Frank, Manfred: Präreflexives Selbstbewusstsein

Vier Vorlesungen
Originalausgabe
188 S.
Klappenbroschur. Format 12,5 x 20 cm
ISBN: 978-3-15-011034-8
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Die meisten Vorgänge unseres Seelenlebens mögen unbewusst ablaufen. Aber nur wenn sie uns bewusst werden, scheinen sie uns wirklich anzugehen. Was aber macht psychische Ereignisse bewusst? Seit Aristoteles machen Philosophen einen eigentümlichen »Selbstregistrierungs-Mechanismus« dafür verantwortlich. Über dessen Erklärung gehen ihre Ansichten allerdings weit auseinander. Es überwiegt bis heute die Meinung, Bewusstsein komme dadurch zustande, dass ein psychischer Akt höherer Stufe sich auf einen vorangehenden Akt niederer Stufe quasi zurückbeugt. Wie aber kann das sein, wenn der niederstufige nicht schon –»präreflexiv«, d. h.: ›aller Reflexion zuvor‹– mit sich irgendwie vertraut war? Sollte alles Bewusstsein präreflexives Selbstbewusstsein voraussetzen? Dafür argumentiert Manfred Frank, gestützt auf die wenigen Texte, die in Neuzeit und Gegenwart eine solche Ansicht ermutigen. Dazu gehört der unlängst entwickelte »Selbstrepräsentationalismus«, an den gleichwohl kritische Fragen ergehen.
Mit diesen Vorlesungen fasst Manfred Frank ein langes Nachdenken zum Thema fasslich zusammen.
Einleitung

Erste Vorlesung: Ein Ausgangspunkt bei Johann Gottlieb Fichte

Exkurs zur ersten Vorlesung: Eine Argumentationsskizze von Fichtes Versuch einer neuen Darstellung der Wissenschaftslehre (1797) und von Brentanos Regress-Argument in der Psychologie vom empirischen Standpunkt (1874)

Zweite Vorlesung: Hilfreiche Differenzierungen durch Jean-Paul Sartre

Exkurs zur zweiten Vorlesung: Lässt sich Intersubjektivität präreflexiv verständlich machen?

Dritte Vorlesung: Die Bedeutung von Einstellungen zu sich selbst

Vierte Vorlesung: Vorzüge und Gebrechen des Selbstrepräsentationalismus

Literaturverzeichnis
Manfred Frank, geboren 1945, deutscher Philosoph, lehrte bis zu seiner Emeritierung an der Universität Tübingen.