Rilke, Rainer Maria: Autobiographische Schriften

Rilke, Rainer Maria: Autobiographische Schriften

Auswahl
Hrsg.: Post-Martens, Annemarie; Martens, Gunter
285 S.
ISBN: 978-3-15-019359-4
8,80 €

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»Die gute Ellen Key hat mich natürlich umgehend mit dem Malte verwechselt«, schrieb Rilke mokant an seine Freundin Lou Andreas Salomé. Natürlich hat der Autor ernsthaft zugeben müssen, dass seine Romanhauptfigur in »meinen Gefahren« untergeht, »gewissermaßen, um mir den Untergang zu ersparen«.

Wie Rilke in seiner Lebensgeschichte und Lebenserfahrung gräbt, um sein Werk zu schöpfen, das lässt sich an den erhaltenen autobiographischen Dokumenten, an Briefen, Tagebüchern, expliziten Selbstaussagen in der Essayistik und Gelegenheitslyrik nachvollziehen, die hier in diesem Band in einer breiten, repräsentativen Auswahl zusammengestellt sind.
Autobiographische Schriften. Auswahl

1 Aus: Rilke an seinen Vater Josef Rilke, Sommer 1885
2 Pierre Dumont
3 Aus: Rilke an Valerie von David Rhonfeld, Prag, 4. Dezember 1894
4 Vorwort zu Heft 1 der Zeitschrift Wegwarten
5 Beilage eines Briefes an Franz Brümmer
6 Eine alte Geschichte
7 Aus: Christus-Visionen
7a Jahrmarkt
7b Judenfriedhof
8 Aus: Rilke an Nora Goudstikker, Meran, 4. April 1897
9 Aus: Rilke an Ludwig Ganghofer, München, 16. April 1897
10 Aus: Rilke an Wilhelm von Scholz, Konstanz, 19. April 1897
11 Aus: Das Florenzer Tagebuch
11a Aus unserm winterlieben Gelände …
11b Auszuge aus den Tagebucheintragungen, Florenz, Viareggio und Zoppot, April bis Juli 1898
12 Ewald Tragy
13 Aus: Schmargendorfer und Worpsweder Tagebuch
14 Aus: Rilke an Jelena Woronina, St. Petersburg, 9. Juni 1899
15 Die Turnstunde
16 Ich steh im Finstern …
17 Aus: Rilke an Ellen Key, Viareggio, 3. April 1903
18 Aus Briefen Rilkes an Lou Andreas-Salomé, Juli 1903 bis Mai 1904
18a Aus: Rilke Lou Andreas-Salomé, Worpswede, 18. Juli 1903
18b Aus: Rilke an Lou Andreas-Salomé, Oberneuland, 8. August 1903
18c Aus: Rilke an Lou Andreas-Salomé, Rom, 13. November 1903
18d Aus: Rilke an Lou Andreas-Salomé, Rom, 15. April 1904
18e Aus: Rilke an Lou Andreas-Salomé, Rom, 12./13. Mai 1904
19 Jugend-Bildnis meines Vaters
20 Selbstbildnis aus dem Jahre 1906
21 Aus Briefen Rilkes an Lou Andreas-Salomé, Herbst 1911 bis Dezember 1911
21a Drei Gedichte für Lou Andreas-Salomé, Duino, Herbst 1911
21b Aus: Rilkes an Lou Andreas-Salomé , Duino, 28. Dezember 1911 140
22 Erlebnis
22a Es mochte wenig mehr als ein Jahr her sein …
22b Späterhin meinte er, sich gewisser Momente zu erinnern …
23 Aus: Rilke an Magda von Hattingberg, Paris, 1. Februar 1914
24 Aus: Rilke an Lou Andreas-Salome, Leipzig, 8. Juni 1914
25 Aus: Rilke an Norbert von Hellingrath, Leipzig, 29. Juli 1914
26 Erinnerung
27 Aus: Rilke an Marie Taxis, Wien, 17. Februar 1916
28 Aus: Rilke an Clara Rilke, München, 7. November 1918
29 Aus: Rilke an Anni Mewes, München, 19. Dezember 1918
30 Aus: Rilke an Leopold von Schlözer, Locarno, 21. Januar 1920
31 Aus: Rilke an Cäsar von Sedlakowitz, Berg am Irchel, 9. Dezember 1920
32 Das Testament
33 Aus: Rilke an Lou Andreas-Salome, Muzot, 11. Februar 1922
34 Aus Briefen an Hermann Pongs (1924)
34a Aus: Rilke an Hermann Pongs, Muzot, 17. August 1924
34b Aus: Rilke an Hermann Pongs, Muzot, 21. Oktober 1924
35 Aus: Rilke an Marina Zwetajewa, Val Mont, 17. Mai 1926
36 Ankunft
37 Komm du, du letzter …

Anhang
Zu dieser Ausgabe
Siglen und Literaturhinweise
Kommentare
Daten zu Leben und Werk
Rainer Maria Rilke (4.12.1875 Prag – 29.12.1926 Val-Mont bei Montreux) begann in Prag mit dem Studium der Kunst- und Literaturgeschichte, das er 1897 in München eher pro forma fortsetzte. Unter dem Eindruck der Begegnung mit L. Andreas-Salomé, die ihn zur Beschäftigung mit Nietzsche anregte und mit der er zwei Russlandreisen unternahm (1899, 1900), verfestigte sich die Absicht, als Dichter zu leben. Sein frühester Gedichtband Leben und Lieder war bereits 1894 erschienen; seinen ersten großen Erfolg – den größten seines Lebens überhaupt – erzielte R. mit der lyrischen, stark rhythmisierten Prosa des Cornet (entstanden 1899). Charakteristisch für R.s spätere Haltung, aus der die Neuen Gedichte hervorgingen, sind die Betonung der Arbeit und des Handwerklichen sowie ein neuer Formwille und eine neue Sachlichkeit, die auf der genauen Beobachtung des einzelnen Gegenstands beruhen.
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