Rilke, Rainer Maria: Gedichte

Hrsg.: Bode, Dietrich
Reclam Bibliothek. Leinen mit Schutzumschlag,Fadenheftung, Kapital- und Leseband. Format 12 x 19 cm. 296 S.
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ISBN: 978-3-15-010775-1
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Unumstritten war er nie. Selbst glühende Verehrer gestehen, dass seine Verse zuweilen hart am Kitsch vorbeistreifen, aber das ist nur die andere Seite ihrer geradezu magischen Sprachkraft. Vielleicht liegt in dieser artistischen Gratwanderung ja sogar das Geheimnis seines überwältigenden Erfolges. Dietrich Bode, Kenner der deutschen Lyrik vom Barock bis zur Gegenwart, hat in diesem Band das Wesentliche aus Rilkes lyrischem Werk ausgewählt, von den Anfängen, einschließlich der lyrischen Prosa des »Cornets«, bis zum Nachlass. Die 1997 erstmals erschienene Auswahl ermöglicht viele Entdeckungen und lässt erleben, wie Rilke »das deutsche Gedicht zum ersten Mal vollkommen gemacht hat« (Robert Musil). Die Sammlung bringt Gedichte unter anderem aus Stunden-Buch, Buch der Bilder, Neue Gedichte, Requiem, Duineser Elegien, Sonette an Orpheus.
I
Aus Larenopfer
Aus Traumgekrönt
Aus Advent
Aus Die frühen Gedichte (Mir zur Feier, 2. Fassung)
Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke

II
Aus Das Stunden-Buch

III
Aus Das Buch der Bilder
Aus Neue Gedichte
Requiem

IV
Aus Duineser Elegien
Aus Die Sonette an Orpheus

V
Aus Verstreute und nachgelassene Gedichte

Anhang
Editorische Notiz
Zeittafel
Literaturhinweise
Nachwort
Verzeichnis der Gedichtüberschriften und -anfänge
Rainer Maria Rilke (4.12.1875 Prag – 29.12.1926 Val-Mont bei Montreux) begann in Prag mit dem Studium der Kunst- und Literaturgeschichte, das er 1897 in München eher pro forma fortsetzte. Unter dem Eindruck der Begegnung mit L. Andreas-Salomé, die ihn zur Beschäftigung mit Nietzsche anregte und mit der er zwei Russlandreisen unternahm (1899, 1900), verfestigte sich die Absicht, als Dichter zu leben. Sein frühester Gedichtband Leben und Lieder war bereits 1894 erschienen; seinen ersten großen Erfolg – den größten seines Lebens überhaupt – erzielte R. mit der lyrischen, stark rhythmisierten Prosa des Cornet (entstanden 1899). Charakteristisch für R.s spätere Haltung, aus der die Neuen Gedichte hervorgingen, sind die Betonung der Arbeit und des Handwerklichen sowie ein neuer Formwille und eine neue Sachlichkeit, die auf der genauen Beobachtung des einzelnen Gegenstands beruhen.