Yijing / Buch der Wandlungen

Chinesisch/Deutsch
Neuübersetzung
Übers. und Hrsg.: Simon, Rainald
Reclam Bibliothek. Leinen mit Schutzumschlag, Fadenheftung, Kapital- und Leseband. Format 12 x 19 cm. 700 S.
ISBN: 978-3-15-010764-5
Das Yijing (frühere Transkription: I Ging) ist das älteste und vermutlich das weltweit bekannteste Buch Chinas. Hervorgegangen ist es vor drei Jahrtausenden aus einem Prozess, dessen Anfang in der Verwendung kosmischer Symbole zu Orakelzwecken bestand; seine (aus dem kontemplativen Daoismus herstammende) Grundvoraussetzung ist die Erkenntnis, dass das Sein und damit auch der Mensch einem unablässigen Wechsel unterliegen und dass das einzig Beständige der Fließprozess des Seins ist. Das Werk ist aufgrund seines Alters und seiner Fülle rätselhafter, äußerst knapper Formulierungen eine philologische Herausforderung; hinzu kommt, dass sich jeder Übersetzer durch die Schichten der Überlieferung und der Kommentierung hindurchgraben muss, um eine eigenständige Lösung anbieten zu können. Der Frankfurter Sinologe Rainald Simon unternimmt dieses Wagnis. Die Wiedergabe und Übersetzung der knappen Formulierungen des Yijing selbst wird ergänzt durch Übersetzungen der sogenannten »zehn Flügel«, der Kommentare, die seit dem 3. und 2. vorchristlichen Jahrhundert entstanden sind und die notwendig wurden, weil die in archaischer Sprache und noch dazu in überholten Schriftformen und in einem eigenartigen Stil verfassten Orakelsprüche schon zu jener Zeit nicht mehr ohne weiteres verständlich waren. Abgeschlossen wird jedes der 64 »Kapitel« durch eine Erklärung des jeweiligen Hexagramms.
Vorwort

Das YÌJĪNG
XÌCÍZHUÀN-Kommentar (Beigefügte Urteile in zwei Teilen)
SHUŌGUÀ-Kommentar (Kommentar zu den Trigrammen)
XÙGUÀ-Kommentar (Kommentar Reihenfolge der Zeichen)
ZÁGUÀ-Kommentar (Miszellen zu den Hexagrammen)

Anhang
Glossar
Zur Aussprache des Chinesischen
Zeittafel zu den chinesischen Dynastien
Literatur
Nachwort
Register
Rainald Simon, geb. 1951, studierte Sinologie, Politologie, Ostasiatische Kulturwissenschaften und Vietnamistik in Frankfurt am Main und Shanghai; 1982 promovierte er über die frühen Lieder des Su Dongpo. Er arbeitete als Dozent für Chinesisch, ist seit über zwanzig Jahren als Übersetzer tätig und hat zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten zur chinesischen Kulturgeschichte vorgelegt.