Förster, Birte: 1919

Ein Kontinent erfindet sich neu
Originalausgabe
Geb. mit Schutzumschlag. Format 15 x 21,5 cm
234 S.
ISBN: 978-3-15-011181-9
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Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs schien für einen kurzen Moment in Europa alles möglich. Und viele nutzten die Gunst der Stunde für einen Neuanfang: Staaten, Organisationen und Parteien wurden gegründet, man stritt über Rätesystem und parlamentarische Demokratie, das Frauenwahlrecht wurde eingeführt. Die Gründung des Völkerbundes sollte künftige Kriege verhindern. Gleichzeitig formierten sich jedoch neue, für Europas Zukunft fatale Bewegungen: 1919 gründet Mussolini in Mailand den Faschistenbund, Lenin in Moskau die Dritte Kommunistische Internationale. Und in einigen Regionen des Kontinents, im Baltikum z. B., war der Krieg noch keineswegs zu Ende.
Ein stark erzähltes Buch, das auch Zeitgenossen wie Harry Graf Kessler, Virginia Woolf, Viktor Klemperer, Käthe Kollwitz und Franz Kafka zu Wort kommen lässt. Es entsteht das Panorama einer einzigartigen Phase des Neuanfangs, in der sich auch bahnbrechende Entwicklungen in Wissenschaft, Kunst und Kultur vollzogen: vom Dadaismus über die Relativitätstheorie bis hin zum ersten Atlantikflug.
Einleitung
Aufbruch und Vernetzung
Demokratisierung des Wahlrechts. Gleiches Wahlrecht und neue Wählerinnen in Europa
Fast alle Macht den Räten in Bremen und Budapest
Hoffnung auf Veränderungen: Streiks in Barcelona und Glasgow
Konkurrierende Neuerfindungen: Die internationale Vernetzung der Arbeiterbewegung
Die Welt steht Kopf

Europas Neuerfindung in Paris
Frieden schließen für die Welt
Interessen und Ziele der Siegermächte
Die Gründung des Völkerbundes
Der Vertrag von Versailles
Arbeitsrechte international verankern: Die Gründung der ILO
Eine globale Friedenskonferenz
Ein anderer Frieden ist möglich: Der Frauenfriedenskongress in Zürich

Neue Staaten, neue Kriege
Entgrenzte Gewalt im Baltikum
Die Anfänge des italienischen Faschismus und die Besetzung Fiumes
Irland im blutigen Kampf um die Freiheit
Selbstbestimmungsrecht der Völker versus Minderheitenschutz
Vom Großmachtstreben zur Zwangsmigration: Der griechisch-türkische Krieg

Schluss

Dank
Anmerkungen
Literaturhinweise
Personen- und Ortsregister
Birte Förster, geb. 1973, ist Historikerin und lehrt an der Technischen Universität Darmstadt sowie an der Universität Bremen; sie schreibt u. a. für die FAZ.
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