichters – Selbstnennung, Demutsformel – Anonymität des Dichters – Der Stand: Geistliche, Vaganten, das Spielmannsproblem – Marktplatz, Hof und Kloster – Höfische Dichtung – Neue Berufsdichter und ihr Publikum – Autorbewußtsein im Spätmittelalter

V
Tradition – Innovation – Inspiration
Die Autorität der Tradition – Neuheit und Erneuerung im Mittelalter – Antike und christliche Inspiration

VI
Rhetorik und Topik
Dichtung als Redekunst – Rhetorik und Bildung – Christliche Rhetorik – Das Schulsystem der Artes – Das System der Rhetorik – Rhetorica nova? – Relativierungen – Schulpoetik und deutsche Literatur

VII
Schönheit und Schönheitskunst
Kunsttheorie und Schönheitsmetaphysik – Die Idee des Schönen in ontologischer Ästhetik – Der augustinisch – christliche Begriff des Schönen – Dämonische und elegische Schönheit. Das Häßliche – Paradoxie eines christlichen Schönheitsbegriffs – Weltliche Schönheit

VIII
Komik in christlicher Kunst
Prodesse aut delectare – Christliche Komik? – Komik im geistlichen Spiel – Jüdisch-christliche Wirklichkeit – Christliches Lachen? – Satire

IX
Prosa, Vers und Reim
Formositas und Forma – Primat der Versform – Prosa – Funktionen von Vers und Prosa – Rhythmus und Endreim – Kombinationen und Mischungen

X
Spiel und Schmuck
Spiel – Schmuck und Beschreibung

XI
Zahlenallegorese, Zahlenkomposition
Allgemeines – Arithmetik und Arithmologie – Runde Zahlen und Symbolzahlen in der Dichtung – Zahlensymbolik und Zahlenkomposition in »Annolied«, »Heliand« und Otfrids Evangelienwerk – Figuralkomposition

XII
Der mehrfache Sinn (Probleme der Hermeneutik)
»Hermeneutik« – Mythologie und Allegorie – Altes und Neues Testament – Typologie und mehrfacher Schriftsinn – Das Buch der Natur – Das Buch der Geschichte 253 – Mythologie und Heilsgeschichte – Mythologisches in höfischer Dichtung – Mehrfacher Sinn in höfischer Dichtung

XIII
Parodie und Kontrafaktur
Parodie im Mittelalter – Parodie

XIV
Zum sprachlichen Verständnis
Die regellose, barbarische Sprache – Die spontane Sprache – Die Aporie der Übersetzung

Anhang
Abkürzungen
Anmerkungen
Literaturhinweise
Sachregister
Namen- und Titelregister