Schiller, Friedrich: Kabale und Liebe. Textausgabe mit Kommentar und Materialien (Reclam XL)

Schiller, Friedrich: Kabale und Liebe.
Textausgabe mit Kommentar und Materialien

Reclam XL – Text und Kontext
Hrsg.: Kämper, Max
Format: 11,4 x 17 cm
155 S. 3 Abb.
ISBN: 978-3-15-019226-9
4,80 €

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Klassenlektüre und Textarbeit einfach gemacht: Die Reihe »Reclam XL – Text und Kontext« erfüllt alle Anforderungen an Schullektüre und Bedürfnisse des Deutschunterrichts:
* Das Format ist größer als die gelben Klassiker der Universal-Bibliothek, mit ausreichend Platz für Notizen am Seitenrand.
* Schwierige Wörter werden am Fuß jeder Seite erklärt, ausführlichere Wort- und Sacherläuterungen stehen im Anhang.
* Zusatz-Materialien im Anhang erleichtern das Verständnis des Werkes und liefern Impulse für Diskussionen im Unterricht: zu Quellen und Stoff, Biographie des Autors, Epoche und Rezeptionsgeschichte.

Das 1784 erschienene und uraufgeführte Drama Kabale und Liebe (ursprünglich unter dem Titel Luise Millerin geplant) von Friedrich Schiller beschließt, in Anlehnung an Gotthold Ephraim Lessings Emilia Galotti, die Entwicklung des bürgerlichen Trauerspiels im 18. Jahrhundert – eine literarische Form, die mit der klassizistischen Auffassung und Tragödie bricht und Probleme des häuslich-privaten Bereichs und den Konflikt der Stände zum Gegenstand der tragischen Handlung macht. In sehr direkter Weise wird in Schillers Kabale und Liebe mit seinem auf Spannung angelegten klaren Aufbau Kritik an den politischen Zuständen in der Fürstentümern geübt: Willkür, Mätressenwirtschaft, Verkauf von Landeskindern. Das bürgerliche Trauerspiel kontrastiert die verrottete Moral des Hofes mit der Tugend des Bürgertums. Im Mittelpunkt des Sturm-und-Drang-Stücks steht die tragische Liebesbeziehung zwischen Angehörigen verschiedener Stände: zwischen dem Adligen Ferdinand und der Musikertochter Luise Miller. Kabale und Liebe eroberte rasch die Bühne und gehört zu den großen Klassikern des deutschen Dramas.

Die Bände von Reclam XL sind im Textteil seiten- und zeilenidentisch mit den gelben Ausgaben der Universal-Bibliothek. UB- und XL-Ausgaben sind also nicht nur im Unterricht nebeneinander verwendbar – es passen auch weiterhin alle Lektüreschlüssel, Erläuterungsbände und Interpretationen dazu.
Kabale und Liebe

Anhang

1. Zur Textgestalt

2. Anmerkungen

3. Leben und Zeit

4. Der absolutistische Fürstenhof
4.1 Pracht und Verschwendungssucht im Herzogtum Württemberg
4.2 Mätressenwechsel unter Herzog Carl Eugen
4.3 Soldatenhandel zur Zeit Schillers
4.4 »Ein Dolchstoß in das Herz des Absolutismus«: H. A. Korff über die politische Sprengkraft des Dramas (1923)

5. Die bürgerliche Familie im 18. Jahrhundert
5.1 »Dieses Bürgertum lebt … in der Kampfstellung« – Fritz Martini zur dramatischen Situation (1952)
5.2 Helmut Scheuer: »Väter und Töchter. Konfliktmodelle im Familiendrama des 18. und 19. Jahrhunderts« (1994)

6. Eine Religion der unbedingten Liebe
6.1 Karl S. Guthke: »Kabale und Liebe. Tragödie der Säkularisation« (1992)
6.2 Ulrich Beck: »Die irdische Religion der Liebe« (1990)

7. Literaturhinweise
Friedrich Schiller (seit 1802: von; 10. 11. 1759 Marbach a. N. – 9. 5. 1805 Weimar) bildet mit Goethe den Kern der Weimarer Klassik, der bedeutendsten deutschen Literaturepoche. Schiller begann als Aufsehen erregender Sturm-und-Drang-Dichter und prägte seit 1795 als Publizist, Theoretiker, Dramatiker und Lyriker das berühmte klassische Weimarer Jahrzehnt. Schillers Dramen gehören noch heute zu den meistgespielten der deutschen Literatur, seine Gedichte, z. B. die Balladen, zählten im 19. Jahrhundert und darüber hinaus zum festen kulturellen Kanon der deutschen Literatur.
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