Lang, Rudolf E.: Sehen. Wie sich das Gehirn ein Bild macht

175 S. 68 Abb.
Klappenbroschur. Format 15 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-15-010991-5
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Fünf Sinne sind es, die dem Menschen die Welt beschreiben. Keiner tut es eindrücklicher als der Sehsinn. Was aber passiert eigentlich, wenn wir etwas sehen? Und welche Rolle spielt dabei unser Gehirn? Was die Wissenschaft darüber in den letzten Jahren in Erfahrung gebracht hat, zählt zu den spektakulärsten Entdeckungen, deren sich die moderne Hirnforschung rühmen kann. Rudolf E. Lang schaut den Spitzenforschern bei ihren bahnbrechenden Experimenten über die Schulter und erklärt deren Erkenntnisse in Form eines Spazierganges, der im Louvre, vor Leonardos »Mona Lisa« beginnt und dort endet, wo den Betrachter das Gefühl beschleicht, dass er es ist, dem ihr berühmtes Lächeln gilt.
Prolog

1. Pixelflug durch die Salle des États

2. Verkehrte Welt

3. Auf der Schwelle zum Gehirn
Die Kunst des Santiago Ramón y Cajal
Die Netzhaut ist wie eine Torte aufgebaut

4. Aus Licht wird Strom
Experiment unter römischem Himmel
Fotovoltaik in der Retina
Warum mit Zapfen die Welt bunt erscheint

5. Der Rechner im Auge
Vom grünen Rasen zum rezeptiven Feld
Die Fenster, durch die Ganglienzellen die Welt erblicken
Was zählt, sind Kontraste
Von Zwergen und Sonnenschirmen

6. Über die Opticuskreuzung zum seitlichen Kniehöcker
Zerrbild auf dem Knie
Checkpoint Thalamus

7. Ankunft auf der Sehrinde

8. Vom Punkt zur Linie zur Form
Meisterschüler
Ein lausiger Tag in Baltimore
Vom Punkt zur Linie
Signalverarbeitung auf sechs Stockwerken
Orientierungssäulen
Von der Linie zur Form

9. Blobs

10. Was ist wo?

11. Von der Form zum Objekt
Wink aus der Rauschgiftszene
Tanakas Flasche

12. Ein Gesicht! Ein Gesicht!
Nebel zwischen Hut und Kragen
Die zerebralen Sehhilfen zur Gesichtserkennung
Die Zelle, die Gesichter mit einer Bürste verwechselte
Gibt es eine Mona-Lisa-Zelle?

13. Gleiche Welle, gleiches Motiv
Oszillationen
Einstimmigkeit findet Gehör

14. Ein Porträt entsteht
Kufflers Urenkel
Nervenzellen nehmen Maß
Ein Netzwerk, das nach Gesichtern fischt
Picasso am Abgrund
Gesichter sind Karikaturen eines Normgesichts
Blond oder braun? Alt oder jung?

15. Das innere Auge
Aufmerksamkeit schärft die Wahrnehmung
Aufmerksamkeit ist ein Signalverstärker
Das neuronale Netz der Aufmerksamkeit
Egozentrische Karten weisen der Aufmerksamkeit den Weg
Blick nach drinnen, Blick nach draußen
Wohin blickt das innere Auge?
Wie Bilder festgehalten werden
Mona Lisa wird erkannt

16. Im Bildarchiv
Der Fall H. M.
Der Repetitor im Ammonshorn
Schlafwandlungen
Wo liegt der Langzeitspeicher?
Augenblicke hinterlassen Spuren
Das Ammonshorn, Tummelplatz der Prominenz
Ariadnefaden durch das Labyrinth der Erinnerungen

17. Ist Mona Lisa schön?
Wie funktioniert Schönheit?
Semir Zekis Schönheitsfleck
Blick in eine schöne Seele

18. Der Blick
Blicke gehen unter die Schläfen
Warum verfolgt uns Lisas Blick?
Blicke, die unter die Haut gehen

19. Das Lächeln
Lächeln ist Schokolade für das Gemüt
Gesichtsmimikri
Ist Mona Lisas Lächeln echt?

20. Auf der Suche nach dem Ich im Betrachter

Glossar

Literaturhinweise

Personenregister

Rudolf E. Lang, ordentlicher Professor für Physiologie und Pathophysiologie an der Universität Marburg, lebt seit seiner Emeritierung als freier Autor in München.