Habermas, Jürgen: Kommunikatives Handeln und detranszendentalisierte Vernunft

Habermas, Jürgen: Kommunikatives Handeln und detranszendentalisierte Vernunft

87 S.
ISBN: 978-3-15-018164-5
4,00 €

inkl. MWSt., ggf. zzgl. Versandkosten
Versandkostenfrei in D ab einem Bestellwert von EUR 25

Lieferung zwischen Dienstag, 24.09.2019, und Donnerstag, 26.09.2019.

Informationen zu Bestellung, Vertragsschluss, Zahlung, Widerruf

In diesem Essay erörtert Habermas den Begriff der "Idealisierung", die im Vollzug des kommunikativen Handelns oder der Argumentation stattfindet. Dabei ist ein detranszendentalisierter Vernunftgebrauch wirksam, der von Kants "Ideen reiner Vernunft" ausgehend zur Konzeption eines kantischen Pragmatismus führt. Die relevanten Positionen von Frege, Davidson, Dummett und Brandom fließen in die Erörterung ein.
Vorwort

Mit dem vorliegenden Text habe ich meinem Freunde Thomas A. McCarthy zum 60. Geburtstag gratuliert. Gleichzeitig will ich damit einem hervorragenden Kollegen für drei Jahrzehnte der gemeinsamen Arbeit, der unermüdlichen Diskussion und der fortdauernden Anregung Dank sagen.
Ich nütze diese Gelegenheit, um den Begriff einer performativ, im Vollzug des kommunikativen Handelns oder der Argumentation vorgenommenen "Idealisierung" zu klären. Die Genealogie dieses Begriffs spiegelt eine Detranszendentalisierung der Vernunft, die von Kant ausgeht und zu der in Wahrheit und Rechtfertigung (1999) entwickelten Konzeption eines Kantischen Pragmatismus führt.