Sophokles: König Ödipus. Textausgabe mit Kommentar und Materialien (Reclam XL)

Sophokles: König Ödipus. Textausgabe mit Kommentar und Materialien

Reclam XL – Text und Kontext
Hrsg.: Leis, Mario
Übers.: Steinmann, Kurt
Format: 11,4 x 17 cm
114 S. 9 Abb.
ISBN: 978-3-15-019236-8
4,60 €

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Klassenlektüre und Textarbeit einfach gemacht: Die Reihe »Reclam XL – Text und Kontext« erfüllt alle Anforderungen an Schullektüre und Bedürfnisse des Deutschunterrichts:
* Das Format ist größer als die gelben Klassiker der Universal-Bibliothek, mit ausreichend Platz für Notizen am Seitenrand.
* Schwierige Wörter werden am Fuß jeder Seite erklärt, ausführlichere Wort- und Sacherläuterungen stehen im Anhang.
* Zusatz-Materialien im Anhang erleichtern das Verständnis des Werkes und liefern Impulse für Diskussionen im Unterricht: zu Quellen und Stoff, Biographie des Autors, Epoche und Rezeptionsgeschichte.

König Ödipus ist Sophokles’ dramatische Bearbeitung des Ödipus-Mythos. Die Tragödie wurde 425 v. Chr. aufgeführt. Die Handlung basiert auf einer Legende, in der Ödipus prophezeit wird, dass er seinen Vater töten und mit seiner Mutter Kinder zeugen wird. Dieser Mythos war dem damaligen Publikum bereits bekannt und so geht es in Sophokles’ Drama vielmehr um die Wahrheitssuche und Selbstenthüllung des Ödipus.

Die Bände von Reclam XL sind im Textteil seiten- und zeilenidentisch mit den gelben Ausgaben der Universal-Bibliothek. UB- und XL-Ausgaben sind also nicht nur im Unterricht nebeneinander verwendbar – es passen auch weiterhin alle Lektüreschlüssel, Erläuterungsbände und Interpretationen dazu.
König Ödipus


Anhang
1. Zur Textgestalt
2. Anmerkungen
3. Sophokles: Leben und Zeit
4. Die antike Tragödie
5. Stoffgeschichte des König Ödipus
5.1 Der Ödipus-Mythos
5.2 Das Rätsel der Sphinx
5.3 Der Ödipus-Mythos vor Sophokles
5.4 Ödipus’ Ende
6. Rezeptionsgeschichte
7. Literaturhinweise

Sophokles (496/496 v. Chr. in Kolonos – 406 v. Chr. in Athen) gehört neben Aischylos und Euripides zu den bedeutendsten Tragödiendichtern der Antike. Der Sohn eines Fabrikanten schrieb über 120 Stücke – von denen bis heute nur noch sieben vollständig erhalten sind – und ging im Wettstreit der Dramatiker 24 Mal als Sieger hervor. Aristoteles skizziert Sophokles in seiner »Poetik« als einen Erneuerer des Theaters: Er führte den dritten Schauspieler ein, erweiterte den 12-köpfigen Chor auf 15 und nutzte als Erster gemalte Bühnenkulissen. Sophokles’ berühmtes analytisches Drama König Ödipus zeigt den im Dialog vollzogenen Erkenntnisprozess des gleichnamigen thebanischen Königs, der im Wissen über den selbst verübten Vatermord und die Heirat der eigenen Mutter endet. In Antigone stürzt der Konflikt zwischen weltlichem und religiösem Recht die Protagonistin in ein Dilemma, das sie letzten Endes das Leben kostet. Einige heutige Interpreten erkennen in ihrem Widerstand gegen Kreon einen mutigen Akt zivilen Ungehorsams.

Der Übersetzer:
Der Luzerner Altphilologe Kurt Steinmann, geb. 1945, unterrichtete bis 2003 an einem Gymnasium. Seit den 1970er Jahren übersetzt er griechische und lateinische Werke ins Deutsche, darunter auch Stücke aller drei großen Dramatiker der griechischen Klassik, Aischylos, Sophokles und Euripides. Im deutschsprachigen Raum werden seine Übertragungen immer wieder auf die Bühne gebracht (u. a. Münchner Kammerspiele, Schaubühne Berlin).
2019 Johann-Heinrich-Voß-Preis für Übersetzung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung für seine Übertragungen griechischer und lateinischer Klassiker.