Rilke, Rainer Maria: Kurze Prosa

Rilke, Rainer Maria: Kurze Prosa

Hrsg.: Post-Martens, Annemarie; Martens, Gunter
167 S.
ISBN: 978-3-15-019009-8
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Rainer Maria Rilke verdankt seinen Ruhm vor allem der Lyrik. Gleichwohl begann er seine Laufbahn mit kurzer Prosa, mit Erzählungen, und zwar im Alter von nur neun Jahren. Eine erste Zeitungsveröffentlichung gelang ihm schon mit 17, aber er blieb der Gattung der kürzeren Prosa eigentlich sein ganzes Leben lang treu. Einige frühe Prosastücke verfielen einem späteren Verdammungsurteil des Autors, das war aber nicht ganz gerecht, und so versammelt der Band die gelungenen kurzen Prosatexte vor und nach dem frühen, berühmt gewordenen Erfolgswerk Die Weise von Liebe und Tod des Cornett Christoph Rilke, das Rilke selbst zwar später nicht mehr schätzte, seine Leserschaft aber um so mehr.
Feder und Schwert - Was toben die Heiden? – Greise - Die Flucht - Die Stimme - Alle in Einer – Einig - Der Liebende - Das Märchen von den Händen Gottes - Das Lied von der Gerechtigkeit - Von einem, der die Steine belauscht - Wie der Fingerhut dazu kam, der liebe Gott zu sein - Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke - Eine Begegnung - [Ein Brief des lahmen Ewald] - Aus dem Traum-Buch - Der siebente Traum - Der elfte Traum - Der sechsundzwanzigste Traum - Der Löwenkäfig - [Saltimbanques] – Erlebnis – Erinnerung - [Entwurf einer politischen Rede] - [Die Geburt des Lächelns] - Der Brief des jungen Arbeiters
Rainer Maria Rilke (4.12.1875 Prag – 29.12.1926 Val-Mont bei Montreux) begann in Prag mit dem Studium der Kunst- und Literaturgeschichte, das er 1897 in München eher pro forma fortsetzte. Unter dem Eindruck der Begegnung mit L. Andreas-Salomé, die ihn zur Beschäftigung mit Nietzsche anregte und mit der er zwei Russlandreisen unternahm (1899, 1900), verfestigte sich die Absicht, als Dichter zu leben. Sein frühester Gedichtband Leben und Lieder war bereits 1894 erschienen; seinen ersten großen Erfolg – den größten seines Lebens überhaupt – erzielte R. mit der lyrischen, stark rhythmisierten Prosa des Cornet (entstanden 1899). Charakteristisch für R.s spätere Haltung, aus der die Neuen Gedichte hervorgingen, sind die Betonung der Arbeit und des Handwerklichen sowie ein neuer Formwille und eine neue Sachlichkeit, die auf der genauen Beobachtung des einzelnen Gegenstands beruhen.