Dante Alighieri: La Commedia / Die Göttliche Komödie. II. Purgatorio / Läuterungsberg

It./Dt.
Neuübersetzung
Übers. und Komm.: Köhler, Hartmut
Reclam Bibliothek. Leinen mit Schutzumschlag, Fadenheftung, Kapital- und Leseband. Format 12x 19 cm. 690 S.
ISBN: 978-3-15-010795-9
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Nach Inferno / Hölle erscheint nun der nächste Band von Hartmut Köhlers vielgelobter Neuübersetzung der Göttlichen Komödie: Dante betritt, wieder begleitet von seinem Führer Vergil, das Purgatorio, den Ort der Reinigung, »in dem die menschliche Seele sich läutert und würdig wird, zum Himmel aufzusteigen«. Die, die dort büßen, haben sich eines der sieben Grundlaster schuldig gemacht: Hochmut, Neid, Zorn, Trägheit, Habsucht, Fressgier und - als geringstes - der Wollust. Am Ende der Wanderung über den Berg der Läuterungen wartet die schwerste Prüfung, der Gang durch das reinigende Feuer. Danach wird Dante Beatrice begegnen und das Paradies betreten: es beginnt der dritte Teil. Die Übersetzung des Inferno stand im März 2010 auf der SWR-Bestenliste, war Buch des Monats März 2010 der Darmstädter Jury und stand auf Platz 2 der ORF-Bestenliste im August 2010.


Für seine Übersetzung der Commedia wurde Hartmut Köhler der deutsch-italienische Übersetzerpreis 2013 verliehen.
Dante Alighieri (5./6.1265 Florenz – 4.9.1332 Ravenna), italienischer Schriftsteller und Politiker, etabliert mit seiner Divina Commedia (dt. Göttliche Komödie) das Italienische als Literatursprache. Dante entstammt einer dem niederen Adel angehörenden Familie und wird von Brunetto Latini in Florenz in Rhetorik und Philosophie unterrichtet. Ab 1285 ist Dante als Politiker in Florenz aktiv. 1302 wird er aus Florenz verbannt und muss ins Exil – er wird seinen Heimatort nie wieder betreten.
Dantes Liebe zur Volkssprache spiegelt sich in seinem literarischen Schaffen wider: Bereits sein in jungen Jahren entstandener, an der mittelalterlichen Tradition der Minnedichtung orientierter Roman La vita nuova (dt. Das erneuerte Leben) ist in ›Volgare‹ geschrieben – einer von der Hochsprache Latein abweichenden italienischen Umgangssprache, auch als ›Vulgärlatein‹ bekannt. Ab 1304 verfasst Alighieri mit De vulgari eloquentia libri duo (dt. Zwei Bücher über die Ausdruckskraft der Volkssprache) ein Plädoyer für den Gebrauch der italienischen Volkssprache. Überstrahlt wird Dantes Werk von seiner Commedia, an der er bis kurz vor seinem Tod arbeitet. In dieser bereist ein namenloser Ich-Erzähler unter der Führung des Dichters Vergil die Jenseitsreiche Inferno (dt. Hölle), Purgatorio (dt. Läuterungsberg) und Paradiso (dt. Himmel). Der Text ist von großem zeitgeschichtlichem Wert und erfreut sich einer breiten Rezeption in Kunst, Literatur, Film und Comic, seit 2010 existiert sogar eine Computerspiel-Adaption.

Der Übersetzer:
Hartmut Köhler, 1940–2012, war bis 2008 Professor für Romanische Literaturwissenschaft an der Universität Trier. Er hat bedeutende Übersetzungen aus dem Französischen, Italienischen und Spanischen verfasst. Für die Cahiers/Hefte von Paul Valéry erhielt er 1990 zusammen mit dem Übersetzerteam den Paul-Celan-Übersetzerpreis des Deutschen Literaturfonds. Seine Übersetzung des monumentalen Barockromans El Criticón von Baltasar Gracián wurde 2009 mit dem Johann-Friedrich-von-Cotta-Übersetzerpreis der Stadt Stuttgart ausgezeichnet. Für seine 2010–2012 bei Reclam erschienene Übersetzung von Dantes Commedia wurde ihm 2013 postum der Deutsch-Italienische Übersetzerpreis verliehen.