Dante Alighieri: La Commedia / Die Göttliche Komödie. III. Paradiso / Paradies

Neuübersetzung
It./Dt. Übers. und Komm.: Köhler, Hartmut
Reclam Bibliothek. Leinen mit Schutzumschlag, Fadenheftung, Kapital- und Leseband. Format 12 x 19 cm. 828 S.
ISBN: 978-3-15-010796-6
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Nachdem er Hölle und Läuterungsberg durchschritten hat, gelangt Dante ins Paradies. Von seinen Führern Vergil und Statius hat er sich verabschiedet; im Paradies wird Beatrice seine Begleiterin sein. Mit ihr schwebt er durch die himmlischen Sphären – es sind wieder neun – empor bis in den höchsten Himmel. Zuerst erreicht er die Sphäre des Mondes und begegnet dort den Seelen derer, die ein hohes Gelübde nicht eingehalten haben. Die anschließende Merkursphäre wird zum Lobesort des antiken Rom. Der Venushimmel nimmt starke Liebende auf, der ›Planet‹ Sonne die großen Weisheitslehrer, im Mars finden Glaubenskrieger und Märtyrer ihre Plätze, zu Jupiter gehören die gerechten Herrscher, im Saturnhimmel berichten die Meister der Kontemplation von ihrem geistlichen Wirken. Nach den sieben Wandelsternen spannen die Fixsterne den achten Himmel auf, wo die wichtigsten Apostel Dante einer Glaubensprüfung unterziehen. Im neunten Himmel, dem Kristallhimmel, wird der Weltenpilger das Licht Gottes erblicken. Eine letzte Vision versetzt ihn in das immaterielle Empyreum, womit das Werk inhaltlich wie dichterisch seinen Höhepunkt erreicht. -Der Band enthält ein Personen- und Sachregister.

Für seine Übersetzung der Commedia wurde Hartmut Köhler der deutsch-italienische Übersetzerpreis 2013 verliehen.
Dante Alighieri (5./6.1265 Florenz – 4.9.1332 Ravenna), italienischer Schriftsteller und Politiker, etabliert mit seiner Divina Commedia (dt. Göttliche Komödie) das Italienische als Literatursprache. Dante entstammt einer dem niederen Adel angehörenden Familie und wird von Brunetto Latini in Florenz in Rhetorik und Philosophie unterrichtet. Ab 1285 ist Dante als Politiker in Florenz aktiv. 1302 wird er aus Florenz verbannt und muss ins Exil – er wird seinen Heimatort nie wieder betreten.
Dantes Liebe zur Volkssprache spiegelt sich in seinem literarischen Schaffen wider: Bereits sein in jungen Jahren entstandener, an der mittelalterlichen Tradition der Minnedichtung orientierter Roman La vita nuova (dt. Das erneuerte Leben) ist in ›Volgare‹ geschrieben – einer von der Hochsprache Latein abweichenden italienischen Umgangssprache, auch als ›Vulgärlatein‹ bekannt. Ab 1304 verfasst Alighieri mit De vulgari eloquentia libri duo (dt. Zwei Bücher über die Ausdruckskraft der Volkssprache) ein Plädoyer für den Gebrauch der italienischen Volkssprache. Überstrahlt wird Dantes Werk von seiner Commedia, an der er bis kurz vor seinem Tod arbeitet. In dieser bereist ein namenloser Ich-Erzähler unter der Führung des Dichters Vergil die Jenseitsreiche Inferno (dt. Hölle), Purgatorio (dt. Läuterungsberg) und Paradiso (dt. Himmel). Der Text ist von großem zeitgeschichtlichem Wert und erfreut sich einer breiten Rezeption in Kunst, Literatur, Film und Comic, seit 2010 existiert sogar eine Computerspiel-Adaption.

Der Übersetzer:
Hartmut Köhler, 1940–2012, war bis 2008 Professor für Romanische Literaturwissenschaft an der Universität Trier. Er hat bedeutende Übersetzungen aus dem Französischen, Italienischen und Spanischen verfasst. Für die Cahiers/Hefte von Paul Valéry erhielt er 1990 zusammen mit dem Übersetzerteam den Paul-Celan-Übersetzerpreis des Deutschen Literaturfonds. Seine Übersetzung des monumentalen Barockromans El Criticón von Baltasar Gracián wurde 2009 mit dem Johann-Friedrich-von-Cotta-Übersetzerpreis der Stadt Stuttgart ausgezeichnet. Für seine 2010–2012 bei Reclam erschienene Übersetzung von Dantes Commedia wurde ihm 2013 postum der Deutsch-Italienische Übersetzerpreis verliehen.