Vergil: Aeneis. 1. und 2. Buch

Vergil: Aeneis

1. und 2. Buch
Lateinisch/Deutsch
Übers. und Hrsg.: Binder, Edith; Binder, Gerhard
206 S. 23 Abb.
ISBN: 978-3-15-009680-2
5,80 €

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Mit diesem Band beginnt eine neue, ausführlich kommentierte zweisprachige Ausgabe der Aeneis, des bedeutendsten römischen Epos in 12 Büchern. Das 1. Buch berichtet vom Schiffbruch des Aeneas und seiner Gefährten, der ihn an den Strand von Karthago spült, wo er von der Königin Dido freundlich aufgenommen wird. Im 2. Buch erzählt Aeneas seiner Gastgeberin vom Untergang Trojas, dem er mit Vater Anchises und Sohn Ascanius entronnen ist, während er seine Frau Creusa auf der Flucht verlor.
Vergil (Publius Vergilius Maro, 15. Oktober 70 v. Chr. Andes/Pietole bei Mantua – 21. September 19 v. Chr. Brundisium/Brindisi) gilt als bedeutendster römischer Dichter. Er stammt aus dem Dorf Andes bei Mantua, wo sein väterliches Landgut liegt. Bei der Landverteilung an die Veteranen rettete Octavian, der spätere Kaiser Augustus, Vergils Besitztümer und dessen Leben. Er gehörte mit anderen Dichtern wie Horaz, Properz und Varius zum Kreis um den Kunstförderer Maecenas, der in engem Kontakt zu Augustus stand. Seine ländliche Herkunft verarbeitet Vergil in einer Sammlung von zehn Hirtengedichten, den Eklogen, oder auch Bucolica genannt. Vergil widmet Maecenas aus freundschaftlicher Verbundenheit die Lehrgedicht-Sammlung Georgica, die in vier Büchern Wissen über den Landbau vermittelt. Sein bekanntestes Werk ist das Epos Aeneis. In diesem Auftragswerk für Augustus, das die Flucht des Äneas aus dem zerstörten Troja nach Latium beschreibt, gibt Vergil dem römischen Gründungsmythos eine programmatische literarische Form.

Die Übersetzer und Herausgeber:
Gerhard Binder ist Professor em. für lateinische Philologie an der Universität Bochum, Edith Binder ist Philologin. In über zehnjähriger Arbeit hat sich das Ehepaar Binder intensiv mit dem Text beschäftigt und eine Prosaübersetzung vorgelegt, die Lesekomfort und höchste philologische Qualität in sich vereint.