Dante Alighieri: Monarchia

Dante Alighieri: Monarchia

Studienausgabe. Lat./Dt. Übers., Einl. u. Komm.: Imbach, Ruedi; Flüeler, Christoph. 371 S.
ISBN: 978-3-15-008531-8
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Die »Monarchia« gilt als eines der zentralen staatsphilosophischen Werke des Mittelalters. In diesem versucht Alighieri mit philosophischen Mitteln die Ursachen des politischen Unheils seiner Zeit zu entlarven. So gilt der Inhalt etwa als Reaktion auf den Machtanspruch des Papstes Bonifaz VIII., den dieser in seiner berühmten Bulle »Unam sanctam« zu begründen versuchte. Gleichzeitig möchte der Verfasser der »Göttlichen Komödie« in seiner Politiktheorie die Bedingungen eines gerechten, friedlichen und glücklichen Zusammenlebens aller Menschen auf Grundlage der Bibel aufzeigen. Diese grundlegend kommentierte Studienausgabe beleuchtet neben der Entstehungsgeschichte den geistesgeschichtlichen Kontext des Werks sowie seine Wirkungsgeschichte.
Einleitung
Monarchia
Liber primus / Erstes Buch
Liber secundus / Zweites Buch
Liber tertius / Drittes Buch

Kommentar

Erstes Buch
Zweites Buch
Drittes Buch

Anhang:
Zum lateinischen Text der Monarchia
Die ältesten Übersetungen der Monarchia
Die Bulle Unam sanctam. Lateinischer und deutscher Text
Anmerkungen zur Wirkungsgeschichte der Monarchia
Dante Alighieri (5./6.1265 Florenz – 4.9.1332 Ravenna), italienischer Schriftsteller und Politiker, etabliert mit seiner Divina Commedia (dt. Göttliche Komödie) das Italienische als Literatursprache. Dante entstammt einer dem niederen Adel angehörenden Familie und wird von Brunetto Latini in Florenz in Rhetorik und Philosophie unterrichtet. Ab 1285 ist Dante als Politiker in Florenz aktiv. 1302 wird er aus Florenz verbannt und muss ins Exil – er wird seinen Heimatort nie wieder betreten.
Dantes Liebe zur Volkssprache spiegelt sich in seinem literarischen Schaffen wider: Bereits sein in jungen Jahren entstandener, an der mittelalterlichen Tradition der Minnedichtung orientierter Roman La vita nuova (dt. Das erneuerte Leben) ist in ›Volgare‹ geschrieben – einer von der Hochsprache Latein abweichenden italienischen Umgangssprache, auch als ›Vulgärlatein‹ bekannt. Ab 1304 verfasst Alighieri mit De vulgari eloquentia libri duo (dt. Zwei Bücher über die Ausdruckskraft der Volkssprache) ein Plädoyer für den Gebrauch der italienischen Volkssprache. Überstrahlt wird Dantes Werk von seiner Commedia, an der er bis kurz vor seinem Tod arbeitet. In dieser bereist ein namenloser Ich-Erzähler unter der Führung des Dichters Vergil die Jenseitsreiche Inferno (dt. Hölle), Purgatorio (dt. Läuterungsberg) und Paradiso (dt. Himmel). Der Text ist von großem zeitgeschichtlichem Wert und erfreut sich einer breiten Rezeption in Kunst, Literatur, Film und Comic, seit 2010 existiert sogar eine Computerspiel-Adaption.