Leisewitz, Johann Anton: Julius von Tarent

Leisewitz, Johann Anton: Julius von Tarent

Trauerspiel. Hrsg.: Keller, Werner. 119 S.
ISBN: 978-3-15-000111-0
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Johann Anton Leisewitz, 9. 5. 1752 Hannover – 10. 9. 1806 Braunschweig.
Der Sohn eines Weinhändlers studierte 1770–74 Jura in Göttingen und wurde hier in den Hainbund aufgenommen. Nach dem Examen ging er zunächst als Anwalt nach Hannover, ließ sich aber dann 1775 in Braunschweig nieder, wo er u. a. mit Lessing und Johann Joachim Eschenburg verkehrte und 1777 eine Anstellung bei einer Kreditanstalt erhielt. Hoffnungen auf eine besser bezahlte Stelle, um die er an verschiedenen Höfen nachsuchte (Meiningen, Gotha, Weimar), erfüllten sich nicht. 1786 wurde er Erzieher des braunschweigischen Erbprinzen und machte Karriere (Hofrat 1790, Kanonikus 1791, Geheimer Justizrat 1801, Präsident des Sanitätskollegiums 1805). L. ist der einzige Dramatiker des Göttinger Hains; sein Julius von Tarent, von Lessing und Schiller geschätzt, gestaltet das Motiv der verfeindeten Brüder formal und sprachlich in eher klassizistischer Weise, demonstriert jedoch gerade in diesem Rahmen die Abdankung der Vernunft zugunsten des absolut gesetzten Gefühls. Weitere Dramen blieben Fragment. L.’ hypochondrische Natur wird in seinen Briefen und Tagebüchern sichtbar. Seine Geschichte des Dreißigjährigen Krieges blieb unvollendet; das Manuskript ist verloren.

In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (UB 17664.) – © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.