Kollmann, Anett: Kein Glück ohne Freiheit. Die Familie Schopenhauer

Originalausgabe
Geb. mit Schutzumschlag. Format 13,5 × 21,5 cm
301 S. 14 Abb.
ISBN: 978-3-15-011251-9
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»Man könnte die Familiengeschichte der Schopenhauers als Seifenoper erzählen, als Tragödie griechischen oder zumindest melodramatischen Ausmaßes, als Emanzipationsdiskurs, Entwicklungsroman, Krisenbericht, Seelenschau oder Epochenstudie. Die Lebensläufe der Eltern Heinrich Floris und Johanna sowie der Kinder Adele und Arthur bergen all dies in ungewöhnlichem Maß.«

Die Familienbiographie der Schopenhauers erzählt die Geschichte einer reisefreudigen und bildungshungrigen Kaufmannssippe, die der Sphäre des Ökonomischen den Rücken kehrt und die Geistesgeschichte des 19. Jahrhunderts entscheidend prägt. Dabei macht Anett Kollmann die Pläne, Zerwürfnisse und Sehnsüchte der Familienmitglieder greifbar, indem sie diese anhand ihrer Briefe, Werke und Tagebücher ausführlich selbst zu Wort kommen lässt.
Die hier erstmals vollständig und pointiert erzählte Familiengeschichte gleicht einem Entwicklungsroman über zwei Generationen, der das Ringen um individuelle Freiheit als Voraussetzung für geistige Kreativität anregend schildert.



Dante_Kassette_Goettliche Komoedie
»Alle glücklichen Familien sind einander ähnlich, jede unglückliche Familie ist unglücklich auf ihre Art.«

1 Ohne Allfanzereien
Der Bräutigam
Die Braut

2 Eiche und Efeu
Verheiratet
Unterwegs ins Land der Freiheit
Vornehmes Badeleben
Paris, Wunder der Welt
Londoner Zustände

3 Kommen und Gehen
»Ein Sohn geboren!«
Empörte Bürger
Die Preußen kommen, die Schopenhauers gehen
Hamburg
»Merkwürdige Bekanntschaften«
Ein zartes Kind
Das Ende eines Traumes

4 Reisen als ›Erkenntnis aus der Betrachtung der Dinge selbst‹
Los geht’s
London
Denkmäler und Menschen
Schauder und Grauen
Grenzerfahrungen – Finale in den Alpen
Der »Jammer des Lebens«

5 »Theuer erkaufte Unabhängigkeit«
Mitten im Krieg
Der Salon der Madame Schopenhauer
Ein Teetisch, kein Salon
Vom Kontor auf die Schulbank

6 Genies unter sich
Vom Teetisch zum Schreibtisch
Zanken mit Goethe
Zerreißprobe
Und Adele?

7 »Eine neue Bahn, ein neues Leben«
»Thorschluß« für die reiche Erbin
Schwarze Fäden im bunten Gewebe
Arthurs Frauen

8 Frauen mit »eigenem angeborenen Licht«
Mutter und Tochter – »Wir sind verschieden«
»literarischmerkantilistisch« zur Bestsellerautorin
»Weimar konnte uns nicht mehr fesseln«
Adele und Sibylle … und Ottilie, Annette, Anna, Henriette

9 Unvollendetes Glück
Noch einmal: Pinsel, Feder oder Schere?
Italienische Wiederbelebung
Rom!
»Einen Raffael zu sehen thut mir wohl, ohne mich nachträglich zu verletzen«
Hinterlassenschaften

10 »Der Letzte der Abenceragen«
»Ich bin Ihnen viel zu gelehrt – viel, viel zu gelehrt«
Das Ende
Freiheiten

Anmerkungen
Literaturhinweise
Abbildungsnachweis
Register
Chronik
Anett Kollmann, promovierte Literatur- und Medienwissenschaftlerin, publiziert zu historischen, biographischen und literarischen Themen. Sie lebt als freie Autorin in Berlin und Dresden.
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