Geck, Martin: Beethoven hören

Geck, Martin: Beethoven hören

Wenn Geistesblitze geheiligte Formen zertrümmern
Originalausgabe
Beitr.: Schleuning, Peter
Geb. Format 12 x 19 cm
192 S. Mit Notenbeispielen
Erscheint Mitte Februar 2020
Erscheint auch als E-Book

EUR (D) 18,00
ISBN: 978-3-15-011252-6
»Glaubt er, dass ich an eine elende Geige denke, wenn der Geist zu mir spricht und ich es aufschreibe?«, wies Beethoven einmal einen Kollegen zurecht. Doch welche Gedanken sind es, die durch Beethovens Musik zu uns sprechen? Und wie haben seine Geistesblitze in den Werken die Jahrhunderte, alle Länder- und Sprachgrenzen überwunden?

Martin Geck, »Doyen der Musikwissenschaft« (FAZ), nähert sich diesem Beethoven’schen »Geist« nicht über seine Biographie, sondern anhand ausgewählter Werke – von den Streichquartetten und Klaviersonaten bis zu den großen Sinfonien. Er zeigt, dass den musikalischen Strukturen in Beethovens Werken ein ebenso verletzliches wie kämpferisches Ich gegenübersteht. Ein Buch für Beethoven-Kenner, -Liebhaber und alle, die es werden wollen.
Vorwort

Zeichen und Wunder
Von der Sturm-Sonate zum Streichquartett op. 132
»Seine Ichheit auch in der Musik heraustreiben« – Mit der Sturm-Sonate auf »Neuem Weg«
Epiphanie: Das e-Moll-Thema im 1. Satz der Eroica
Plötzlichkeit: Vom Furor des Anfangens in der Fünften
Entzauberung und Illusionsbrechung: die Achte
»Ist da jemand?« Rufe der Sehnsucht in der Klaviersonate op. 110
Tönende Welterkenntnis: die Neunte
Das Ganze ist das Wahre, jedoch in seiner ganzen Zerbrechlichkeit: das Streichquartett a-Moll op. 132

»Merkwürdigkeiten« einer Durchführung
Zum 1. Satz von Beethovens Streichquartett B-Dur op. 130
Gastbeitrag von Peter Schleuning

»Ausbrüche«
Ein Dialog mit Peter Schleuning

»Musica impura« – suchendes Ohr versus forschenden Blick

Wittgensteins »Gebärde«
oder: Musikanalyse im Vorraum des Unsagbaren

Beethovens Musik vor dem Horizont elementarer Lebensprozesse
Eine phänomenologische Sicht
Die Pauke
Wut
Schwellenerfahrung

Beethovens »Neuer Weg« …
… oder der Entschluss, das Leben im Werk aufzuheben

Epilog
Warum wir beim Beethoven-Hören fantasieren dürfen

Anhang
Anmerkungen
Über den Autor
Martin Geck (1936–2019) war Professor für Musikwissenschaft an der Universität Dortmund. Mit seinen Büchern zur Musikgeschichte und Biographien großer Komponisten erreichte er über viele Jahre ein breites Publikum. Sein Beethoven-Buch Der Schöpfer und sein Universum (2017) wurde von der Kritik einhellig als »großes Buch eines großen Musikwissenschaftlers« (SWR2) gefeiert. In Beethoven hören zeigt sich Martin Gecks musikwissenschaftliches Credo und Vermächtnis in pointierter Weise.
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