Preisverleihung »Das politische Buch«
Rainer Mühlhoff gewinnt diesjährigen Preis »Das politische Buch« der Friedrich-Ebert-Stiftung
Während Tech-Eliten KI als Heilsbringer verkaufen, wächst ein gefährliches Bündnis aus Tech-Industrie und rechter Politik. Warum blenden wir die reale Ausbeutung der Gegenwart aus? In seinem Buch Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus entlarvt Ethikprofessor Rainer Mühlhoff die quasireligiösen Erzählungen des Silicon Valleys. Die Friedrich-Ebert-Stiftung zeichnet das Werk dafür aus, dass es pointiert zeigt, wie KI ungleiche Machtverhältnisse verstärkt und reale Schäden wie Überwachung und Datenmissbrauch verschleiert. Mühlhoff liefert in seinem Buch Antworten und diskutiert Lösungsansätze zur aktuellen KI-Debatte.
zum BuchPreis der Literaturhäuser 2026 geht an Lena Gorelik
Lena Gorelik, Mehr Schwarz als Lila
Auf einer Klassenfahrt nach Auschwitz gerät die Welt der 17-jährigen Alex aus den Fugen. Ein heimliches Foto ihres Kusses mit ihrem besten Freund Paul geht im Netz viral und stellt ihr Leben plötzlich auf den Kopf. Ein eindringlicher Jugendroman über Erinnerungskultur und Anderssein.
Lena Gorelik ist nicht nur eine vielfach ausgezeichnete Autorin, sondern nutzt die Möglichkeiten der Literatur und des Veranstaltungsbetriebs, um auf gesellschaftliche Entwicklungen zu reagieren.
zum BuchRomane „by a lady“? Yes, please!
Eingebettet zwischen die Lemmata »Orientieren« und »Orkan« verweist der große Adelung, das Grammatisch-kritische Wörterbuch der hochdeutschen Mundart, das erste, legendäre Wörterbuch der deutschen Sprache, auf das »Original«. Ein »Original« sei »das erste feyerliche ursprüngliche Werk; im Gegensatze der Copie«, es sei gewissermaßen »die Urschrift«, womöglich noch verfertigt von einem echten »Original«, einem »außerordentliche[n] Genie, eine[r] Person, welche in ihrer Art Selbsterfinder« oder gar »ein seltsamer Kopf, ein Sonderling« sei.
Hans Peter Buohler
Programmleitung Belletristik und Sachbuch