Hoffmann, E.T.A.: Der Sandmann.
Textausgabe mit Kommentar und Materialien

Reclam XL – Text und Kontext
Hrsg.: Kämper, Max
Format: 11,4 x 17 cm
104 S. 9 Abb.
ISBN: 978-3-15-019237-5
3,80 €

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Klassenlektüre und Textarbeit einfach gemacht: Die Reihe »Reclam XL – Text und Kontext« erfüllt alle Anforderungen an Schullektüre und Bedürfnisse des Deutschunterrichts:
* Das Format ist größer als die gelben Klassiker der Universal-Bibliothek, mit ausreichend Platz für Notizen am Seitenrand.
* Schwierige Wörter werden am Fuß jeder Seite erklärt, ausführlichere Wort- und Sacherläuterungen stehen im Anhang.
* Zusatz-Materialien im Anhang erleichtern das Verständnis des Werkes und liefern Impulse für Diskussionen im Unterricht: zu Quellen und Stoff, Biographie des Autors, Epoche und Rezeptionsgeschichte.

Trauma, Wahnsinn und die dämonische Faszination der Liebe: In E. T. A. Hoffmanns berühmter Erzählung wird der Student Nathanael unter dem Einfluss erschütternder Kindheitserinnerungen verrückt und verfällt einer Frau, die jedoch kein Mensch ist. Schaurig-schön poetisiert Hoffmann die innere Zerrissenheit seines Protagonisten zwischen Realität und Phantasie. Ein Meisterwerk der Schwarzen Romantik!

Die Bände von Reclam XL sind im Textteil seiten- und zeilenidentisch mit den gelben Ausgaben der Universal-Bibliothek. UB- und XL-Ausgaben sind also nicht nur im Unterricht nebeneinander verwendbar – es passen auch weiterhin alle Lektüreschlüssel, Erläuterungsbände und Interpretationen dazu.
Der Sandmann


Anhang
1. Zur Textgestalt

2. Anmerkungen

3. Leben und Zeit
3.1 E.T.A. Hoffmann – Stationen seines Lebens
3.2 E.T.A. Hoffmann: »Seit fünf Tagen habe ich nichts gegessen als Brot« (1808)
3.3 Julius Edward Hitzig: Durchschwärmte Nächte (1823)
3.4 Friedrich von Schuckmann: »Er hat als einen pflichtvergessenen, höchst unzuverlässigen und selbst gefährlichen Staatsbeamten sich bewiesen« (1822)
3.5 Johann Wolfgang Goethe: »die krankhaften Werke des leidenden Mannes« (1827)
3.6 Rüdiger Safranski: »Wenn es jemanden gab, der dem romantischen Ideal des Spielers … wirklich nahe kam, so war es Hoffmann« (2007)
3.7 Heinrich Heine: »Dort am Tisch … Das ist der Kammergerichtsrath Hoffmann« (1822)
3.8 E.T.A. Hoffmann: »… daß ich an den notwendigsten Bedürfnissen des Lebens Mangel leide« (1812)

4. »Wahnsinn« – Nachtseiten der menschlichen Psyche
4.1 Meyers Konversationslexikon: »Wahnsinn« (1888)
4.2 Fischer/Riedesser, Lehrbuch der Psychotraumatologie: »Trauma« (2009)
4.3 E.T.A. Hoffmann, Die Serapions-Brüder: »… als mich der Kaiser Decius hinrichten ließ«
4.4 Rudolf Drux: »Nathanaels erster Brief erhält dadurch den Charakter einer Anamnese« (1991)
4.5 Wahnsinn als Gegenstand der Literatur
4.5.1 Heinrich von Kleist, Penthesilea (1808)
4.5.2 Georg Büchner, Lenz (1839)
4.5.3 Rainer Maria Rilke, Die Irren (1908)

5. Aspekte der bürgerlichen Gesellschaft im frühen 19. Jahrhundert
5.1 Thomas Nipperdey: »… der Prozeß der Feminisierung der Frau« (1983)
5.2 Adolph Freiherr von Knigge: »Der Anstand und die Gebärdensprache sollen edel sein« (1788)
5.3 Thomas Koebner: »Die Idylle … trügt« (1988)
5.4 Günter Saße: »Wahrnehmungstabus und Kommunikationsblockaden« (2004)

6. Erzähltechnik und Sprache
6.1 E.T.A. Hoffmann: »Das serapiontische Prinzip« (1818)
6.2 Rudolf Drux: »Die Erzählung sperrt sich gegen die Abstraktion eines einsinnigen Wirklichkeitsbegriffs« (1991)
6.3 Hartmut Steinecke: »Durch die wechselnde Perspektive bleiben viele Fragen offen« (1997)
6.4 Thomas Koebner: »… Hochmut eines Realitätsbegriffs, für den es nichts geben soll, was nicht für normal gilt« (1988)
6.5 Gerhard Neumann: »… etwas ganz und gar Neues, bislang Unvorstellbares« (2001)

7. Der Traum vom künstlichen Menschen
7.1 Rudolf Drux: Frankenstein oder der Mythos vom künstlichen Menschen und seinem Schöpfer (1999)
7.2 Künstliche Menschen als Gegenstand von Mythos und Literatur
7.2.1 Ovid: Pygmaleon (um 1–8 n.Chr.)
7.2.2 Jüdische Sagen aus dem Prager Ghetto: Die Erschaffung des Golem (um 1580)
7.2.3 Johann Wolfgang Goethe, Faust II: »Laboratorium«

8. Der Sandmann als romantisches Nachtstück
8.1 Peter Bekes: »›Nachtstücke‹ als Kontrastbilder zur Welt des Rationalen und Nützlichen« (2005)
8.2 Gerhard Neumann: »… verhängnisvolles Spiel … zwischen Unbewusstem und Bewusstsein« (2001)

9. Literaturhinweise

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