Proust, Marcel: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

Band 7: Die wiedergefundene Zeit
Übers. und Anm.: Fischer, Bernd-Jürgen
Neuübersetzung
Reclam Bibliothek. Leinen mit Schutzumschlag, Fadenheftung, Kapital- und Leseband. Format 12 x 19 cm
610 S.
ISBN: 978-3-15-010906-9
34,95 €

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Im September 2013, 100 Jahre nach der Veröffentlichung des ersten Bandes der Recherche, begann bei Reclam eine neue Übersetzung von Marcel Prousts Meisterwerk zu erscheinen, die erste Gesamtausgabe aus einer Hand, die erste auch, die von dem in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts edierten endgültigen französischen Text ausgeht. Diese Ausgabe des Erinnerungsromans bietet in jedem Band einen ausführlichen Anmerkungsapparat, der jene historischen und kulturhistorischen Informationen enthält, die der Leser erwartet.
Die wiedergefundene Zeit ist der letzte Band des insgesamt siebenbändigen Romanwerks.

Im Frühjahr 1922 setzt Marcel Proust das Wort ›Fin‹ – Ende – unter seinen Roman. Das Erscheinen von »Le temps retrouvé« 1927 wird er nicht mehr erleben; Proust stirbt am 18. November 1922. Mit der Wiedergefundenen Zeit schließt sein großes Romanwerk, und zugleich schließt sich der Kreis; am Beginn und am Ende steht: die Zeit.
Und auch die beiden Seiten – Swanns Seite und die Seite der Guermantes – sind, wie sich herausstellt, nur noch zwei Aspekte ein und derselben Sache.

Entdecken Sie den Inhalt von Auf der Suche nach der verlorenen Zeit in unserer Leseprobe. Marcel Prousts Roman ist auch als E-Book erschienenen.
Die wiedergefundene Zeit

Erstes Kapitel
Zweites Kapitel
Drittes Kapitel

Anhang
Zum siebten Band der Ausgabe
Anmerkungen
Literaturhinweise
Inhaltsübersicht
Namenverzeichnis
Marcel Proust (10.7.1871 Paris – 8.11.1922) kommt als ältester Sohn eines wohlhabenden Arzt-Ehepaares zur Welt, was ihm zeitlebens eine von ökonomischen Sorgen unbeschwerte Existenz ermöglichen wird. Bis er Mitte dreißig ist, führt er das mondäne Leben eines Dandys, danach widmet er sich ausschließlich seinem Romanwerk, an dem er bei Nacht in seinem korkgetäfelten, vom Rauch des Asthmapulvers durchzogenen Schlafzimmer am Boulevard Haussmann arbeitet. Die sieben Bände À la recherche du temps perdu kreisen um die Reflexionen eines Erzähler-Ichs über Erinnerung, Wahrheit und Bedeutung, die nur im Mittelteil des ersten Bandes Un amour de Swann (dt. Eine Liebe von Swann) durch die auktoriale Erzählung um Charles Swann unterbrochen wird. Im Frühjahr 1922 setzt Proust das Wort FIN – ENDE – unter das Manuskript des letzten Bandes Le temps retrouvé (dt. Die wiedergefundene Zeit), ein halbes Jahr später stirbt er, nur 51 Jahre alt.
Proust verkehrte im literarischen Salon Madeleine Lemaires in Paris, ein kultureller Hotspot, in dem namhafte Politiker wie Raymond Poincaré, Paul Deschanel oder Léon Bourgeois, Adelige wie Prinzessin Mathilde Bonaparte oder die Comtesse Greffulhe sowie Schriftsteller wie Jacques Bizet, Guy de Maupassant, Paul Bourget und Robert de Montesquiou zusammenkamen. In diesem Milieu lernte er auch seinen späteren Geliebten und Lebensmenschen Reynaldo Hahn kennen, mit dem ihn ein lebenslanger Briefwechsel von rund 220 Schriftstücken verbindet.

Übersetzung und Anmerkungen von Bernd-Jürgen Fischer:
Bernd-Jürgen Fischer, ursprünglich Mathematiker und Linguist, ist nach längerer Tätigkeit am Germanistischen Fachbereich der Freien Universität Berlin als freier Autor tätig und hat sein Interesse in den letzten zehn Jahren vorwiegend der französischen Literatur zugewandt.
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