Platon: Ion

Platon: Ion

Gr./Dt. Hrsg. u. Übers.: Flashar, Hellmut. 72 S.
ISBN: 978-3-15-008471-7
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Der Ion ist einer der seltsamsten Dialoge Platons. Interessant ist sein Thema: Ein Rhapsode wird von Sokrates nach Umfang und Inhalt seines Wissens befragt. Dichterinterpretationen und dahinter die Dichtung selbst geraten in den Blick. Das Verhältnis von Dichtung und Philosophie, eines der zentralen Themen des Platonischen Werkes, kommt in diesem Dialog zur Sprache. Zwei Begriffe stehen sich dabei gegenüber: Wissen und göttliche Begeisterung.
Platon (um 428 v. Chr. Athen – um 347 v. Chr. Athen) legte mit der Begründung der philosophischen Akademie in Athen einen Grundstein der systematischen abendländischen Philosophie. In seinen Schriften lässt Platon seinen Lehrer Sokrates zu Wort kommen. Die hierbei entstandenen, sehr charakteristischen Zwiegespräche sind als »Sokratische Dialoge« bekannt und behandeln jeweils ein Thema. Berühmt ist beispielsweise Phaidon mit Argumenten für die Unsterblichkeit der Seele. Sein Symposion dreht sich in Gestalt einer berühmt besetzten Denkrunde um Liebe und Schönheit. Platons Themen sind heute noch Anknüpfungspunkte für die philosophische Diskussion: So befasst sich seine Ideenlehre im Kern mit dem Vorhandensein von gesichertem Wissen. In Politeia erdenkt er sich einen Idealstaat zur Schaffung von Gerechtigkeit.

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