Hoffmann, E.T.A.: Der Sandmann

Reclam XL – Text und Kontext
Hrsg.: Kämper, Max
Format: 11,4 x 17 cm
104 S. 9 Abb.
ISBN: 978-3-15-019237-5
E. T. A. Hoffmanns Der Sandmann ist ein Musterbeispiel der Schauerliteratur. 1816 erschienen, ist die Erzählung der schwarzen Romantik zuzuordnen. Diese Unterströmung der Romantik war fasziniert vom menschlichen Wahnsinn und dem Bösen. In Der Sandmann geht es um den Studenten Nathanael, der sich feindlichen Mächten in der Gestalt des Sandmanns gegenübersieht. Auch für die Leser beginnt die Grenze zwischen Realität und Wahnsinn zu fließen …

Die Reihe »Reclam XL - Text und Kontext« bietet Klassikertexte mit Kommentar und ist damit speziell auf die Bedürfnisse des Deutschunterrichts zugeschnitten. Auf die sorgfältig edierten Texte folgt ein Anhang mit Materialien, die das Verständnis des Werkes erleichtern und Impulse für Diskussionen im Unterricht liefern: Text- und Bilddokumente zu Quellen und Stoff, zur Biographie des Autors, zu seiner Epoche sowie zur Rezeptionsgeschichte. Die Herausgeber sind erfahrene Schulpraktiker, die die Materialien nach den gegenwärtigen Erkenntnissen von Germanistik und Fachdidaktik für jeden Band neu erarbeitet haben.
Die Bände von »Reclam XL« sind im Textteil seiten- und zeilenidentisch mit denen der Universal-Bibliothek. UB- und XL-Ausgaben sind also nicht nur im Unterricht nebeneinander verwendbar - es passen auch weiterhin alle Lektüreschlüssel, Erläuterungsbände und Interpretationen dazu.

Weitere Informationen zur Reihe, eine Übersicht über alle XL-Titel und einen Blick ins Buch von Reclam XL Iphigenie auf Tauris
finden Sie hier.
Der Sandmann


Anhang
1. Zur Textgestalt

2. Anmerkungen

3. Leben und Zeit
3.1 E.T.A. Hoffmann – Stationen seines Lebens
3.2 E.T.A. Hoffmann: »Seit fünf Tagen habe ich nichts gegessen als Brot« (1808)
3.3 Julius Edward Hitzig: Durchschwärmte Nächte (1823)
3.4 Friedrich von Schuckmann: »Er hat als einen pflichtvergessenen, höchst unzuverlässigen und selbst gefährlichen Staatsbeamten sich bewiesen« (1822)
3.5 Johann Wolfgang Goethe: »die krankhaften Werke des leidenden Mannes« (1827)
3.6 Rüdiger Safranski: »Wenn es jemanden gab, der dem romantischen Ideal des Spielers … wirklich nahe kam, so war es Hoffmann« (2007)
3.7 Heinrich Heine: »Dort am Tisch … Das ist der Kammergerichtsrath Hoffmann« (1822)
3.8 E.T.A. Hoffmann: »… daß ich an den notwendigsten Bedürfnissen des Lebens Mangel leide« (1812)

4. »Wahnsinn« – Nachtseiten der menschlichen Psyche
4.1 Meyers Konversationslexikon: »Wahnsinn« (1888)
4.2 Fischer/Riedesser, Lehrbuch der Psychotraumatologie: »Trauma« (2009)
4.3 E.T.A. Hoffmann, Die Serapions-Brüder: »… als mich der Kaiser Decius hinrichten ließ«
4.4 Rudolf Drux: »Nathanaels erster Brief erhält dadurch den Charakter einer Anamnese« (1991)
4.5 Wahnsinn als Gegenstand der Literatur
4.5.1 Heinrich von Kleist, Penthesilea (1808)
4.5.2 Georg Büchner, Lenz (1839)
4.5.3 Rainer Maria Rilke, Die Irren (1908)

5. Aspekte der bürgerlichen Gesellschaft im frühen 19. Jahrhundert
5.1 Thomas Nipperdey: »… der Prozeß der Feminisierung der Frau« (1983)
5.2 Adolph Freiherr von Knigge: »Der Anstand und die Gebärdensprache sollen edel sein« (1788)
5.3 Thomas Koebner: »Die Idylle … trügt« (1988)
5.4 Günter Saße: »Wahrnehmungstabus und Kommunikationsblockaden« (2004)

6. Erzähltechnik und Sprache
6.1 E.T.A. Hoffmann: »Das serapiontische Prinzip« (1818)
6.2 Rudolf Drux: »Die Erzählung sperrt sich gegen die Abstraktion eines einsinnigen Wirklichkeitsbegriffs« (1991)
6.3 Hartmut Steinecke: »Durch die wechselnde Perspektive bleiben viele Fragen offen« (1997)
6.4 Thomas Koebner: »… Hochmut eines Realitätsbegriffs, für den es nichts geben soll, was nicht für normal gilt« (1988)
6.5 Gerhard Neumann: »… etwas ganz und gar Neues, bislang Unvorstellbares« (2001)

7. Der Traum vom künstlichen Menschen
7.1 Rudolf Drux: Frankenstein oder der Mythos vom künstlichen Menschen und seinem Schöpfer (1999)
7.2 Künstliche Menschen als Gegenstand von Mythos und Literatur
7.2.1 Ovid: Pygmaleon (um 1–8 n.Chr.)
7.2.2 Jüdische Sagen aus dem Prager Ghetto: Die Erschaffung des Golem (um 1580)
7.2.3 Johann Wolfgang Goethe, Faust II: »Laboratorium«

8. Der Sandmann als romantisches Nachtstück
8.1 Peter Bekes: »›Nachtstücke‹ als Kontrastbilder zur Welt des Rationalen und Nützlichen« (2005)
8.2 Gerhard Neumann: »… verhängnisvolles Spiel … zwischen Unbewusstem und Bewusstsein« (2001)

9. Literaturhinweise

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