Roth, Joseph: Der Vorzugsschüler

Roth, Joseph: Der Vorzugsschüler

Hrsg.: Rogal, Stefan
64 S.
ISBN: 978-3-15-018858-3
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Roths am 10. September 1916 in Österreichs Illustrierter Zeitung erschienener kurzer Text erzählt die Lebensgeschichte des Klassen- Primus Anton, der trotz gesellschaftlichen Erfolgs geplagt ist von Bindungslosigkeit, Fremdheit, Leere und Verlorenheit: Er stellt im Leben fast alles richtig an, nur das Lachen und Lieben versagt er sich bis zu seinem Ende. Schon in diesem Frühwerk beleuchtet Roth also ein Thema, das für ihn schriftstellerisch und existenziell von immenser Bedeutung bleiben sollte. Der Text eignet sich in seiner Kürze und Eingängigkeit vorzüglich für den schulischen Unterricht.
Der Vorzugsschüler

Anhang
Zur Textgestalt
Anmerkungen
Karte
Zeittafel
Literaturhinweise
Abbildungsnachweis
Nachwort
Joseph Roth (2.9.1894 Brody [Galizien] – 27.5.1939 Paris) suchte in Bildern der Vergangenheit nach Gegenentwürfen zur nationalsozialistischen Zeit. Der jüdisch-stämmige Österreicher studierte Germanistik und Philosophie in Wien und war an seinen zahlreichen Lebensstationen als Journalist tätig. 1933 floh er vor dem Nationalsozialismus nach Paris, wo er bis zu seinem Tod lebte. Hatte er in Hiob, seinem ersten literarischen Erfolg, die Gefühlswelt eines Entwurzelten geschildert, beklagte er in Radetzkymarsch und Die Kapuzinergruft sehnsuchtsvoll den Niedergang des österreichischen Judentums und der Donaumonarchie. Mit Andreas, der Hauptfigur seines Romans Die Legende des Heiligen Trinkers, teilte Roth die innere Zerrissenheit und die Zufluchtnahme im Alkohol. Das Werk, das er als sein »eigenes Testament« bezeichnet, sollte tatsächlich sein letztes sein: Kurz nach Beendigung starb der körperlich geschwächte Joseph Roth an einer Lungenentzündung.