Meid, Volker: Der Dreißigjährige Krieg in der deutschen Barockliteratur

Originalausgabe
Geb. Format 12 x 19 cm
261 S. 32 Abb.
ISBN: 978-3-15-011145-1
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Man muss sich nur von dem aberwitzigen Roman Der abentheuerliche Simplizissimus von Grimmelshausen mitreißen oder von den Kirchenliedern Paul Gerhardts anrühren lassen, dann versteht man: Der Dreißigjährige Krieg (1618–1648) hat in Gedicht, Flugblatt, Kampfschrift, Tagebuch oder Roman die deutsche Literatur stark geprägt. Niemand konnte sich diesem furchtbaren Geschehen entziehen, die Dichter fassten es in Worte. Sie mischten sich ein und kommentierten, sie riefen zum Kampf auf oder zum Frieden, sie verliehen ihrer Verzweiflung Ausdruck oder versuchten, Hoffnung zu geben.
Volker Meid schaut in diesen literarischen Spiegel des Kriegsgeschehens und zeichnet das Bild nach, das sich darin zeigt: vom Weg in den Krieg über den Krieg der Worte zu den realen Kriegserfahrungen im zivilen und militärischen Alltag, von Klagen über Kriegsgräuel und existentieller Not bis hin zu den pompösen Friedensfeiern.
Im Anhang werden die wichtigsten Dichter des Barock in Kurzbiographien vorgestellt.
Vorwort

Politisch-geistlicher Raufhandel: Der Weg in den Krieg
Konfessionalisierung: Politik und Polemik
Die böhmische Krise

Krieg der Worte
Böhmen, die Kurpfalz und der Winterkönig
»Der Löwe aus Mitternacht«
Heldenverehrung und -verklärung: Gustav Adolfs Triumph im Tod
Ein politischer Deutscher im Ausland: Georg Rodolf Weckherlin
Protestantisches Feindbild: Tilly
Der Fall Wallenstein

Krieg
Krieg als Alltag und Lebensform: ein Söldnerleben
Stimmen der Zivilbevölkerung
Stadt: Gewalt, Seuchen, Hunger
Klosterleben
»Bewältigung« des Grauens
Epigrammatisches Kaleidoskop: Der Blick eines Satirikers
Grimmelshausen zeigt, »was Krieg vor ein erschreckliches und grausames Monstrum seye«
Chronik und Roman
Verkehrte Welt
Krieg als Strafgericht?
Die Gesellschaft im Krieg, Krieg in der Gesellschaft
Gewinner und Verlierer
Kriegführung und Bevölkerung, Bauernklagen und -aufstände
Hexenwahn
Deutschlandklagen
Die vertriebene Germania
Literatur als Hoffnungsträger
Klage, Trost und Widerstand: Martin Opitz‘ episches Trostgedichte in Widerwärtigkeit des Krieges

Frieden! Frieden?
Friedenssehnsucht, Friedenshoffnungen
Friedensverhandlungen, Nürnberger Friedensfeiern
Nach den Feiern
Epilog: Der Mars ist nun im Ars

Anhang
Anmerkungen
Kurzbiographien: Autoren, Autorinnen des 17. Jahrhunderts
Abbildungsnachweis
Personenregister
Volker Meid, geb. 1940, lehrte als Professor für deutsche Literatur an der University of Massachusetts, in Freiburg und Bielefeld und lebt und arbeitet nun als freier wissenschaftlicher Schriftsteller. Zahlreiche Veröffentlichungen bei Reclam, u.a. zur Literatur des Barock (UB 17687) und zu Grimmelshausen (UB 17682).
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