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: Varus, Varus!

Varus, Varus! Antike Texte zur Schlacht im Teutoburger Wald

Lat./Dt.; Griech./Dt. Hrsg.: Walther, Lutz
175 S. 2 Karten

ISBN: 978-3-15-018587-2
EUR (D): 4,80 *
EUR (A) 5,00 / CHF 7,50

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"Varus, Varus, gib mir meine Legionen wieder!", soll Kaiser Augustus gerufen haben, als er erfuhr, dass sein Kommandant Varus ganze drei Legionen – wohl an die 20 000 Mann – bei einem Gemetzel im Teutoburger Wald verloren hatte, von Arminius (oder Hermann) dem Cherusker in einen Hinterhalt gelockt. Die Ausgabe versammelt – zum 2000. Jahrestag – antike Beschreibungen und Reflexe des römischen Desasters und bietet in einem eigenen Kapitel einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung.

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Quellentexte

Ovid
1 Tristia / Lieder der Trauer III,12,37–48
2 Tristia / Lieder der Trauer IV,2,1–58

Manilius
3 Astronomica/Astrologie I,896–903

Strabon
4 Geographica/Geographie VII,1,2–4

Velleius Paterculus
5 Historia Romana / Römische Geschichte II,117–122

Seneca der Ältere
6 Controversiae/Streitfragen I,3,10

Seneca der Jüngere
7 Epistulae morales ad Lucilium / Briefe an Lucilius über Ethik 47,10

Plinius der Ältere
8 Naturalis historia / Naturkunde VII,147–150

Frontinus
9 Strategemata/Kriegslisten II,9,4
10 Strategemata/Kriegslisten III,15,4
11 Strategemata/Kriegslisten IV,7,8

Florus
12 Epitoma de Tito Livio / Auszug aus dem Werk des Titus Livius II,30

Tacitus
13 Ab excessu divi Augusti / Annalen I,3,5–6
14 Ab excessu divi Augusti / Annalen I,55–71
15 Ab excessu divi Augusti / Annalen II,7
16 Ab excessu divi Augusti / Annalen II,26,2–5
17 Ab excessu divi Augusti / Annalen II,88

Sueton
18 Divus Augustus / Augustus 23

Cassius Dio
19 Historia Romana / Römische Geschichte 56,18,1–24,6

Orosius
20 Historiae adversum paganos / Weltgeschichte gegen die Heiden VI,21,15–17
21 Historiae adversum paganos / Weltgeschichte gegen die Heiden VI,21,24–27

Anhang
Anmerkungen
Daten zur Varusschlacht
Quellenverzeichnis
Literaturhinweise
Karten

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Autorinformation

Lutz Walther ist promovierter Literatur- und Kulturwissenschaftler. Er lebt als Autor, Übersetzer und freier Dozent in Köln.


Interview mit Lutz Walther zu seinem Buchprojekt Varus, Varus!

Wir sind es gewohnt, die Varus-Schlacht als historische Niederlage der Römer zu sehen. Die römischen Quellen sehen die Niederlage nicht so dramatisch...

Das stimmt. Diejenigen römischen Quellen, die direkt nach der Niederlage geschrieben wurden, gehen davon aus, dass die Niederlage – trotz all ihrer Schmerzlichkeit – zu verkraften ist und die Eroberung Germaniens nicht aufhalten wird. Augustus verstand 13/14 n. Chr. Nordgermanien als römische Provinz und auch der Zeitgenosse Velleius Paterculus spricht davon, dass sich die Dinge nach der Niederlage schnell zum Guten gewandt hätten und Germanien vernichtend geschlagen sei.

Hat die Varus-Schlacht den Expansionsdrang der Römer in Germanien denn wirklich aufgehalten?

Ja und Nein. Die Varusschlacht war der Anfang vom Ende des Expansionsdrangs in Germanien, aber sicherlich nicht der Hauptgrund für die misslungene Provinzialisierung. Die römischen Machthaber reagierten nach der Niederlage wütend und schickten ein riesiges Heer unter Germanicus an den Rhein, um Rache zu nehmen und die Provinzialisierung Nordgermaniens dingfest zu machen. Und es spricht vieles dafür, dass es Germanicus auch gelungen wäre, hätte der neue Machthaber Tiberius ihn nur machen lassen. Dieser zog jedoch 16. n. Chr. die Truppen wieder ab, wobei nicht ganz geklärt ist, ob die hohen Verluste den Ausschlag gaben oder interne Streitigkeiten zwischen ihm und Germanicus.

So berühmt die Schlacht ist, so unklar stellen sich viele Details in der Überlieferung dar. Kennt man denn überhaupt den Ort der Schlacht zuverlässig?

Ich denke, dass schon sehr viel dafür spricht, dass die Schlacht in Kalkriese und Umgebung stattgefunden hat. Die dort gemachten Funde sind so überzeugend, dass die Beweislast, dass Kalkriese nicht der Ort der Varusschlacht ist, bereits bei denen liegt, die etwas anderes behaupten. Absolute Sicherheit werden wir allerdings erst erlangen, nachdem ein oder mehrere Schlachtfelder der Auseinandersetzungen zwischen Germanicus und den Germanen gefunden worden sind.

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Pressestimmen

Dieses Buch handelt von Mord und Totschlag. Es enthält einen Politthriller und eine tragische Liebesgeschichte. Es ist die preisgünstige Alternative zur Flut von Neuerscheinungen, die das 2000-jährige Jubiläum der Varusschlacht ausgelöst hat. Und es zeigt, wie dürftig die Quellenlage zur Vernichtung der Legionen des Römers Varus durch das Germanenheer des Cheruskers Arminius im Jahre 9 eigentlich ist.
SPIEGEL Online

Das Vergleichenkönnen der Texte ist das Angebot, das der Reclam Verlag mit diesem Bändchen seinen Kunden macht.
Süddeutsche Zeitung

Das nützlichste Büchlein zur Varusschlacht ist auch das billigste: Für weniger als fünf Euro sind alle antiken Texte zur Wende des Jahres 9 nach Christi Geburt zu haben: griechisch/deutsch und lateinisch/deutsch.
Cicero

Wer die Katastrophe des Jahres 9 n. Chr. aus erster Hand nacherleben will, ist mit diesem zweisprachigen Bändchen bestens bedient. Neben sorgsam zusammengestellten Quellen bietet Herausgeber Lutz Walther einen lesenswerten Überblick zum aktuellen Stand der Forschung.
GEO Epoche "Die Germanen"

Lutz Walther hat antike Texte, die sich auf die Varus-Schlacht beziehen, in einem kleinen Sammelband vereint, dessen hoher Informationswert durch ein ebenso gründliches wie gut lebares Vorwort noch gesteigert wird.
Badische Neueste Nachrichten

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