Marquard, Odo: Individuum und Gewaltenteilung

Marquard, Odo: Individuum und Gewaltenteilung. Philosophische Studien

172 S.
ISBN: 978-3-15-018306-9
4,80 €

inkl. MWSt., ggf. zzgl. Versandkosten
Versandkostenfrei in D ab einem Bestellwert von EUR 25

Lieferung zwischen Freitag, 29.10.2021, und Montag, 01.11.2021. Aufgrund der aktuellen Situation kann es zu längeren Versandlaufzeiten kommen.

Informationen zu Bestellung, Vertragsschluss, Zahlung, Widerruf

Marquards zwischen 1984 und 2003 entstandene Texte dokumentieren wiederum seine "endlichkeitsphilosophische Skepsis": Kleine Anthropologie der Zeit – Skepsis als Philosophie der Endlichkeit – Das Über-Wir – Sola divisione individuum – Mut zur Bürgerlichkeit – Die Denkformen und die Gewaltenteilung – Einheitswissenschaft oder Wissenschaftspluralismus? – Musik in der Philosophie u.a.m.
Vorbemerkung - Kleine Anthropologie der Zeit - Skepsis als Philosophie der Endlichkeit - Verweigerung der Bürgerlichkeitsverweigerung 1945: Bemerkungen eines Philosophen - Das Über-Wir Bemerkungen zur Diskursethik - Sola divisione individuum Betrachtungen über Individuum und Gewaltenteilung - Mut zur Bürgerlichkeit Vernünftig ist, wer den Ausnahmezustand vermeidet - Drei Betrachtungen zum Thema "Philosophie und Weiheit" - Die Denkformen und die Gewaltenteilung Zur Aktualität der Philosophie von Hans Leisegang - Einheitswissenschaft oder Wissenschaftspluralismus? - Musik in der Philosophie - Theodizeemotive in Fichtes früher Wissenschaftslehre - Eine Philosophie der Bürgerlichkeit Joachim Ritters Hermeneutik der positivierten Entzweiung
Odo Marquard (26.2.1928 Stolp – 9.5.2015 Celle) war Professor für Philosophie an der Universität Gießen. Zuvor hatte er Philosophie, Germanistik und Theologie an den Universitäten Münster und Freiburg studiert. Von 1984 bis 1987 war Marquard zudem Präsident der ›Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland‹. Marquard gilt zu Recht als einer der scharfsinnigsten Essayisten unter den Philosophen. Sein ebenso pointierter wie polemischer und humoristischer Stil prägte sein Werk, das er selbst mit einem Augenzwinkern (in Anlehnung an Immanuel Kant) als ›Transzendentalbelletristik‹ bezeichnete. Die Möglichkeiten der Philosophie sah er kritisch, sprach von Kompetenzverlust und schuf das Wortungetüm Inkompetenzkompensationskompetenz für die Bemühungen des Faches. Ironisch führte er aus, ›Philosophie ist, wenn man trotzdem denkt‹. Unverrückbar verteidigte er die Geisteswissenschaften. Den Menschen verstand er als Mangelwesen, als homo compensator. In philosophischer Skepsis befasst sich Marquard in Abschied vom Prinzipiellen mit der Endlichkeit des Menschen. Sammlungen seiner Essays liegen etwa unter den Titeln Zukunft braucht Herkunft, Philosophie des Stattdessen, Individuum und Gewalteinteilung oder Skepsis in der Moderne vor. Marquard erhielt wichtige Preise, etwa den hochangesehenen Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa sowie den Cicero-Rednerpreis.