Marquard, Odo: Endlichkeitsphilosophisches. Über das Altern

Hrsg.: Wetz, Franz Josef
98 S.
ISBN: 978-3-15-020278-4
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Der Band versammelt die wichtigsten Texte des Philosophen und Transzendental-Belletristen Odo Marquard zum Thema Altern. Er enthält Einwilligung in das Zufällige, Vernunft und Humor und Zum Lebensabschnitt der Zukunftverweigerung, sodann die bereits bei Reclam erschienenen Verweigerung der Bürgerlichkeitsverweigerung und Zeit und Endlichkeit, vor allem aber ein neues Interview Das Alter – mehr Ende als Ziel, das Franz Josef Wetz, sein Schüler und der Herausgeber des Bandes, mit dem Philosophen geführt hat: »Man kann sich traurig und freudig fühlen, müde und wach, aber 70- oder 80-jährig, das geht meines Erachtens nicht … Und wenn man das Greisenalter erreicht hat, kommt noch als weiterer Vorzug hinzu, sich nichts mehr beweisen zu müssen, ja sich unterbieten zu dürfen. Dies sorgt für mehr Gelassenheit. Man lernt über Fehler und Schwächen leichter hinwegzusehen, und wenn die Mängel nicht schwerer sind als das, was da ist, sogar großzügig darüber hinwegzusehen.« (Odo Marquard)


Kurzkritik zu Odo Marquards Endlichkeitsphilosophisches von Heini Vogler im Schweizer Radio SRF. Zum Nachhören klicken Sie bitte hier.
Einleitung des Herausgebers
Einwilligung in das Zufällige
Verweigerung der Bürgerlichkeitsverweigerung 1945: Bemerkungen eines Philosophen
Zeit und Endlichkeit
Vernunft und Humor Vom Sieg des So-ist-es über das So-hat-es-zu-sein
Zum Lebensabschnitt der Zukunftsverminderung
Das Alter – mehr Ende als Ziel Franz Josef Wetz im Gespräch mit Odo Marquard

Biographische Notiz
Veröffentlichungen
Odo Marquard (26.2.1928 Stolp – 9.5.2015 Celle) war Professor für Philosophie an der Universität Gießen. Zuvor hatte er Philosophie, Germanistik und Theologie an den Universitäten Münster und Freiburg studiert. Von 1984 bis 1987 war Marquard zudem Präsident der ›Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland‹. Marquard gilt zu Recht als einer der scharfsinnigsten Essayisten unter den Philosophen. Sein ebenso pointierter wie polemischer und humoristischer Stil prägte sein Werk, das er selbst mit einem Augenzwinkern (in Anlehnung an Immanuel Kant) als ›Transzendentalbelletristik‹ bezeichnete. Die Möglichkeiten der Philosophie sah er kritisch, sprach von Kompetenzverlust und schuf das Wortungetüm Inkompetenzkompensationskompetenz für die Bemühungen des Faches. Ironisch führte er aus, ›Philosophie ist, wenn man trotzdem denkt‹. Unverrückbar verteidigte er die Geisteswissenschaften. Den Menschen verstand er als Mangelwesen, als homo compensator. In philosophischer Skepsis befasst sich Marquard in Abschied vom Prinzipiellen mit der Endlichkeit des Menschen. Sammlungen seiner Essays liegen etwa unter den Titeln Zukunft braucht Herkunft, Philosophie des Stattdessen, Individuum und Gewalteinteilung oder Skepsis in der Moderne vor. Marquard erhielt wichtige Preise, etwa den hochangesehenen Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa sowie den Cicero-Rednerpreis.