Flasch, Kurt: Das philosophische Denken im Mittelalter. Von Augustin zu Machiavelli

Mitarb.: Retucci, Fiorella; Pluta, Olaf
3., vollständig durchges. und erw. Aufl. 2013
Geb. mit Schutzumschlag. Format: 12,2 x 19,5 cm. 874 S.
ISBN: 978-3-15-010919-9
1986 erschien die Erstausgabe von Kurt Flaschs Darstellung der mittelalterlichen Philosophie. Inzwischen ist sie zum Standardwerk geworden. Für die 3. Auflage wurde der Band vom Autor vollständig überarbeitet, auf den neuesten Stand der Forschung gebracht und um drei neue Kapitel ergänzt – über den radikalen Franziskaner Olivi, über Durandus de St. Pourçain und über Johannes Buridanus. Kurt Flasch bleibt in seinem umfassenden Einführungswerk nah an den Texten, stellt einzelne Philosophen und wichtige Werke vor und entwickelt daraus das große Panorama des mittelalterlichen Denkens bis ins 15. Jahrhundert. Kernthemen sind dabei der jeweilige Bezug zu griechischer Philosophie und christlicher Religion (etwa die Rolle der Bibel oder der Einfluss der Kirche), der Bezug auf die arabische Tradition, Fragen der Sprache (Latein oder Volkssprache), das Erstarken bestimmter Zentren und Städte bzw. die Rolle der neugegründeten Universitäten (Florenz, Bologna, Köln) sowie politische und ökonomische Verflechtungen. In verständlicher Sprache wird dem Leser so die Farbigkeit des philosophischen Denkens im Mittelalter nähergebracht.
Vorwort
Vorwort zur 2. Auflage
Vorwort zur 3. Auflage
Einleitung

Erster Teil Grundlegung der mittelalterlichen Philosophie
1. Die geschichtliche Situation
2. Augustin
3. Boethius
4. Dionysius Areopagita
5. Der Problemstand zu Beginn des Mittelalters

Zweiter Teil Entwicklungsstadien der mittelalterlichen Philosophie
I Neue Rahmenbedingungen
6. Das Christentum
7. Die lateinische Sprache
8. Das Bildungssystem
9. Die Bibliotheken
II Karolingische Reform
10. Ökonomie – Politik – Kultur
11. Johannes Eriugena
III Der Aufbruch: Das 11. Jahrhundert
12. Eine neue imperiale Kultur: Die Ottonen – Gerbert von Reims
13. Der ökonomische Aufschwung
14. Berengar von Tours und Anselm von Canterbury
IV Das 12. Jahrhundert
15. Eine geschichtliche Wasserscheide
16. Die Kirche und die Ketzer
17. Das neue Wissen
18. Zwei neue Wege nach Anselms Tod
19. Selbstbewusstsein in Wissen und Handeln
20. Abaelard
21. Chartres
22. Natura
23. Offene Fragen am Jahrhundertende
V Das 13. Jahrhundert
24. Die geschichtliche Situation
25. Klerikerwissen und die Anfänge einer laikalen Wissenschaft. Die Mendikanten
26. Die Universität und ihre literarischen Formen
27. Die islamische Herausforderung
28. Jüdische Anregungen
29. Natur, Gesellschaft und Wissenschaft nach der Aristoteles-Rezeption
30. Aristotelismus und Platonismus
31. Albert der Große
32. Thomas von Aquino
33. Bonaventura
34. Roger Bacon
35. Radikale Aristoteliker: Siger von Brabant und Boethius von Dacien
VI Das 14. Jahrhundert
36. Die geschichtliche Situation
37. Die Verurteilung von 1277 und ihre Folgen: Die Situation am Jahrhundertende
38. Ein radikaler Franziskaner am Jahrhundertende: Olivi
39. Raimundus Lullus
40. Dietrich von Freiberg
41. Meister Eckhart
42. Kontrastierende Philosophien am Jahrhundertanfang: Duns Scotus als Übergang
43. Durandus a S. Porciano
44. Wilhelm von Ockham
45. Apriorismus in London – Empirismus in Paris: Thomas Bradwardine und Nicolaus von Autrecourt
46. Johannes Buridan
47. Staat – Gesellschaft – Kirche: Marsilius von Padua
48. Neue Naturwissenschaft
49. Humanismus
50. Petrarca: Ein Philosoph des 14. Jahrhunderts
VII Das 15. Jahrhundert: Zwischen Mittelalter und Moderne
51. Die geschichtliche Situation
52. Gestalten des Übergangs
53. Florenz als Mittelpunkt einer neuen Welt
54. Leonardo Bruni und das Unionskonzil
55. Lorenzo Valla
56. Nikolaus von Kues
57. Florenz und seine Exilierten
58. Florentinischer Platonismus

Dritter Teil Die neue Zeit
59. Mittelalter, Renaissance, Reformation
60. Leonardo da Vinci
61. Machiavelli und Luther

Anhang
Verzeichnis der Abkürzungen und Siglen
Anmerkungen
Zeittafel
Nachbemerkung
Personenregister
Sachregister
Zum Autor
Kurt Flasch, 1930 in Mainz geboren, international anerkannter Fachmann für die Philosophie des Mittelalters, war von 1970 bis 1995 Ordinarius für Philosophie in Bochum. Im Jahr 2000 erhielt er den »Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa«, 2012 wurde er für sein Gesamtwerk mit dem »Joseph-Breitbach-Preis« ausgezeichnet.