Cicero, Marcus Tullius: Brutus

Cicero: Brutus

Lat./Dt.
Neuübersetzung
Hrsg. und Übers.: Gunermann, Heinz
336 S.
ISBN: 978-3-15-018825-5
9,60 €

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Als eine Geschichte der römischen Redekunst von den Anfängen bis zu seiner Zeit hat Cicero 46 v. Chr. Den Dialog Brutus verfasst. Schon allein als Quelle zur antiken Rhetorik ist seine Darstellung darum von großem Wert. Mindestens ebenso interessant ist der Text jedoch als Produkt der Zeitumstände – Caesar bahnt sich unaufhaltsam seinen Weg zur Alleinherrschaft; spannend ist ferner die sich anschließende Frage, ob Cicero mit dem Werk auch politische Absichten verfolgte. Diese Vielschichtigkeit in Verbindung mit seiner kompositorischen Qualität macht den Brutus zu einem Kerntext der klassischen lateinischen Literatur.
Brutus

Zu dieser Ausgabe
Anmerkungen
Aufbau des Werkes
Literaturhinweise
Nachwort
Zeittafel

Cicero (Marcus Tullius Cicero, 3. Januar 106 v. Chr. Arpinum – 7. Dezember 43 v. Chr. Caieta), Anwalt, Dichter und Philosoph, kam aus der Provinz und legte in Rom aufgrund seines rednerischen Talents eine politische Blitzkarriere hin. So brachte er es ›suo anno‹ – zum frühestmöglichen Zeitpunkt für dieses Amt – zum Konsul. Sein Werk ist umfangreich und vielfältig: Als Politiker greift er in den Philippischen Reden den Bürgerkriegsgegner Marcus Antonius an, durch seine Reden In Catilinam (Reden gegen Catilina) beendete er die Catilina-Verschwörung. Für Letzteres wurde er mit dem Ehrentitel ›pater patriae‹ (›Vater des Vaterlandes‹) belohnt. In Werken wie De re publica (Vom Staat) und De officiis (Vom pflichtgemäßen Handeln) widmete er sich der politischen Philosophie. Daneben existieren auch Verteidigungsreden wie etwa Pro Archia Poeta, in der er dem Dichter Archias durch seine beherzte Verteidigung das Bürgerrecht erhält. Von den einen als größter Redner seiner Zeit gefeiert, machte er sich zahlreiche politische Feinde – seine Feindschaft zu Antonius kostete ihn letztendlich das Leben.