Payrhuber, Franz-Josef: Lektüreschlüssel. Bertolt Brecht: Leben des Galilei

Payrhuber, Franz-Josef: Lektüreschlüssel. Bertolt Brecht: Leben des Galilei

90 S.
ISBN: 978-3-15-015320-8
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Der Lektüreschlüssel erschließt Bertolt Brechts Leben des Galilei. Um eine Interpretation als Zentrum gruppieren sich 10 wichtige Verständniszugänge:
* Erstinformation zum Werk
* Inhaltsangabe
* Personen (Konstellationen)
* Werk-Aufbau (Strukturskizze)
* Wortkommentar
* Interpretation
* Autor und Zeit
* Rezeption
* »Checkliste« zur Verständniskontrolle
* Lektüretipps mit Filmempfehlungen
* Raum für Notizen

In seiner Bearbeitung des Falls Galilei verschränkt Brecht den historischen Stoff mit Fragestellungen des 20. Jahrhunderts: Das Problem des Widerstands in der Diktatur wird hierin ebenso angesprochen wie die schwierige Rolle von Wissenschaftlern im Zeitalter der Weltkriege. Das Stück gibt es in drei stark voneinander abweichenden, auf spezielle Lebenssituationen und politische Konstellationen hin zugespitzten Fassungen, die der Interpretation in Schule und Studium ein weites Feld eröffnen.
Zu Bertolt Brecht:
Bertolt Brecht (auch Bert Brecht, geb. als Eugen Berthold Friedrich Brecht; 10.2.1898 Augsburg – 14.8.1956 Berlin, DDR), Sohn eines kaufmännischen Angestellten, ist einer der erfolgreichsten Schriftsteller und Dramatiker des 20. Jahrhunderts. 1922 feiert Brecht mit dem Stück Trommeln in der Nacht – einer dramatischen Aufarbeitung des Spartakusaufstands – seinen ersten Erfolg und erhält dafür den Kleist-Preis. Danach arbeitet er in München und Berlin als Dramaturg. 1929 heiratet er Helene Weigel. Vor dem Nationalsozialismus fliehend emigriert er ab 1933 über viele Stationen in die USA und kehrt 1948 nach Berlin zurück, wo er gemeinsam mit Weigel das Berliner Ensemble gründet und 1956 stirbt.
Der politisch-motivierte Schriftsteller Brecht kommentiert in Gedichten wie An die Nachgeborenen oder der Legende von der Entstehung des Buches Taoteking auf dem Weg des Laotse in die Emigration das Zeitgeschehen. Als künstlerisch-dramatisches Instrument entwickelte er das Epische Theater (später nennt er es Dialektisches Theater), das mittels Verfremdungseffekten – wie etwa Gesang oder direkte Ansprache des Publikums – die Künstlichkeit des Bühnengeschehens offenlegt und beim Zuschauer für eine stärkere Reflexion sorgt. Die musikalische Zusammenarbeit mit Komponisten wie Kurt Weill (z. B. Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny,Dreigroschenoper) oder Hanns Eisler (z. B. Leben des Galilei) verhelfen den Stücken zu großer Popularität. Brecht wird mehrfach ausgezeichnet, etwa 1951 mit dem Nationalpreis 1. Klasse der DDR, 1954 mit dem Internationalen Stalin-Friedenspreis sowie 1970 mit dem Drama Desk Award der Stadt New York.