Messmer, Matthias; Chuang, Hsin-Mei: China an seinen Grenzen

Erkundungen am Rand eines Weltreichs
Deutsche Erstausgabe
Übers.: Fischer-Schreiber, Ingrid
Geb. mit Schutzumschlag, Fadenheftung. Format 16 x 24 cm
319 S. 48 Farbabb. 13 Karten
ISBN: 978-3-15-011201-4
28,00 €

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Wer China verstehen will, muss mehr kennen als die Ostküste und die großen Metropolen, muss vordringen in die Peripherie. Matthias Messmer, der als Korrespondent der Neuen Zürcher Zeitung 10 Jahre in China lebte, und seine Kollegin Hsin-Mei Chuang haben sich deshalb auf eine ungewöhnliche Reise an die Ränder dieses riesigen Landes begeben: an die Grenzen zu Nordkorea und Russland, zur Mongolei, zu Indien, Nepal und Bhutan, zu den zentralasiatischen Ländern an der Seidenstraße, zu Myanmar, Vietnam, Laos und zu Staaten im Südchinesischen Meer. Sie haben mit Menschen gesprochen, Erinnerungsorte besucht, geschichtliche Hintergründe aufgearbeitet und nicht zuletzt Stimmungen mit der Kamera eingefangen. Entstanden ist ein einzigartiges Bild Chinas abseits der großen Metropolen, das eine ganz neue Sicht auf dieses so vielseitige wie schwer fassbare Land ermöglicht.
Ein ungewöhnliches, atmosphärisches Reisebuch und zugleich eine unbestechliche politisch-historische Analyse.
Vorwort

Einführung
Die Vergangenheit stirbt nie
Ein Projekt für die globale Vormachtstellung
Sinozentrismus
Erinnerungen und Stimmen aus fernen Winkeln
Die Last der Geopolitik
Die Magie der Grenzgebiete
»Wir« und »die Anderen«
Die Soft Power eines Hahns
Nationale Erniedrigung – Wahrheit oder Propaganda?
Darf es kein Nichts in der Geschichte geben?


Das verwöhnte Kind mit der Zeitbombe: Nordkorea
Durch Flüsse getrennt, durch Geschichte verbunden
Ohne Lippen frieren die Zähne
Revolutionäre Bande in der modernen Welt
»Wir mögen sie vielleicht nicht, aber sie sind unsere Nachbarn«
Reisen für Neugierige
Knacknuss: Rettungsboot oder Plünderer?

Rivalität zwischen Drache und Bär: Russland
Verträge für Handel und Gewerbe
Revolutionen, Kriege und Ideologien
Das chinesisch-sowjetische Zerwürfnis und die russische Diaspora
Eine neue Ära des »Divide et impera«?
Reisen für Neugierige
Knacknuss: Kann Moskau den chinesischen Landhunger in Fernost einhegen?

Phantomschmerzen hinter der Großen Mauer: Mongolei
Grassierende Sinophobie
Wandernde Grenzen
Das Dilemma der Inneren Mongolei
Grenzübergreifender Streit um Dschingis Khan
Reisen für Neugierige
Knacknuss: Die »mongolische Frage« – ein Paradox chinesischer Geschichtsschreibung?

Warum Xinjiang nicht Uiguristan werden darf: Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Afghanistan, Pakistan
Ein Pulverfass mitten auf der Neuen Seidenstraße
Die Internationalisierung der Xinjiang-Frage
Kasachstan: radikale Realpolitik
Kirgisistan: Rohstoffe gegen Investitionen?
Tadschikistan: Territorium gegen Gefälligkeiten
Afghanistan: Friedhof der Weltmächte
Pakistan: Der ewige Allwetter-Verbündete?
Terra incognita? Nicht vor 1949
Reisen für Neugierige
Knacknuss: Ruf des Muezzins oder Reiz der Partei?

Geopolitisches Spiel im Himalaja: Indien, Nepal, Bhutan
Hindi-Chini bhai-bhai: Brüderlichkeit auf dünnem Eis
Grenzlinien und die Politik des Nicht-Verhandelns
Der letzte Tropfen
Der Krieg von 1962
Jenseits von Grenzstreitigkeiten
Das asiatische Jahrhundert: Romanze oder Antipathie?
Nepal und Bhutan: Spielwiesen für Indien und China
Nepal, ein Fähnchen im Wind
Bhutan und seine ökonomische Pilgerfahrt
Szenarien für die Zukunft
Reisen für Neugierige
Knacknuss: Die östliche Zivilisation – ein vergangener Traum?

Opium und regionale Kleptokraten: Myanmar
Die Rache der Geografie
Opium und die China-Verbindung
Rückständig und entwicklungsbedürftig
»Unerklärte Kolonie von Yunnan«?
Burmesische Einsamkeit
Reisen für Neugierige
Knacknuss: Die Gestaltung von Chinas Grenzen: Pax Sinica – quo vadis?

Kommunistische Brüder im Schatten: Vietnam und Laos
Die Schattenseiten eines wohlwollenden Mentors
Kulturelle Sensibilität und Stolz auf eigene Identität
Von »brüderlichen Genossen« zu erbitterten Gegnern
Laos: Zwischenhalt auf dem Weg nach Singapur?
Reisen für Neugierige
Knacknuss: Asiens Wassertürme im Würgegriff des durstigen Drachen?

Unsichere Gewässer und strategische Stützpunkte: das Chinesische Meer und darüber hinaus
Ein Riese und viele Zwerge
Streitigkeiten über maritime Gebiete und territoriale Souveränität
Meer der Fischer, Händler und wokou
Eine Große Mauer aus Sand
Chinas »Taiwan-Frage«
Bambusnetzwerk
Überseewaisen
Fragile Stabilitäten
Die Macht der Vieldeutigkeit
Reisen für Neugierige
Knacknuss: Wie weit wird der Drache schwimmen?

Epilog: Zur Entstehung des Buches

Literaturhinweise

Über die Autoren
Matthias Messmer, geb. 1967, lebt in der Schweiz und schreibt u. a. für die Neue Zürcher Zeitung. Zuletzt erschien sein Buch China: Schauplätze west-östlicher Begegnungen.

Hsin-Mei Chuang stammt aus Taiwan und ist Kulturwissenschaftlerin sowie Journalistin.
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»China an seinen Grenzen ist auf erfrischende Weise anders und neuartig. [...] eine in jeder Beziehung anschauliche illustrierte Reportage.«
(Sabine Dabringhaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.06.2019)

»Eine beeindruckende Überblicksdarstellung«
(Björn Rosen, Der Tagesspiegel, 27.02.2019)

»Spannend wie ein Krimi«
(Christina Müller, BuchMarkt, Februar 2019)

»Dem Autorenteam gelingt es, vielfältige und persönliche Eindrücke […] in eine umfassende Darstellung historischer Entwicklungen im asiatischen Raum einzubinden.«
(Theo Körner, Lesart, 1/2019)

»Messmer und Chuang sind an und über Chinas Grenzen vorgedrungen, in Gebiete, wohin nur wenige von uns jemals reisen werden. Mitgebracht haben sie – nebst beeindruckenden Bildern – informative Essays über die komplexen historischen, politischen und menschlichen Beziehungen zwischen China und seinen Nachbarn. Selten kann das Lesen eines Buches uns in einen so direkten Kontakt mit weit entfernten Völkern, Menschen und Orten bringen. Dieses Buch öffnet uns dafür die Augen!«
(Andrew J. Nathan, Class of 1919 Professor of Political Science at Columbia University, New York)