König, Hans-Joachim: Geschichte Brasiliens

2014
Originalausgabe
400 S. 6 Ktn.
ISBN: 978-3-15-019207-8
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Samba, Fußball, Karneval: die Speerspitzen des Klischees. Die harten Fakten: fünftgrößtes Land der Erde, sechstgrößte Volkswirtschaft (vor Großbritannien!), inzwischen demokratischer Wortführer in den politischen Organisationen der lateinamerikanischen Staaten, eine Gesellschaft im Ringen um eine Loslösung aus ihrer Gewaltgeschichte, aus Diktatur, Rassismus, Korruption und Kriminalität. Der Lateinamerika-Historiker Hans-Joachim König schildert die Geschichte Brasiliens als eine Geschichte von Gegensätzen und bedrückender Ungleichheit, aber auch beeindruckender Dynamik und Vielfalt. Sein Buch hilft, das Land zu verstehen, aus dem wir in den nächsten Jahren viel hören werden.
Einleitung

Ein Land der Gegensätze und Ungleichheiten

Die Vorgeschichte der Entdeckung Brasiliens
Die Anfänge der europäischen Expansion
Die Teilung der Neuen Welten

Die Anfänge der portugiesischen Kolonie. Brasilien von 1500 bis um 1700
Entdeckung und Eroberung des brasilianischen Küstensaums
Administrative und territoriale Stabilisierung der Kolonie
Niederländische Besetzung brasilianischer Gebiete
Indianerpolitik, Sklaverei und Plantagenwirtschaft

Die Konsolidierung und Loslösung der Kolonie. Reformen, Revolten, Selbständigkeit (1700–1822)
Minas Gerais und der Wirtschaftszyklus des Goldes
Portugals neue Kolonialpolitik ab 1750
Kolonialkritik und erste Autonomiebestrebungen
Von der Kolonie zum Vereinigten Königreich Portugal-Brasilien
Die Loslösung Brasiliens durch den Prinzregenten

Das Kaiserreich Brasilien. Neue Souveränität, alte Strukturen, Neubeginn (1822–1889)
Politische Stabilität durch die kaiserliche Autorität Pedros I.
Die Übergangsregierungen der Regentschaften
Politische und wirtschaftliche Konsolidierung unter Pedro II.
Politische Instabilität durch Anwachsen von Republikanismus und Abolitionismus

Die erste Republik. Regionalismus und exportorientierte Oligarchie (1889–1930)
Die »Politik der Gouverneure«
Wirtschaftliche Entwicklung durch Kaffeeexport
Partizipationskrise und neue Akteure

Die Umstrukturierung des politischen Systems. Autoritarismus, Wirtschaftsnationalismus und Getulismus (1930–1964)
Von der »Revolution« zur Diktatur
Die Entwicklungsdiktatur des Estado Novo
Zerbrechliche Demokratie
Scheitern der Demokratie

Die Herrschaft der Militärs. Die brasilianische Entwicklungsdiktatur (1964–1985)
Demokratische Fassade und autoritäre Praxis
Diktatur und Guerillabewegungen
Autoritarismus und Wirtschaftswunder
Wirtschaftsprobleme und politische Öffnung
Haltung und Bedeutung der Kirche
Gesellschaftliche Konsequenzen des Militärregimes

Die »Neue Republik«. Brasilien auf dem Weg zu politischer und wirtschaftlicher Stabilität und Partizipation (ab 1985)
Demokratisierung in den 1980/1990er Jahren
Wechselvolle politische und wirtschaftliche Stabilisierung in den 1990er Jahren
Wirtschaftsentwicklung und soziale Programme seit 2003

Verzeichnis der Karten
Literaturhinweise
Personenregister
Zum Autor
Hans-Joachim König, geboren 1941, studierte Geschichte, Latein und Spanisch in Münster und Hamburg. Promotion (1969) und Habilitation für Geschichte Lateinamerikas (1984) an der Universität Hamburg. Bis zu seiner Pensionierung 2006 lehrte er als Professor für Geschichte Lateinamerikas an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und war Mitdirektor des dortigen Zentralinstituts für Lateinamerika-Studien, Gastprofessor in Argentinien, Chile, Kolumbien, Mexiko. Korrespondierendes Mitglied der Akademien für Geschichte von Chile (1991) und Kolumbien (1996); Träger des Ordens Orden del Libertador (Venezuela 1997). Vizepräsident und Präsident der Vereinigung europäischer Lateinamerikahistoriker, AHILA (1999–2005).