Chamisso, Adelbert von: Peter Schlemihls wundersame Geschichte. Textausgabe mit Kommentar und Materialien (Reclam XL )

Chamisso, Adelbert von: Peter Schlemihls wundersame Geschichte. Textausgabe mit Kommentar und Materialien

Reclam XL – Text und Kontext
Hrsg.: Gräfe, Florian
Format: 11,4 x 17 cm
108 S. 5 Abb.
ISBN: 978-3-15-019229-0
3,60 €

inkl. MWSt., ggf. zzgl. Versandkosten
Versandkostenfrei in D ab einem Bestellwert von EUR 25

Lieferung zwischen Dienstag, 22.10.2019, und Donnerstag, 24.10.2019.

Informationen zu Bestellung, Vertragsschluss, Zahlung, Widerruf

Klassenlektüre und Textarbeit einfach gemacht: Die Reihe »Reclam XL – Text und Kontext« erfüllt alle Anforderungen an Schullektüre und Bedürfnisse des Deutschunterrichts:
* Das Format ist größer als die gelben Klassiker der Universal-Bibliothek, mit ausreichend Platz für Notizen am Seitenrand.
* Schwierige Wörter werden am Fuß jeder Seite erklärt, ausführlichere Wort- und Sacherläuterungen stehen im Anhang.
* Zusatz-Materialien im Anhang erleichtern das Verständnis des Werkes und liefern Impulse für Diskussionen im Unterricht: zu Quellen und Stoff, Biographie des Autors, Epoche und Rezeptionsgeschichte.

Adelbert von Chamissos 1814 erschienene phantastische Erzählung Peter Schlemihls wundersame Geschichte handelt von einem sanften, weltfremden Jüngling, der einem rätselhaften Mann in einem grauen Rock seinen Schatten verkauft. Er ist jedoch außerstande, den so erworbenen Reichtum zu genießen, da er von den Menschen verstoßen oder verhöhnt wird, sobald sie merken, dass er keinen Schatten hat. Als eine Art Buße durchwandert Peter Schlemihl die Welt mit Siebenmeilenstiefeln und erforscht die Natur.
Die Erzählung in Briefform, in der zahlreiche Motive und Elemente aus den Bereichen Märchen und Sage verarbeitet sind, ist so angelegt, dass der fiktive Peter Schlemihl seinem ›Freund‹ Chamisso seine Geschichte erzählt; er spricht als Ich-Erzähler den Autor immer wieder direkt an und verleiht den Berichten dadurch Unmittelbarkeit und Echtheit.

Die Bände von Reclam XL sind im Textteil seiten- und zeilenidentisch mit den gelben Ausgaben der Universal-Bibliothek. UB- und XL-Ausgaben sind also nicht nur im Unterricht nebeneinander verwendbar – es passen auch weiterhin alle Lektüreschlüssel, Erläuterungsbände und Interpretationen dazu.
An meinen alten Freund Peter Schlemihl
An Julius Eduard Hitzig von Adelbert von Chamisso
An Ebendenselben von Fouque´
An Fouque´ von Hitzig
Peter Schlemihls wundersame Geschichte
An Adelbert von Chamisso
Vorrede des Herausgebers

Anhang

1. Zur Textgestalt

2. Anmerkungen

3. Leben und Zeit

4. Peter Schlemihl als Spiegelung des Autors
4.1 Methodische Probleme herkömmlicher biographischer Deutung
4.2 Deutungshinweise des Autors

5. Zur Bedeutung des Schattens
5.1 Der Schatten als Interpretationshilfe für den Charakter eines Menschen: Die Physiognomik
5.2 Der Schatten als »gesellschaftliches Existenzrecht«

6. Zur Gattung
6.1 »Phantastische Novelle«: Thomas Mann
6.2 »Übergewicht der Wirklichkeit« gegenüber den »herkömmlichen Märchenrequisiten«: Ernst Loeb
6.3 »Wirklichkeitsmärchen«: Paul-Wolfgang Wührl

7. Abbildungen des Peter Schlemihl

8. Literaturhinweise
Adelbert von Chamisso (d. i. Louis Charles Adélaïde de Chamisso de Boncourt, getauft 31.1.1781 Schloss Boncourt [Champagne] – 21.8.1838 Berlin) war ein aus französischem Adel stammender Naturforscher und Schriftsteller, der mit seinem Werk an der Schwelle zwischen Romantik und Biedermeier / Vormärz steht. Aus Wissensdurst bildete er sich neben dem Dienst im preußischen Heer zunächst autodidaktisch weiter und begann dann 1812 ein botanisches und zoologisches Studium, das ihm die Möglichkeit gab, 1815 bis 1818 als Naturforscher Teil einer Weltumseglung zu werden. Den größten Erfolg hatte Chamisso mit seinem Roman Peter Schlehmils wundersame Geschichte, in dem der Protagonist den Tauschhandel mit dem Teufel – seinen Schatten gegen unendlichen Reichtum – wieder rückgängig machen möchte. In der Ballade Das Riesenspielzeug hält ein Riesenmädchen Bauern für Spielzeug und wird von ihrem Vater dafür zurechtgewiesen. Es handelt sich hierbei um die bekannteste Bearbeitung eines elsässischen Sagen-Stoffes.