Toller, Ernst: Masse – Mensch

Toller, Ernst: Masse – Mensch. Ein Stück aus der sozialen Revolution des 20. Jahrhunderts

Neuausgabe
Hrsg.: Frühwald, Wolfgang
106 S.
ISBN: 978-3-15-018687-9
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Das epochemachende expressionistische Theater-Stück, das in einer ersten Fassung unter dem Titel Masse 1920 uraufgeführt wurde, untersucht den Hintergrund des Scheiterns utopischer Entwürfe wie etwa der deutschen Revolution nach dem Ersten Weltkrieg, stellt dabei die Frage nach der Legitimation von Gewalt und der Schuld des politisch Handelnden und thematisiert den Konflikt zwischen den revolutionären Forderungen der aufgestachelten »Masse« und dem Gewissen des Einzelnen. Tollers Stück wird hier in der unzensierten Buchfassung von 1925 wiedergegeben.
Ein ausführlicher Kommentar und ein luzides Nachwort erleichtern den Zugang zu diesem wichtigen Text.
Masse – Mensch

Anhang
Anmerkungen
Nachwort
Ernst Toller (1.12.1893 Samotschin bei Bromberg [Posen] – 22.5.1939 New York) genoss als Protagonist des literarischen Expressionismus große Bekanntheit in der Weimarer Republik. Erste Erfolge feierte er mit dem Stationendrama Die Wandlung, das im Kern die Entwicklung zum ›Neuen Menschen‹ nachvollzieht. Als Politiker engagierte er sich in einer pazifistischen Bewegung und wirkte an der gescheiterten Bayerischen Räterepublik im Jahre 1919 mit, nach deren Sturz er fünf Jahre Gefängnishaft verbüßte. Diese Zeit sollte seine literarisch produktivste werden. Sein Anliegen, dass Revolution ohne Blutvergießen stattfinden muss, wird in seinem bekanntesten Werk Masse Mensch zum Ausdruck gebracht. Daneben entstehen mit Die Maschinenstürmer, Der Deutsche Hinkemann und Der entfesselte Wotan drei weitere Dramen in Gefangenschaft. Von den Nationalsozialisten ins Exil getrieben, nahm er sich 1939 in New York das Leben.